Rapid-Goalie Bernhard Leitner musste gegen Debant zweimal den Ball aus den Maschen holen. Dennoch gelang den Dolomitenstädtern in den letzten Minuten der Ausgleich. Fotos: Brunner Images

Rapid-Goalie Bernhard Leitner musste gegen Debant zweimal den Ball aus den Maschen holen. Dennoch gelang den Dolomitenstädtern in den letzten Minuten der Ausgleich. Fotos: Brunner Images

Rapid Lienz und Debant teilen sich die Punkte

Erst in der letzten Viertelstunde glichen die Gastgeber zum 2:2 Unentschieden aus.

Die Derbies in der Unterliga West bleiben die Zuschauermagneten des Osttiroler Fußballs. Nachdem knapp 1200 Besucher in der Vorwoche das Spiel zwischen Matrei und Rapid Lienz verfolgt hatten, fanden sich am 14. Oktober rund 800 Besucher im Dolomitenstadion Lienz ein, um die Partie zwischen den Grünweißen und dem FC-WR Nußdorf-Debant zu verfolgen. Die Gäste aus der Debant begannen das Derby sehr aggressiv und zwangen die Hausherren durch ihr frühes Pressing zu zahlreichen Fehlern im Spielaufbau. Mit ihrer Spielweise erstickten die Debanter die Offensivbemühungen der Dolomitenstädter bereits im Keim.

Derby-Stimmung im Lienzer Dolomitenstadion. Das Match Debant gegen Lienz zog 800 Zuschauer an. Fotos: Bunner Images

Nach 25 Minuten war Rapid-Trainer Manfred Niederwieser zur ersten Umstellung gezwungen. Dominik Müller konnte verletzungsbedingt nicht mehr weitermachen und wurde durch Manuel Amoser ersetzt. Nach 37 Minuten gingen die Gäste zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient in Führung. Nach einem Lattenschuss von der Strafraumgrenze schaltete Thomas Infeld am schnellsten und schoss aus vermeintlicher Abseitsposition zum viel umjubelten 1:0 ein. Praktisch im Gegenzug kamen die Grünweißen zu ihrer ersten Halbchance. Florian Neumeister setzte sich auf der rechten Seite durch, sein Stanglpass fiel aber dann zu ungenau aus und die Debanter bereinigten die Situation. Wenig später ging ein Kopfball von Florian Neumeister nach einer Flanke von Oliver Steiner deutlich über das FC-WR Tor.

In der Schlussminute der ersten Halbzeit hatten die Gäste den zweiten Treffer auf dem Fuß. Aus verdächtiger Abseitsposition startend, lief Thomas Infeld alleine auf das Lienzer Tor zu, schloss aber dann zu überhastet ab und der Ball ging am Gehäuse vorbei. Mit der knappen Gästeführung schickte Schiedsrichter Karl Stark beide Mannschaften in die Kabinen.

Bis zum Schluss wurde um jeden Meter Boden gekämpft. Das Unentschieden entsprach letztlich dem Spielverlauf.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Charakter des Spieles. Die Hausherren, allen voran Christopher Korber, bemühten sich zwar redlich, spielten aber gegen die gut stehende Debanter Abwehr keinerlei Torchancen heraus. Zwar kam nach rund einer Stunde Spielzeit mit Mustafa Farhad eine zweite Sturmspitze bei den Rapidlern ins Spiel, aber auch Farhad konnte sich vorerst kaum in Szene setzen.

Quasi mit Beginn der „Rapid-Viertelstunde“ kamen die Gäste dann zu ihrem zweiten Treffer. Zunächst eroberte sich Dominik Tagger nach einem Fehler im Lienzer Spielaufbau den Ball. Seinen Stanglpass knallte Martin Neunhäuserer lediglich an das Aluminium. Wenige Sekunden später wurde Dominik Sporer ideal auf die Reise geschickt und schoss eiskalt zum 2:0 für den FC-WR ein. Ein Großteil der Zuseher dachte, dass damit die Partie wohl endgültig gelaufen sei, aber die Hausherren steckten nicht auf und wurden fünf Minuten vor dem Schlusspfiff für ihre Bemühungen belohnt.

Einen abgewehrten Angriff der Gäste nützten die Dolomitenstädter zu einem schnellen Konter. Der unermüdlich kurbelnde Christopher Korber spielte den Ball schnell auf Oliver Steiner weiter und dessen Stanglpass verwertete Patrick Eder zum 2:1 Anschlusstreffer. Und in der 89. Minute sorgte der Rapid-Kapitän höchstpersönlich doch noch für ein Happy End aus Lienzer Sicht. Der eingewechselte Dominic Girstmair brachte eine weite Flanke vor das Debanter Tor, Manuel Eder tauchte mutterseelenallein vor Marco Ortner auf und stellte auf 2:2.

Kurz darauf beendete der Unparteiische das Spiel und während sich die Gäste über den vergebenen Sieg ärgerten, überwog bei den Dolomitenstädtern die Freude über einen gewonnenen Punkt.

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