Eine Solar-Sonnenblume für die Sonnenstadt

Sonniger geht’s nicht! Zwei Osttiroler Firmen bauten einen recyclebaren Solar-Akku.

Am Mittwochvormittag, 12. Juli, wurde der Lienzer Bürgermeisterin ein wahres Unikat überreicht. Rita Feldner vom sozialökonomischen Betrieb s’Gwandtl und Martin Kollnig von sun.e-solution übergaben Elisabeth Blanik eine „Solar-Akku-Blume“ für die Stadtgemeinde. Es handelt sich dabei um eine solarbetriebene Ladestation, die von der Firma sun.e-solution entwickelt wurde. Akkus, Mobiltelefone und andere akkubetriebene Kleingeräte können mittels USB-Anschluss und Sonnenenergie aufgeladen werden. Die kreative Verzierung in Form einer Sonnenblume wurde im s’Gwandtl angefertigt.

Rita Feldner und Martin Kollnig überreichen Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (Mitte) ihr Unikat. Fotos: Dolomitenstadt/Roman Wagner

Nicht nur optisch ist die Solar-Blume ein Hingucker, auch die Leistung dieser Ladestation kann sich sehen lassen. Die Fläche der Solarzellen wurde so bemessen, dass ein Smartphone innerhalb von zwei bis drei Stunden vollständig aufgeladen werden kann. Die Solar-Blume verfügt über eine USB-Buchse, die auf eine Spannung von fünf Volt zurückgreifen kann.

Die Idee für diese besondere Blume kam von Jan Schäfer, der bei beiden genannten Betrieben für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, nachdem sich im vergangenen Jahr das „s’Gwandtl“ und „sun.e-solution“ dazu entschlossen hatten, ein außergewöhnliches Projekt zu starten. Man habe während der Planung dieses Produktes besonders darauf geachtet, „dass die Solar-Akku-Blume zeitgemäß und recyclebar ist. Sie ist komplett zerlegbar, sodass wir sie bei Bedarf auch um die Welt schicken können“, erklärt Kollnig.

Das Ziel sei es laut Schäfer gewesen, ein Produkt zu erschaffen, „das die Kompetenzen beider Betriebe, die doch in sehr unterschiedlichen Branchen tätig sind, verbindet. Es ist in erster Linie ein Marketing-Tool, das aber auch zeigt, dass Hightech und Kreativität durchaus zusammenspielen können.“ Mit der Solar-Akku-Blume wolle man zeigen, dass differierende Geschäftsfelder kein Widerspruch sein müssen. „Das sozial-ökologische Engagement, das Teil beider Firmenphilosophien ist, ist das verbindende Element“, so Schäfer.

Kollnig, Schäfer und Feldner präsentieren verschiedenste Ausführungen. Neben den Sonnenblumen gibt es auch Lade-Boxen aus Edelstahl oder Zirbenholz.

Für Feldner vom „s’Gwandtl“ ist die Solar-Blume ein gelungenes Geschenk an die Bürgermeisterin: „Eine Sonnenblume, betrieben mit Sonnenenergie für die Sonnenstadt – das passt doch.“ Blanik selbst zeigte sich von der Zusammenarbeit der beiden Betriebe beeindruckt: „Kooperationen wie dieser gehört zweifellos die Zukunft. Durch derartige Zusammenschlüsse entsteht ein neues Maß an Unternehmensstärke.“ Ihr Geschenk beurteilte sie als „sehr gelungenes Produkt“. Die Solar-Blume punktet auch durch ihre Pflegeleichtigkeit, so muss sich Blanik künftig nicht um das Blumengießen kümmern.

Wer ebenfalls Interesse an einer außergewöhnlichen Ladestation hat, kann seine eigene Solar-Akku-Blume im Naturladen des „s’Gwandtl“ für 200 Euro erstehen – erhältlich sind neben Sonnenblumen auch andere Ausführungen, wie zum Beispiel ein Steinpilz sowie eine Box aus Zirbenholz oder Edelstahl. Bei jedem Modell handelt es sich um ein Unikat, das auf Wunsch mit einer individuellen Gravur versehen werden kann.

Als nächsten Schritt wolle man laut Schäfer „das Produkt in den sozialen Netzwerken bewerben, um die Nachfrage zu steigern.“ Verschiedene Modelle können derzeit in der Ausstellung „Giftpflanzen“ im Strumerhof über Matrei betrachtet werden.

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