„In Innsbruck hat man alles was man braucht“

Simon Ebner aus Lienz studiert Englisch und Geschichte auf Lehramt.

Mit einem freundlichen „Hey, what‘s up?“ begrüßt mich Simon, als wir uns zum Interview treffen. Schnell merkt man, dass der 20-Jährige seine Fremdsprache nicht nur studiert, sondern so richtig lebt. Gern unterhält er sich mit seinen Freunden auch mal auf Englisch und auch wir wechseln kurz ein paar Worte in der Weltsprache. Jedoch einigen wir uns darauf, dass es diesmal bei der deutschen Sprache bleibt, genau genommen beim Osttiroler Dialekt.

Simon Ebner kommt nämlich ursprünglich aus Lienz und studiert nun seit gut eineinhalb Jahren in Innsbruck. Entschieden hat er sich für ein Lehramtsstudium von Englisch und Geschichte. Dabei gefällt ihm vor allem Ersteres, doch zeigt er auch reges Interesse an seinem zweiten Fach, wo es ihm besonders die Zeitgeschichte angetan hat. Da er sein Englisch ständig verbessern möchte, findet Simon die Sprachkurse am spannendsten. Diese werden vorrangig von Professoren aus verschiedensten englischsprachigen Ländern unterrichtet. „Ich hatte bis jetzt schon Iren, Amerikaner, Briten und Australier als Professoren“, erzählt mir der junge Lienzer begeistert.

Simon Ebner, gezeichnet von Linda Steiner.

Als Studienort hat er sich Innsbruck aus mehreren Gründen ausgesucht. „In Innsbruck hat man alles, was man braucht. Es ist eine wunderschöne Stadt mit vielen lässigen Restaurants und hippen Bars und Clubs“, schwärmt Simon. Außerdem studieren und leben viele von seinen Freunden und Verwandten in der Landeshauptstadt. Entscheidend war auch die Nähe zu Osttirol, denn der Lienzer hat immer noch einen starken Bezug zu seiner Heimat. „Obwohl ich die letzten eineinhalb Jahre mehr Zeit in Innsbruck verbracht habe, ist mir Osttirol sehr wichtig. Immerhin bin ich dort aufgewachsen und habe sehr viele schöne Erinnerungen an diese Region“, erklärt er mir.

Wenn Simon „Osttirol“ hört, denkt er vor allem an seine Familie und Freunde, aber auch an die zahlreichen Freizeitaktivitäten, für die er in Lienz mehr Zeit findet, als in Innsbruck. Mit seiner Heimat verbindet er auch viele Kindheitserinnerungen, da er schließlich den Großteil seines bisherigen Lebens dort verbracht hat. Zu seinem Bedauern kann er momentan nicht mehr allzu viel Zeit zuhause verbringen. „Ich mag sowohl Innsbruck als auch Lienz sehr gern und manchmal verzichte ich darauf, übers Wochenende nach Osttirol zu fahren, weil das Busfahren viel Zeit in Anspruch nimmt.“

Eine Rückkehr nach Osttirol kann sich Simon auf alle Fälle vorstellen. Wann das genau sein wird, weiß er allerdings noch nicht, dennoch hat er bereits ein Szenario im Hinterkopf: „Mir gefällt die Idee, irgendwann an meiner Maturaschule, dem BG/BRG Lienz zu unterrichten.“


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