Olympia-Votum verteuert die Abwicklung der Wahl

Eigene Wahlkabinen werden benötigt. Lienz kalkuliert mit 17.000 Euro Mehrkosten.

Zeitgleich mit der Nationalratswahl wird in Tirol auch darüber abgestimmt, ob die Bevölkerung eine 20 Millionen Euro teure Bewerbung für eine weitere Olympiade in Innsbruck haben möchte. Da diese Volksbefragung – deren Fragestellung angefochten werden soll – nach der Landtagswahlordnung abgewickelt wird, gelten an diesem Tag zwei Wahlordnungen und das verhindert, dass man einfach einen zusätzlichen Zettel mit in die Wahlkabine nimmt. Für die Olympia-Abstimmung werden in jedem Wahllokal eigene Wahlzellen und natürlich auch separate Urnen benötigt. Auch der Auszählungsvorgang verkompliziert sich.

Die Stadt Lienz kalkuliert vor allem durch den Ankauf neuer Kabinen mit 17.000 Euro Mehrkosten, von denen etwa 5.500 Euro (50 Cent pro Wahlberechtigtem) vom Land zurückerstattet werden. Allerdings habe das Ganze auch sein Gutes, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik bei der Gemeinderatssitzung am 12. September: „Wir können die alten Holzkabinen nachher ausmustern. Die neuen Kabinen sind aus Metall und barrierefrei.“ Das bedeutet, für Rollstuhlfahrer kann das Pult zum Ausfüllen des Stimmzettels abgesenkt werden.

Für Nationalratswahl und Olympia-Abstimmung werden jeweils eigene Kabinen benötigt. Lienz kauft neue und nutzt die Gelegenheit, um die alten auszumustern. Foto: Expa/Feichter
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1 Posting bisher
bergfex vor 2 Monaten

Warum kann man eine so unwichtige Abstimmung nicht über Internet machen ?