Kreativ-Agentur Aberjung tüftelte mit HAK-Schülern

Bei einem Workshop entwickelten Lienzer SchülerInnen neue Ideen für das Design von Lernmöbeln.

Ein frischer Wind wehte am Freitag, 10. Februar, durch die 4a-Klasse der HAK Lienz, als Christoph Aschaber und Lukas Jungmann vom erfolgreichen Designerteam Aberjung einen Workshop zum Thema „Design-Thinking“ starteten. Die Profis aus dem Bereich Produkt- und Grafikdesign ermutigten die SchülerInnen in einer dreistündigen Arbeitsphase, ihre Kreativität zu erproben und neue Ideen für das Design von Lernmöbeln zu entwickeln.

Die Zusammenarbeit mit den Jungunternehmern, die 2016 zweifach mit dem Tirolissimo-Preis ausgezeichnet wurden, fand im Rahmen des Ausbildungsschwerpunktes „Entrepreneurship“ statt. Organisiert wurde die Kooperation von der Projektgruppe „alpInnovation“ der Klasse 5b im Rahmen ihrer Diplomarbeit. Sie sollte alle Beteiligten bereichern. Einerseits stellten die SchülerInnen die Anforderungen an ideale Lernmöbel aus ihrer Sicht vor und andererseits wurde ein professionell begleiteter Produktentwicklungsprozess simuliert.

Lukas Jungmann mit SchülerInnen der Klasse 4a. Gemeinsam tüftelten sie neue Design-Ideen aus. Foto: Philipp Dietrich

In der ersten Phase dieses Entwicklungsprozesses galt es, die Ideen einfach am Papier zu skizzieren. In weiterer Folge wurden die Kernfeatures bekannter Marken vorgegeben, die in die Materialauswahl und Funktionalität des Produktes eingearbeitet werden sollten. Die daraus entstandene Skizze eines neuen Lernmöbels wurde mittels Flipchart präsentiert und bewertet.

Die beste Produktidee – als Gewinner ging das Produkt „Enkel Skola“, ein schlichter, stabiler und eleganter Tisch mit eingebautem Taschenhalter, Trennwand, einem Fach für Hefte und einem Flaschenhalter hervor – wird im Anschluss an diesen Workshop von Aberjung weiterentwickelt und in einer weiteren Phase auf seine Markttauglichkeit untersucht.

Die Projektgruppe „alpInnovation“ ist überzeugt, dass es für eine Region wichtig ist, vorhandene Potenziale zu nutzen. „Der Vergleich mit dem Silicon Valley in den USA scheint verwegen zu sein, aber es gibt keinen Grund, weshalb die Zukunft nicht auch in Osttirol stattfinden sollte“, meint Projektleiter Philipp Dietrich. Vielleicht gerade deshalb, weil es keiner erwartet und Innovationen in allen Bereichen stattfinden können. Die Initiative „Teaching Entrepreneurship“ in der HAK Lienz gilt ebenfalls als innovative Unterrichtsmethode. Dabei geht es um die Förderung unternehmerischer Haltungen von Jugendlichen für berufliche Selbstständigkeit. So soll eine Kultur des Unternehmertums geschaffen werden.

Projektauftraggeber Prof. Martin Rainer bedankte sich mit der Einladung zu einer Großglockner-Besteigung im Rahmen des Alpinkompetenzzentrums bei den Unternehmern für die Kooperation.

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