TVBO: Seilbahnmillionen als „letzte große Kraftanstrengung“

Ein Infrastrukturpaket soll durch die Erhöhung der Aufenthaltsabgabe finanziert werden.

Noch ist das, was Franz Theurl als Obmann des TVBO, Andreas Köll als einer der drei Vorstände und Werner Frömel als Aufsichtsratsvorsitzender am 21. März präsentierten, nicht fix: ein Investitionspaket, großteils für „Liftkaiser“ Heinz Schultz geschnürt, das den TVBO in Summe in den nächsten Jahren 4,17 Millionen Euro kosten könnte, wobei die geplante Schischaukel Sillian/Sexten noch gar nicht eingerechnet ist.

Das vorliegende Paket wurde zwar im Aufsichtsrat des TVBO mit 10:2 Stimmen (eine Enthaltung) abgesegnet, braucht aber auch die Zustimmung der Vollversammlung und der Aufsichtsbehörde. Das könnte schwierig werden. Die Vollversammlung soll im Mai darüber entscheiden.

Franz Theurl, Werner Frömel und Andreas Köll wollen mit höheren Abgaben in weitere Lifte investieren. Sie brauchen dafür aber die Zustimmung von Vollversammlung und Aufsichtsbehörde. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Nachdem der TVBO Ende Dezember bereits bei wesentlich kleineren Vorhaben von der Aufsichtsbehörde keine Genehmigung für zusätzliche Darlehen bekam, steht diesmal auch die Gegenfinanzierung zur Debatte. Sie soll über eine Erhöhung der Aufenthaltsabgabe von 2,00 Euro pro Nächtigung auf 2,50 Euro gelingen. Das würde nach den Berechnungen von Theurl, Köll und Frömel pro Jahr rund 750.000 Euro zusätzliche Mittel in die Kassen des TVBO spülen. Weil der Cashflow des Verbandes positiv und die Schuldenentwicklung rückläufig sei (wir haben über die Finanzen des Verbandes und die Einnahmenstruktur berichtet), sei mit den Zusatzeinnahmen die Finanzierung des Infrastrukturpaketes gesichert.

Da viele Tourismusgebiete in Nordtirol auch Aufenthaltsabgaben in dieser Höhe – bei 3,00 Euro liegt der gesetzliche Plafond – einheben, habe man kein schlechtes Gewissen den Gästen und Vermietern gegenüber, die diese Erhöhung abfedern müssen. Weil ab der kommenden Saison angemeldete Gäste in Osttirol mit sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln gratis fahren, rechnet man zudem mit einer höheren Meldemoral.

Wofür wird das Geld gebraucht? Hier die Liste, die von den drei Tourismusfunktionären vorgelegt wurde. Hinter den einzelnen Projekten steht jeweils das Investitionsvolumen:

  • Matreier Goldried Bergbahnen, zweite Talabfahrt, Errichtung eines zweiten Speicherteiches und Erweiterung der Beschneiungsanlage – 4,5 Millionen Euro
  • Skigebiet Kals, Errichtung einer Sechsersesselbahn mit Haube und Sitzheizung und Erweiterung der Beschneiungsanlage – 8,5 Millionen Euro
  • Hochpustertaler Bergbahnen, diverse Maßnahmen, Beschneiung (wird heuer schon umgesetzt) – 2,8 Millionen Euro
  • Projekt St. Jakob (dafür gibt es bislang nur einen Grundsatzbeschluss), 6er-Sesselbahn-Leppleskofel ab dem Jahr 2020 und Erweiterung der Bescheiungsanlage – 12 Millionen Euro
  • Zettersfeld Lienz, Beschneiung Osthang und Stieralm – 4,1 Millionen Euro

Mit Ausnahme der Beschneiung in Lienz betreffen fast alle Investitionen Schultz-Bergbahnen bzw. -Projekte. Die Schultz-Gruppe würde laut Köll & Co. in den kommenden Jahren rund 35 Millionen Euro investieren, von denen der TVBO rund 15 Prozent übernehmen sollte und zwar in Form von bilanzschonenden „stillen Beteiligungen“, die im Laufe der Zeit abgeschrieben werden. Werner Frömel unterstrich, dass dieser Betrag „gedeckelt“ sei. Würden sich die Baukosten gegenüber den jetzt angegebenen Werten erhöhen, müsste der TVBO nicht mitziehen.

Wie Franz Theurl unterstreicht, sei in dem Gesamtpaket neben den oben erwähnten Wintersporteinrichtungen auch eine beschneite Loipe mit Beleuchtung in Prägraten enthalten, sowie Gelder für Projekte „die für den Sommertourismus relevant sind“. Darunter befänden sich Bikerouten in Kals, der geplante Bikepark am Hochstein in Lienz und Maßnahmen im Ortszentrum von Obertilliach.

Andreas Köll, im TVBO-Vorstand für Infrastruktur zuständig, unterstrich: „Wir brauchen uns im TVBO nicht dafür zu entschuldigen, dass wir Investitionen unterstützen, die Übernachtungen bringen. Wir befinden uns in einem ständigen Spannungsfeld. Die einen fordern Marketing, die anderen fordern Infrastruktur. Aus meiner Sicht ist es die letzte größere Kraftanstrengung mit Ausnahme der Skischaukel Sexten-Sillian“. Einige Aufsichtsräte aus dem Oberland hätten bereits gefordert, auch dieses Projekt in das Paket einzubeziehen. Das ist offenbar vorerst nicht der Fall.

Köll verweist auf Lavant, Kals und Obertilliach als Beleg für die Sinnhaftigkeit von Investitionen und unterstreicht, dass man „auch im Winter noch einiges tun muss, um weitere Nächtigungen und Folgeinvestitionen zu bekommen.“

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

27 Postings bisher
Flori98 vor 3 Monaten

@senf: Lieber senf, ich habe die Entwicklungsgeschichte der Skischaukel Kals-Matrei etwas anders als von dir geschildert in Erinnerung. Ich glaube es bringt aber nichts, in der Vergangenheit herumzustochern, wichtig ist dass mit dem GG-Resort ein tolles Produkt entstanden ist, dessen Triebfeder unbestritten A.K. war und als damaliger Landtagsabgeordneter auch seine Kontakte zu den wichtigen Schaltstellen nutzen konnte. Zu Köll kann man stehen wie man will, die Fäden zum Bau der Skischaukel hat A.K. gezogen, das wissen die Kalser und die Matreier! Der damalige Kalser Bürgermeister Klaus Unterweger ist erst auf den Skischaukel-Zug aufgesprungen, als die Ötztaler Familie Falkner das Kalser Skigebiet aufgegeben hat und Schultz eingestiegen ist. Damit war die Marschrichtung vorgegeben und Unterweger lenkte ein.

    senf vor 3 Monaten

    @flori98: auch wenn du die entwicklungsgeschichte des GG-resort anders in errinnerung hast: matrei brauchte die schigebietserweiterung nach kals und kals die verbindung nach matrei um überhaupt bestehen zu können. köll musste in seiner funktion bei den bergbahnen aktiv sein, ebenso als landtagsabgeordneter, um seinen - recht gut dotierten - bezügen gerecht zu werden. hier ist ihm, im gegensatz zum grünen osttiroler vertreter, ja nichts vorzuwerfen. er und bm unterweger taten das, was sie mussten. @zunigsee, du solltest weniger behaupten, dich mehr auf fakten beziehen und nicht hetze betreiben.

anton2009 vor 3 Monaten

Bei einem Verschuldungsgrad von 85 % und einer Fremdkapitalquote von 95 % frage ich mich, ob es nicht besser wäre, die eigenen Finanzen in den Griff zu bekommen! Da wird die erhöhte Aufenthaltsabgabe, die noch nicht eingenommen wurde, bereits an Schultz weitergeleitet!

Es ist höchste Zeit für einen Wechsel an der Spitze des TVBO!!!

    NordostTiroler vor 3 Monaten

    Lieber Anton, deine Berechnungen und Prognosen kann ich nicht ganz nachvollziehen: Was will das Land in Osttirol wirklich? Ein nur „informelles“ Dokument aus Brüssel fordert noch mehr Käseglocke in Osttirol, während in Nordtirol weiterhin alles erlaubt sein soll.

    Ein nur „informelles“ Schreiben aus Innsbruck von der Aufsichtsbehörde fordert absoluten wirtschaftlichen und touristischen Stillstand in Osttirol, während in Nordtirol in nahezu jedem Tal auf „Teufel komm raus“ investiert wird: In St. Anton am Arlberg, im Paznauntal, im Ötztal und Pitztal, im Stubaital, natürlich im Zillertal und in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein wird kräftig aufgerüstet! Auch in Innsbruck am Patscherkofel wird massiv investiert. Überall dort spielen auch Erhöhungen der Aufenthaltsabgabe und weitere Darlehensgenehmigungen von der Aufsichtsbehörde keine Rolle……….

    Osttirol wurde im Jahres 2008 vom Land quasi zwangsfusioniert. Es gibt keinen Bezirk in Tirol, der seine strukturellen Hausaufgaben damit so positiv umgesetzt hat wie Osttirol: Der gesamte Verwaltungsbezirk bildet gleichzeitig nur einen Tourismusverband, der im Winter im oberen Mittelfeld Tirols liegt und im Sommer an zweiter Stelle, nach Innsbruck und seinen Feriendörfern. Durch die „Zwangsfusion“ wurden alle Probleme, Verbindlichkeiten und Schulden auf einen Haufen geworfen und kumuliert. Die Summe der zusammengelegten Verbände betrug rund 16 Millionen Euro an Schulden, welche vom neuen Verband auf einmal zu stemmen waren. Die Haupteinnahmen aus Pflichtbeiträgen kommen aus der Stadt Lienz und dem Talboden, während die Haupteinnahmen aus Aufenthaltsabgaben hauptsächlich aus Kals/Matrei, St. Jakob i.D., Sillian und Obertilliach kommen.

    In den letzten neun Jahren ist es den Verantwortlichen gelungen, alleine die Schulden um die Hälfte (!) zu reduzieren, nämlich von rund 16 Millionen Euro auf rund 7,8 Millionen Euro.

    Das Land Tirol hat diesen Weg immer gut unterstützt und beispielsweise auch für die Einseilumlaufbahn in Obertilliach – welche eine sehr gute Maßnahme darstellte – eine Darlehensaufnahme des TVBO angeregt und genehmigt. Trotzdem konnte der Schuldenstand wie vorhin erwähnt, kräftig abgebaut werden.

    Jetzt möchte auch Osttirol noch einmal einen letzten, infrastrukturellen Schub auslösen und Bergbahnen-Investitionen am Lienzer Zettersfeld sowie des erfolgreichen Privatunternehmens Schultz-Gruppe in Sillian/Außervillgraten, St. Jakob/St. Veit i.D. und Kals/Matrei unterstützen. Auch das Projekt Sexten/Sillian sollte aus diesem Gesamtpaket noch bedient werden können. Niemand in Osttirol muss für diese TVB-Beiträge bezahlen, sondern es sollte nur die Aufenthaltsabgabe – welche von den Beherbergern ja nur treuhänderisch vom Gast eingehoben und meistens auch extra ausgewiesen wird – um 50 Cent erhöht werden. Vorstand und Aufsichtsrat haben diese Anregungen an die Landesregierung bereits mit ganz großer Mehrheit beschlossen, die Vollversammlung sollte noch folgen.

    Mit einer Aufenthaltsabgabe von dann 2,50 Euro würde Osttirol im Mittelfeld aller starken Verbände Tirols liegen.

    Diese Erhöhung würde nicht nur wesentlich mehr Marketingmittel sowie die Bildung einer, von der Aufsichtsbehörde eingeforderten Rücklage ermöglichen, sondern auch die vorgenannten Bergbahnen-Projekte, die Rettung des Flugplatzes in Nikolsdorf und eines eingeschränkten Winterbetriebes am Hochstein sowie darüber hinaus Infrastrukturprojekte in Prägraten a.Gr., Obertilliach, Innvervillgraten, Sillian, Heinfels oder Defereggen-Antholz.

    Darunter wären auch viele Vorhaben für die Belebung der Vor- und Zwischensaison, wovon auch die Privatzimmervermieter wieder profitieren würden. Jeder Gast erhält ab der Wintersaison 2017/18 eine ganzjährige, kostenfreie Benützung des gesamten Öffentlichen Personennahverkehrs gegen Vorweis der Gästekarte, was auch die Meldemoral und damit die statistischen Nächtigungen erhöhen wird.

    Die Osttiroler Wirtschaft erhält Investitionen von mindesten 50 Millionen Euro, welche wiederum Folgeinvestitionen und weitere Nächtigungssteigerungen auslösen werden. Dieses Gesamtpaket kann ohne längerfristige Netto-Neuverschuldung umgesetzt werden. Was wird das Land Tiro also tun? Nur einen weiteren Schuldenabbau und damit totalen Stillstand anordnen, oder einen kräftigen Schub für die weitere wirtschaftliche und touristische Entwicklung von Osttirol.

    Käseglocke oder Fortschritt? Eine spannende Frage………..

senf vor 3 Monaten

immer dieselbe masche: kurz vor der VV mit neuwahlen werden investitionspakete in millionenöhe geschnürt und beschlossen, um den verband auf jahre hinaus in die handlungsunfähigkeit zu manövrieren. köll ahnt längst, dass er einfluß verliert und muß seinen gehaltsliste bei den bergbahnen und in der politik sichern. hier beisst sich die katze in den schwanz: der TVB ist längst nicht mehr in der lage, die destination osttirol mit seiner touristischen infrastruktur zu bewerben, das machen die tourismusunternehmer inzwischen selbst. sie fordern daher als ersatz gelder aus dem tourismustopf für ihre investitionen. köll verspricht und seine lemminge im TVB heben ihr pfötchen. erinnern wir uns an das einstimmig beschlossenen investitionsprogramm 2013 bis 2018 mit der prioritätenliste, die köll in seiner eitelkeit nahezu im alleingang der presse schmackhaft machte: speicherteich zettersfeld, hallenbad lienz, feizeitzentrum sillian, kabinenbahn golzentippt, thermalquelle, goldriedsplash, in summe 7,8 mio €. zugegeben, ich war damals schon ein wenig verwundert, wer da aller projektieren, budgetieren und verteilen darf und was ich damals und bis heute nicht verstehe, ist die logik der geschäftsordnung im TVB, die verantwortung daraus und und wer dort eigentlich anschafft. flori98 ich stimme dir großteils zu, frage mich aber, ob der TVB für investitionen in der qualitätsverbesserung wirklich zuständig ist, oder ob es nicht besser wäre, die dafür eingesparten 15% in das marketing ganzjährig nach innen und aussen zu investieren un damit die gesamte region zu stärken. mir ist zumindest kein hotel bekannt, das für komfortverbesserungen TVB-geld einsackte!

    Flori98 vor 3 Monaten

    Stimme dir in dem Punkt zu, dass die Hauptaufgabe des TVB die Vermarktung der Tourismusregion ist. Die Hauptnutznieser von Qualitätsverbesserungen in den Skigebieten sind aber die Hotelbetriebe, Privatpensionen und in weiterer Folge fast alle Gewerbebetriebe (Tischler, Raumausstatter, Zulieferbetriebe Lebensmittel und Getränke (inkl. Landwirte) usw . durch ausgelöste Investitionen bzw. erhöhten Zulieferbedarf. Die in Form einer stillen Beteiligung gewährten Förderung sehe ich vielmehr als zinsenlose Darlehen an die Skigebiete für getätigte Investitionen in die Qualität, welche auf lange Sicht wieder in Form von höheren Kurtaxen an den TVB zurückfließen. Der Gast bucht nur in jenen Regionen, wo er für sein Geld auch die entsprechende Qualität erhält. Jeder von uns achtet bei einem gebuchten Winterurlaub (außerhalb Osttirols) auf die vorhandene Infrastruktur in den jeweiligen Skigebieten. Und eines noch: wir haben (zumindest im nördlichen Osttirol) nicht die Industriebetriebe, wo unsere Kinder ihre Arbeit finden. Der Tourismus ist der Hauptarbeitsgeber im Bezirk Lienz. Daher sind diese Förderungen auch gerechtfertigt.

    stadtbewohner vor 3 Monaten

    Alle Hotels und Privatzimmervermieter werden durch diese Förderungen auch indirekt mitgefördert, da ihre Vermarktung durch Qualitätsverbesserung der Liftinfrastruktur wesentlich verbessert wird. Alle Betriebe, die vom Tourismus profitieren (Handwerker, Bauern, Dienstleister, etc. profitieren und sitzen in einem Boot. Das nennt man Wirtschaftskreislauf.

      senf vor 3 Monaten

      @stadtbewohner, wie soll denn der wirtschaftskreislauf funktionieren, wenn die - noch so tollen - produkte geradezu verheimlicht werden. das ist in unserer region leider der fall. unserer tourismusverantwortlichen sind aus stolz, eitelkeit oder dummheit leider bis heute nicht in der lage, das tirol-logo als weltbekannte marke zu verwenden. die destination osttirol - was immer auch damit gemeint ist, kennt am markt leider niemand, auch wenn uns immer wieder das gegenteil eigeredet wird. osttirol hat da schon eher bekanntheit als ewiger jammerbezirk, und das haben wir ja der schlauen regionalpolitik und unseren "tourismusexperten" zu verdanken, die auf diese weise (lokal) punkten wollen. wer seine kuh verkaufen will, muß sie auf den markt zeigen, das wussten schon die bauern, die dafür gemeinsame markttage organisierten. das ist allerdings schon eine zeitlang her :-)

    denkmoeglich vor 3 Monaten

    senf, das glaube ich nicht, dass Andreas Köll an Einfluss verloren hat, ganz im Gegenteil! Das zeigt vielleicht auch die heutige Reaktion von Landeshauptmann Günther Platter, der als Tourismusreferent klar gestellt hat, dass er nichts gegen eine Erhöhung der Aufenthaltsabgabe einzuwenden hat, wenn sie von der Vollversammlung des TVBO und damit von den Mitgliedern beschlossen würde. Diese Aussage ist nicht selbstverständlich, da ja im Bezirk jeweils nur „Anregungen“ beschlossen werden können: Vom Vorstand an den Aufsichtsrat, vom Aufsichtsrat an die Vollversammlung, genehmigen muss das aber letztendlich die Tiroler Landesregierung.

    Was war denn falsch am Beschluss vor 5 Jahren und was ist davon 2012 bis 2017 etwa nicht umgesetzt worden? Mit Ausnahme des Erlebnisbades „Goldried Splash“, welches damals nicht zuletzt aus Neid anderer Regionsvertreter im TVBO in dieser Form nicht gekommen ist, wurde alles perfekt umgesetzt!

    Aus dem geplanten Erlebnisbad mit12 Millionen Euro ist jetzt eben ein kleineres Hallenbad mit schönen Wellnesseinrichtungen um 6,5 Millionen Euro geworden, welches wahrscheinlich nur mehr für Hotelgäste zugänglich sein wird. Wenn jedoch möglicherweise zwei weitere Baustufen dazukommen, so gäbe es eine neue Hochgarage mit schnellen Liften an Stelle des derzeitigen Schrägaufzuges, sowie in weiterer Folge eine neue SportsBar mit Kegelbahn und Steakhouse. Dies könnte noch einmal rund 6,5 Millionen Euro an Investitionen auslösen. Ob dann in weiterer Folge auch noch mögliche 180 bis 200 Betten dazukommen – womit das derzeit zweitgrößte Hotel Tirols mit dann 740 Betten zum größten Tirols würde - liegt gleichfalls in der Entscheidung der Unternehmerfamilie Schönhult.

    Und wieder einmal muss zum Schluss gesagt werden: Ohne Andreas Köll gäbe es keine Schischaukel Matrei-Kals und auch kein GroßglocknerResort Kals-Matrei, welches jetzt schon ein Drittel aller Osttiroler Winternächtigungen aufweist und das in nur zwei Gemeinden!

    Schauen wir mal, was in fünf Jahren von den nunmehr anstehenden Projekten umgesetzt wird bzw. ob Andreas Köll in den nächsten Jahren wirklich an Einfluss verlieren wird, wie du dir das vielleicht wünschen mögest…………….

      senf vor 3 Monaten

      es mag sein, dass köll in seiner glanzzeit vieles für die region erreicht hat, die schischaukel einzig und allein an seine schultern zu heften, ist wohl eine waghalsige behauptung. ohne den matreier stolz zu verletzen kann wohl gesagt werden, dass köll den ausweg aus dem goldriedschlamassel im kalser zusammenschluss gesehen und verfolgt hat. das war allerdings erst dann möglich, nachdem kals die schier endlose kraftwerksdebatte mit der ablehnung des stausee dorfertal (volksbefragung) beendet hatte. zuvor hatte man die kalser ja politisch geschickt über jahrzehnte mit erschließungshoffnungen zweigeteilt. angeblich faforisierte die studiengesellschaft die greiwiesenerschließung und ein OBR mit konsorten bevorzugte die bergertörlerschließung. beides kam nicht, dafür einigte man sich mit dem auswärtigen investor für den "qualitätsausbau" des bestehenden skiberges und später auch mit dem ziel, eine verbindung mit matrei herzustellen. diese situation kam köll zugute, er nutze sie logischer weise auch und sein investor (goldriedbergbahnen) konnte sich ebenfalls für kals begeistern, wobei der dortige bürgermeister mit seinen bauern sehr wohl den weg für die schischaukel und später auch für das hotel gradonna ebnete. wie man in kals hört, war auch das gute vertrauensverhältnis zwischen dem kalser BM, der Landesregierung und dem Investor maßgeblich, das schischaukelprojekt überhaupt unter dach und fach zu bringen.

      bitte jetz keine seitenweise rechtfertigungen, weitere details und behauptungen aufstellen, das interessiert niemanden. das glocknerresort kals-matrei ist inzwischen eine tolles produkt. wenn es allderdings nicht stärker marktorientiert beworben wird, sehe ich schwarz. ok?

      Zunigsee vor 3 Monaten

      @senf Hallo senf, das mag für den leider viel zu früh verstorbenen Kalser Bürgermeister Josef Bergerweiß gelten, mit Sicherheit aber nicht für Klaus Unterweger. Es gibt genügend dokumentierte Stellungnahmen von ihm, die belegen, dass er nahezu bis zum letzten Tag konsequent gegen die Schischaukel gekämpft hat: Da gibt es doch die Geschichte, dass er die naturkundefachlichen und ornithologischen Amtssachverständigen persönlich direkt zu den besten Brutplätzen für Rauhfußhühner (Auerhühner) in der Nähe der Seilbahntrasse in Kals hingeführt hat……Das hätte ein absolutes K.O.-Kriterium für die gesamte Schischaukel darstellen können.

      Und wenn du dich schon so gut auskennst, lieber senf, dann frag doch mal bei der Familie Schultz nach, ob sie das Schreiben noch hat, welches Klaus Unterweger damals an Dir. Heinrich Schultz sen. geschickt hat: Auch dieses soll nicht gerade eine Einladung gewesen sein, seitens der Unternehmensgruppe Schultz in Kals zu investieren, und das ist noch sehr höflich ausgedrückt……….

Flori98 vor 3 Monaten

In diesem Forum wird sehr viel geraunzt, geschimpft und kritisiert! Vielfach berechtigt, oft aber auch mit viel Negativdenken behaftet! Wir haben mit dem Nationalpark Hohe Tauern 1850 km² (davon 1100 km² Kernzone) unter strengsten Naturschutz gestellt, mit Natura 2000 die "meisten" Gletscherflüsse im nördlichen Osttirol geschützt. Da muss es erlaubt und ich meine sogar intensivst unterstützt werden, wenn ein Investor wie Schultz Millionen in bestehende Skigebiete zur Qualitätsverbesserung steckt! Mit nur "sanftem Tourismus" werden die vielen Zimmervermieter und Hoteliers auch in Zukunft nicht überleben, der Gast fordert Qualität bei Hotels, Zimmervermietern, Skigebieten, Gastronomiebetrieben, usw. Also nicht immer jammern und auf Skigebiete nördlich der Tauern hinweisen, wir können beides unseren Gästen anbieten: Unberührte Gebiete unter strengen Naturschutz und auch - kleine - Qualitäts(ski)gebiete außerhalb dieser geschützen Landschaften! Deshalb sollten diese Anreize für Investoren nicht immer so negativ gesehen werden, sondern sind wir froh, dass Betriebe bereit sind, der soviel Geld in Projekte zu investieren.

Hui Buh vor 3 Monaten

Boah, da Bätzing woa do, jetzt ist Osttirol gerettet, und wir wissen alle, was wir jetzt tun sollen!

Glaube nicht, dass der Schultz wieder so viel Geld in Osttirol investiert, um „bewusst und gezielt“ gegen die Vordenker, einen pensionierten Matreier Provinzpolitiker, oder einen pensionierten Alpenforscher (= Kulturgeograph) aus Kassel zu arbeiten?

Ich habe eher „den schweren Verdacht“, dass er dies tut, weil er an den Standort Osttirol glaubt und etwas weiterbringen will! Und darin ist er als Praktiker sicherlich wesentlich erfolgreicher, als so viele Theoretiker...

Auch Josef Brugger ist nur einer von den vielen selbsternannten „Experten“, die als ewige Besserwisser schon immer besser gewusst haben, wie's geht, aber selbst noch nie auch nur ein positives Projekt für die Allgemeinheit umgesetzt haben...grüne Theorie eben!

Sepp Brugger vor 3 Monaten

Nichts kapiert! Da wird nicht einmal nachgedacht geschweige denn vorgedacht sondern nur weitergewurschtelt wie bisher. Es wird trotz schneearmer Winter und zunehmendem Angebot bei geringerer Nachfrage weiterhin nur in den Lifttourismus investiert. Diese Beschlüsse des TVBO stehen im klaren Widerspruch zu den wissenschaftlich fundierten Vorschlägen, wie wir sie im Zuge der Veranstaltung von Vordenker für Osttirol letzte Woche von Prof. Werner Bätzing zur Aufwertung des Tourismus in Osttirol gehört haben. Ja ich habe den Verdacht, hier arbeiten einige bewusst und gezielt gegen diese positive Initiative für Osttirol. Sepp Brugger

    Mottinger vor 3 Monaten

    @ Schmunza Seppile: Bisch du hetz Tourismusexperte a schun, it lei a Griena? Woasch du ibahaup, wier a Goscht ausschaug und wos dei wellint? Weign an grian, deitschn Guru, wearma sicha in Tourismus it noi dafindn und wenn's noch dia gong wa, oft hiet ma heint koa Beschneiung und koa Schischaukel, weil du olm lei geign olls geweisn bisch! Sou schaugs aus.,

kritisch vor 3 Monaten

Das Hauptproblem an diesen Ideen ist wohl, sie kommen von gewissen Dampfplauderern, die man einfach nicht mehr sehen kann oder ihnen noch etwas glauben will oder kann. Es ist ja gut, wenn investiert wird. Nur dass WIR der Schultzgruppe soooo dankbar sein müssten, naja, so ganz uneigenützig wird das Herr Schultz wohl auch alles nicht betreiben. Finde ich schon eigenartig, dass man sich als Osttiroler immer einwenig als Bittsteller vorkommt. Aber kein Wunder, wenn man sich immer so klein gibt, anstatt gerade diesen Vorteil mal für die Zukunft zu nutzten. Irgendwann wird es nämlich heißen, "Klein aber Fein", denn der Mensch wird seine Auszeiten suchen. Die findet man aber nicht in den total überlaufenen Riesenskigebieten!!!

Nun denn, hinweg mit diesen Akteuren, Blanik und ihre roten Handaufheber können sie auch gleich mitnehmen und dann mit neuer, frischer und junger Kraft mal selbstbewußt Projekte ausverhandeln und ordentlich umsetzen. Dazu gehört für viele auch der Hochstein, der modernisiert mit Sicherheit auch nicht mehr der so schlecht dargestellte Klotz am Blanik-Bein wäre. Würde mich sowieso mal interessieren, was beim Zusperren mit der Sektion 1 samt unnötigem Osttirodler und der vorhandenen Beschneiungsanlage passieren wird. Etwa auch abbauen und mit Verlusten verscherbeln????? Zuzutrauen wäre es diesen Verantwortlichen ja noch, hat ja in den letzten Jahren eh fast kein Steuergeld gekostet...ausgegeben von den selben Leuten, die immer noch wild am Ruder herumreißen, da sie einfach nicht von der Macht lassen können. Denn wer wären sie denn dann noch....oh du armer Geist....

bergfex vor 3 Monaten

Mit Ausnahme der Beschneiung in Lienz betreffen fast alle Investitionen Schultz-Bergbahnen bzw. -Projekte. Würde der Kaiser auch den Schlossberg übernehmen ( hoffe nicht) würde Geld locker gemacht werden .

Marktl vor 3 Monaten

das letzte Aufgebot.

chiller336 vor 3 Monaten

haha i sag jetzt gar nix mehr ... vielleicht tut den herren die frühlingshafte temperatur nimma gut ... wir kommen sicher noch in eine faschingssendung - wetten?

neofexy vor 3 Monaten

Ernsthaft? Und die versprochen Marketinggelder gibts dann ab 2055. So viel wert sind die Versprechen des langzeit und ewig gestrigen Obmanns und seines Gefolges!

Schoene Dolomiten vor 3 Monaten

Eh klar, dass die immensen Investitionen eines Privatunternehmers in fast allen Teilen unseres Bezirkes, schon wieder schlecht gemacht werden, bevor sie überhaupt begonnen haben. Wo wäre die Osttiroler Nächtigungsstatik heute, ohne die Investitionen der Familie Hamacher in St. Veit i.D. und Lavant, der Familie Westreicher in Lienz, der Familie Lugger u.a. in Obertilliach oder der Familie Schultz in Sillian/Außervillgraten, in St. Jakob/St. Veit i.D. oder in Matrei i.O./Kals a.Gr.?

Das GroßglocknerResort Kals-Matrei hat zwischenzeitlich bereits rund ein Drittel aller Osttiroler Winterübernachtungen aufzuweisen! Wenn das keine Erfolgs-Geschichte ist, dann weiß ich nicht mehr?

Es geht bei diesem Infrastruktur-Paket aber nicht nur um Gebiete der Unternehmensgruppe Schultz, sondern es sollte auch am Zettersfeld stark investiert werden: Wenn man die beschlossenen Beiträge etwa an die Lienzer Bergbahnen AG zusammenzählt, so sollte diese sogar kumuliert mehr an Beiträgen erhalten, als die Unternehmensgruppe Schultz mit gesamt 4 Gesellschaften.

Wenn man auch noch die Übernachtungen, die beispielsweise die Familie Hamacher (rund 80 Tausend pro Jahr) oder die Familie Schultz (rund 80 Tausend alleine im Gradonna oder bis zu 45 Tausend im Sporthotel Sillian) mit einer Aufenthaltsabgabe von möglichen Euro 2,50 berechnet, so gehen alleine von diesen über 500.000,00 Euro an Aufenthaltsabgaben pro Jahr in das Budget des Tourismusverbandes Osttirol.

Wenn man so will, so zahlen sich alleine diese beiden erfolgreichsten Unternehmerfamilien im Osttiroler Tourismus ihre Beiträge, die sie für Golfplätze und Aufstiegshilfen erhalten(haben), weitestgehend selbst.

Zusätzlich profitiert ganz Osttirol von deren wertvoller Infrastruktur. Zudem kann man davon ausgehen, dass derart große Tourismusbetriebe im Beherbergungs- und Infrastrukturbereich auch ihr Marketing weitestgehend selbst bezahlen, da sie im Unterschied zu kleineren Anbietern über beträchtliche, eigene Werbebudgets verfügen.

Und schließlich muss noch festgestellt werden, dass Bestandteil des mit großer Mehrheit gefassten AR-Beschlusses (Grundsatzbeschluss) selbstverständlich auch Sexten-Sillian ist: Dieses wichtige Zukunftsprojekt wurde vor allem von AR Anton Tschurtschenthaler vom Feriendorf Hochpustertal mit anderen Aufsichtsräten zu Recht hineinreklamiert. So steht es übrigens auch im Protokoll der AR-Sitzung.

    chiller336 vor 3 Monaten

    vom zettersfeld kann i leider nix lesn - oder hast du einen anderen beitrag?

    Vision2000 vor 3 Monaten

    Sg. Schöne Dolomiten Deine Aufzählung verdienter Persönlichkeiten in Ehren ,aber man sollte doch nicht die vielen" kleinen Betriebe" in Osttirol vergessen ,die auch Tag täglich mit vollem Einsatz im Tourismus engagiert sind. Aber gerade diese Privatzimmervermieter, Hüttenwirte , Urlaub am Bauernhofe Betriebe, Nationalpark Partnerbetriebe fühlen sich von diesem Tourismusverband und deren Spitzenfunktionären völlig im Stich gelassen. Köll , Theurl und co. kennen wahrscheinlich ihre Mitgliedsbetriebe gar nicht . Sie werden dort so selten gesichtet wie ein Bär im Nationalpark. Aber gerade diese Betriebe muss man mit ins Boot holen ,um erfolgreich in einer Region Tourismus betreiben zu können. Sie tragen ganz wesentlich dazu bei ,aus einer Abwanderungsregion eine erfolgreiche Tourismusregion zu entwickeln.Ohne Einbindung der Bevölkerung werden alle auch noch so gut gemeinten Bemühungen kläglich scheitern. Man muss sich nur ein bißchen unter den Mitgliedsbetrieben umhören. Dieser Vorstand hat jegliches Vertrauen verloren.

    Kurgan vor 3 Monaten

    Naja, all die genannten Personen haben das ja nicht aus reiner Nächstenliebe getan. Zum einen gibt es hier fette Förderungen von seiten des TVBO (Golfplatz), zum andeen sind die Arbeitsplätze im niedrigen Lohnbereich angesiedelt. Und mich verwundert nicht, warum nur Leute aus der Stimmgruppe 1 aufgezählt werden... die anderen kennst wahrscheinlich nicht, weil sie nicht für dich wählen "Schoene Dolomiten, oder Gute Nacht OevP oder MeineMeinung oder wie du dich sonst so nennst. ;-)

bergfex vor 3 Monaten

......ein Investitionspaket, großteils für „Liftkaiser“ Heinz Schultz geschnürt, das den TVBO in Summe in den nächsten Jahren 4,17 Millionen Euro kosten könnte,.... Ich fass es nicht. Für die "eigenen" Angelegenheiten kein Geld, aber für den Kaiser rollt der Rubel.

Huettenwirt vor 3 Monaten

Dr. Föger wird seine Freude haben ... ob er die Osttiroler noch ernst nimmt ?

Ernstl vor 3 Monaten

Der Hochstein und die dreiköpfige Sterbebegleitung. Und es geht weiter.