Sozialsprengel: „Flugs“ unterwegs im Berufsalltag

Der Sozialsprengel Defereggental/Kals testete E-Car „Flugs“ und überlegt Fuhrparkumstellung.

„Der Test des Elektroautos war eine sehr interessante neue Erfahrung! Vor allem haben mir die ruhige, angenehme Fahrweise und das rasche Beschleunigen imponiert! Dass es kein Schaltgetriebe gibt, ist komfortabel und bei unseren vielen Bergstraßen auch von Vorteil“, meint die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Elfriede Liebhart zu „Flugs“.

Das Elektroauto wurde dem Sozialsprengel Defereggental/Kals von der Regionalenergie zu einem zweiwöchigen Test zur Verfügung gestellt. Die Testwochen fanden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden des Defereggentals und dem Regionsmanagement Osttirol statt – im Rahmen des Interreg Europe Projekts LAST MILE. Das Projekt soll die Mobilität im gesamten Tal attraktiver gestalten und GemeindebürgerInnen und Gästen eine Alternative zum eigenen PKW bieten. Um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, wird auf E-Mobilität gesetzt.

Das RMO arbeitet derzeit an der Elektromobilitätsstrategie Osttirol, um den Umstieg auf die E-Mobilität im Bereich der Personenbeförderung zu unterstützen. Eine wichtige Rolle spielen hier Unternehmen oder flottenstarke Institutionen und Organisationen, die den eigenen Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umstellen. Und gerade der Sozialsprengel sei dafür prädestiniert, heißt es in einer Presseaussendung.

Das Team des Sozialsprengel Defereggental/Kals hatte zwei Wochen Zeit, das E-Car „Flugs“ zu testen. Das Urteil fiel positiv aus. Foto: Sozialsprengel Defereggental/Kals

Obwohl die Pflegerinnen bei ihren täglichen Ausfahrten durch die Talschaft hauptsächlich Bergstraßen bewältigen müssen, hat das E-Car – ein Renault Zoe – überzeugt: „Selbst bergauf beschleunigt der ‚Flugs’ genauso spritzig wie ein gleichwertiges Benzin- oder Dieselfahrzeug. Besonders begeistert war ich von der Tatsache, dass mit einmal Aufladen um 3 Euro an die hundert Kilometer gefahren werden können“, erzählt Adelheid Gutwenger, die als Verwaltungsfachkraft des Sprengels auch das Fahrgefühl des „Flugs“ testen konnte.

Das E-Carsharing „Flugs“ ist in der Stadt Lienz und in Nikolsdorf stationiert und wird von der Regionalenergie Osttirol betrieben. Derzeit wird daran gearbeitet, das E-Carsharing-Modell in weiteren Osttiroler Gemeinden umzusetzen, neue Möglichkeiten für ein flexibles Mobilitätsangebot in der Region zu bieten und damit den Alltag mit E-Mobilität zunehmend im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.

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2 Postings bisher
caum12 vor 3 Monaten

Wie wär's, wenn das RMO mit dem Sozialsprengel Lienz/Thurn Kontakt aufnähme. Eine Institution wie diese wäre prädestiniert für die e-Mobiliät. Oder hört man hier auch wieder die stereotype Erklärung: "Zu teuer!" Die Stadt ist schon mit gutem Beispiel vorangegangen.

    senf vor 3 Monaten

    caum12@ es gibt in osttirol acht eigenständige sozialsprengel. jeder mit einer eigenen geschäftsführung, verwaltung, mit eigenen tarifen, löhne und und und. die einzige gemeinsamkeit scheint die homepage ( www.sozialsprengel.info) zu sein, für alles andere werden eigene süppchen gekocht - wahrscheinlich auch zu einem hohen preis! die idee, die versorgungsfahrten nun mit e-mobilität zu organisieren finde ich gut, würde aber organisatorisch und kostenmäßig billiger sein, wenn alles über eine zentrale laufen würde, die in osttirol leider fehlt. vielleicht sogar auch über die bezirksgrenze hinaus und tirolweit - ähnlich dem rettungswesen. ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass man sich von alt eingesessenen strukturen nicht loslösen will, weil dadurch logischerweise auch die politische macht der ortskaiser schrumpft. im gegensatz würde die effektivität dieser an sich wichtigen pflegeeinrichtung weiter steigen! übrigens: kann man pflege- und gesundheitsbedürfnisse tatsächlich in acht gebietssektoren fassen? ich glaubs nicht!