Geldregen und große Pläne für das BKH Lienz

Rund 25 Millionen Euro für Sanierung, Ausbau, Park- und Studienplätze.

Diese Woche einigten sich Landeshauptmann Günther Platter und die Obleute der Bezirkskrankenhäuser Tirols auf einen Finanztopf für Strukturinvestitionen. Speziell in den Krankenhäusern Lienz und Schwaz wird massiv investiert werden, das beschloss die Gesundheitsplattform des Tiroler Gesundheitsfonds, in der neben Bund, Land und Sozialversicherungsträgern auch Städtebund, Gemeindeverband, Krankenanstaltenträger, Patientenvertretung und Ärztekammer vertreten sind.

In das Bezirkskrankenhaus Lienz werden 24 Millionen Euro investiert, unter anderem in ein neues universitäres Ausbildungszentrum, in dem rund um das Thema Pflege ein Bachelorstudium angeboten wird. Damit wird es neben dem Campus Technik Lienz eine zweite vollwertige Uniausbildung in Osttirol geben. Es werden aber auch Vorsorgeflächen für ein Erstaufnahmezentrum geschaffen und das bodengebundene Notarztsystem für den Lienzer Talboden mit allen erforderlichen Räumlichkeiten am Krankenhausareal neu errichtet. Details zu diesen Vorhaben will der Obmann des Osttiroler Krankenhausverbandes, Andreas Köll, am Freitag bei einem Mediengespräch bekanntgeben.

In einer Aussendung des Landes sind einige Maßnahmen bereits aufgelistet. Die Ambulanzen für Innere Medizin und Unfallchirurgie sowie die interdisziplinäre Ambulanz werden demnach adaptiert. Die Abteilungen Gynäkologie und Geburtshilfe inklusive Kreißsäle sowie die interne Küche sollen saniert werden. Für künftige Verwaltungsaufgaben soll das alte Gebäude der Krankenpflegeschule adaptiert werden. Die Tiefgarage soll saniert und 272 zusätzliche Stellplätze geschaffen werden.

Im Rahmen des beschlossenen Strukturtopfes erhalten die Tiroler Bezirkskrankenhäuser in den Jahren 2017 bis 2019 zudem Förderungen in Höhe von 4,7 Millionen Euro zur Angleichung der ÄrztInnengehälter. Damit nicht genug: Kufstein, Lienz und St. Johann bekommen laut Landesregierung gemeinsam weitere 1,5 Millionen Euro für „investive Strukturmaßnahmen“.

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5 Postings bisher
Schoene Dolomiten vor 4 Monaten

Der zweite „vollwertige“ Uni-Standort? Wo ist der erste? Meinen Sie damit die „kleinste Universität der Welt“? Fünf Studenten derzeit, erst zwei Anmeldungen für Herbst und jetzt Verlegung nach Innsbruck? Was haben sich denn die Vordenker dabei gedacht?

Österreich vor 4 Monaten

Das Krankenhaus gehört weiter ausgebsut gleichzeitig gehört aber auch das Personal für die neuen Abteilungen während der Bauzeit gesucht und eingestellt von den Ärzten angefangen bis Schwestern und Pfleger .das es nicht solche zustände gibt eie am Anfang der Psychatrischen Abteilung.

    Osttiroler.. vor 4 Monaten

    Mit dem dringend notwendigen Ausbau des BKH Lienz sind keine neuen Abteilungen oder Fachschwerpunkte verbunden (es ist also nicht so, wie seinerzeit bei der Psychiatrie...). Es wird also im Wesentlichen auch kein zusätzliches Personal gebraucht (außer die „normalen“ Personalsteigerungen alljährlich sowie die zusätzlichen MitarbeiterInnen im krankenhauszentrierten Notarztsystem, im neuen Institut für Gesundheitsbildung mit FH Gesundheit und in der Ärzteausbildung neu mit der MedUni Innsbruck und der geplanten Medical School der Europaregion Tirol.

    Die Ärzte für die geplante Primärversorgungseinheit (eine Art Erstaufnahmezentrum in Netzwerkform oder Form eines selbständigen Ambulatoriums werden höchstwahrscheinlich aus dem niedergelassenen Bereich kommen, wobei die bezirksweite Vernetzung mit möglichen anderen peripheren PHC-Teilstandorten (die Versorgungsregion Osttirol erhält ja nur eines von 6 geplanten PHC in Tirol) , die Kassenvertragssituation und weitere Details in einem eigenen Konzept zu klären sein werden...

    Jedenfalls ist dieses ambitionierte Ausbauvorhaben ein Meilenstein für Osttirol/ Oberkärnten (es werden ja z.B. auch rd. 180 neue Parkplätze geschaffen) und kann man dafür der Landespolitik mit LH Günther Platter als Finanzreferent und LR DI Dr. Bernhard Tilg als Gesundheitsreferent nur dankbar sein. Auch die Verantwortlichen im Bezirk haben sehr gut und geschickt verhandelt, zumal es ja auch noch zusätzliche laufende Mittel für die Ärztegehälter neu sowie die Bedienung dieser hohen Investitionen gibt...

      hubert vor 4 Monaten

      Danke A.K. für deine Ausführungen!

Hot doc vor 4 Monaten

Hoffentlich haben Sie noch genug Aerzte ?