Vorzugsstimmen: Webhofer vor Hauser und Blanik

Erfolgsbilanz der ÖVP und Ausblick auf den nächsten Wahlgang im Februar.

Der Gaimberger Bürgermeister Bernhard Webhofer ging nach Auszählung aller Vorzugsstimmen im Bezirk Osttirol mit riesigem Abstand als erster durch das Ziel. Webhofer erreichte bei der Nationalratswahl auf der Landesliste mit 1.840 Vorzugsstimmen sogar ein besseres Resultat als die Listenerste der Tiroler ÖVP, Kira Grünberg, und setzte auf der Regionalliste mit weiteren 4.482 Stimmen noch einmal eins drauf.

Gemessen am relativen Stimmenanteil liegt der Gaimberger sogar vor dem Tiroler Vorzugsstimmen-Krösus Andrä Rupprechter. Webhofer erhielt von jedem dritten VP-Wähler im Bezirk auch eine Vorzugsstimme und liegt sogar in der Stadt Lienz nur knapp hinter Elisabeth Blanik.



Den insgesamt zweiten Platz hinter Webhofer belegt mit 2.795 Vorzugsstimmen im Wahlkreis Osttirol der Freiheitliche Nationalratsabgeordnete Gerald Hauser, der auch auf Landesebene 641 Mal angekreuzelt wurde. Die Lienzer SPÖ-Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, die auf der SPÖ-Landesliste nicht zur Wahl stand, eroberte den dritten Platz mit 1.728 Stimmen auf der Bezirksliste. ÖVP-Wirtschaftsbündlerin Silke Steiner hatte sich ebenfalls engagiert in die Schlacht geworfen und erzielte einen Achtungserfolg, mit 243 Stimmen auf der Landesliste und 812 Stimmen im Regionalwahlkreis.

Erfolgsbilanz in Schwarztürkis – Bernhard Webhofer (links) und Martin Mayerl hatten aus ihrer Sicht nur Erfreuliches zu berichten. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Bei einem Pressegespräch im Lienzer VP-Hauptquartier zogen Bernhard Webhofer und  ÖVP-Bezirksobmann Martin Mayerl eine selbstbewusste Erfolgsbilanz. Die Osttiroler Schwarztürkisen fuhren das beste ÖVP-Ergebnis aller Regionalwahlkreise in Österreich ein. Es hätte sogar noch besser sein können. „Alle Bürgermeister haben Rundschreiben verschickt und für die ÖVP mobilisiert, bis auf einen“, erklärte Mayerl. Der Ausreißer war Dietmar Ruggenthaler in Virgen, dessen Gemeinde auch prompt an die Freiheitlichen fiel, als einzige im Bezirk. Auf die wachsenden Erfolge der Freiheitlichen im Iseltal will man im Landtagswahlkampf reagieren. Denn nach der Wahl ist vor der Wahl.

Martin Mayerl wird im Februar wieder für den Landtag kandidieren, als Spitzenkandidat des Bauenbundes, Bernhard Webhofer kandidiert nicht: „Ich konzentriere mich jetzt wieder auf meine Gemeinde und unterstütze Martin.“ Die Liste für die Landtagswahl wird im Reißverschluss-System erstellt werden, also muss nach Mayerl eine Frau gereiht werden. Am 27. Oktober nominieren die Teilorganisationen der Bezirks-ÖVP ihre Kandidaten und Kandidatinnen, am 13. November tagt die Bezirksparteileitung und legt fünf weitere Namen fest, die von einer Reihungskommission gereiht werden und dann für den Bezirk ins Rennen gehen.

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9 Postings bisher
Ceterum censeo vor 4 Wochen

Bei der Listenerstellung zur kommenden Landttagswahl haben die Parteigranden der "Neuen ÖVP" eine große Chance verwirkt: Und zwar wäre es wirkungsvoller gewesen, statt im e i g e n e n Zirkel zu entscheiden, eine b r e i t e r e Basis - vor allem auch die Parteimitglieder - zu befragen, oder zumindest in Versammlungen zu erkunden und abstimmen zu lassen,- wer Osttirols Interessen im Landtag in Innsbruck vertreten soll. Die jetzt gewählte Vorgangsweise ist leider der Uralt-Stil der vergangenen Jahre. Warum wohl konnte Sebastian Kurz bei der NR-Wahl einen fulminanten Erfolg einfahren? Er hat die Zeichen der Zeit erkannt!

    tauernwind vor 4 Wochen

    Und hoffentlich erkennen und respektieren "die Alten" den Grund des Erfolges und lassen Hr. Kurz mal machen, ich befürchte jedoch was anderes 😞

Thomas28 vor 1 Monat

Kann mich an solo11 nur anschließen. Warum wohl haben die Nordtiroler dagegen gestimmt, vorallem im städtischen Bereich?

solo11 vor 1 Monat

😡Zum Thema Olympiabewerbung nur folgendes:Herr Mayerl findet es traurig die die Mehrheit der Tiroler eine Olympiabewerbung abgelehnt hat.Die Nordtiroler wissen genau warum sie dagegen gestimmt haben.Die Osttiroler knapp dafür.Entweder hat mancher hier den Wahlzettel verkehrt herum gehalten oder er hat nicht kapiert um was es geht.Was hätte Osttirol von einer Olympiade in Nordtirol?Und warum tut es Herrn Mayerl so leid?Ist er eigentlich Nord oder Osttiroler?Ach ja.Es stehen Wahlen an in Tirol.Da muss man schon a bissl Nordtirolerisch denken wenn man wieder in den Landtag will.Mir st...... so manche Politiker schon bis zum Himmel.

    Thomas28 vor 1 Monat

    Osttirol hätte gar nichts von der Olympiaaustragung, in Nordtirol würde man das Geld in neue Anlagen (Lifte, Pisten, Hallen etc.) pumpen und Osttirol bleibt auf der Strecke. Und auf die Werbung kann ich gern verzichten. Osttirol würde hier, wenn überhaupt, kleine Nebenrolle spielen.

Thomas28 vor 1 Monat

Ein Bravo an Dietmar Ruggenthaler!

tauernwind vor 1 Monat

...immer das gleiche Spiel

wenn Bundeswahlen gut verlaufen rühmen sich auch die Bezirks- und Landesherren,

wenn Bundeswahlen schlecht verlaufen hat die Bundespolitik plötzlich nichts mit der Landes- und Bezirkspolitik zu tun......

Und Bravo Hr. Ruggenthaler, als würde es nicht schon reichen wenn von jeder zweiten Straßenlaterne jemand herunter grinst, nein es werden mit unseren Steuern auch noch umweltschädliche Postwürfe finanziert.

Ich wäre sowieso dafür, daß Wahlwerbung auf TV, Radio, Internet und Infoveranstaltungen beschränkt wird, kostet zwar auch aber ich muss es nicht entsorgen bzw. nimmt es mir beim Autofahren nicht die Sicht.

    bergfex vor 1 Monat

    @tauernwind, volle Zustimmung. Und dann bitte diese Grinsegesichter sofort am nächsten Tag entfernen. Es wird sie wohl jemand angebracht haben, also auch wegräumen.

Kurgan vor 1 Monat

Auf Listenplatz 2 wird sich dann ja wohl hinter Mayerl die Silke Steiner sehen. :-) Auf mehr Wahlkämpfe kommt im ganzen Bezirk niemand. :-D