In Not geratene LienzerInnen nutzen Notschlafstelle

Angebot wird gut angenommen – zwei bis drei Stammgäste, keinerlei Zwischenfälle.

Seit 15. Dezember letzten Jahres finden bis zu zwölf wohnungslose Personen Schlafmöglichkeiten im ehemaligen „Sporthotel Lienz“. Nach einem Monat zieht man bei der Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) eine positive Zwischenbilanz. „Vorweg muss natürlich gesagt werden: Je weniger Personen dieses Angebot in Anspruch nehmen müssen, desto besser“, so Wiki Pil, Mitarbeiter der TSD und Mitverantwortlicher der Notschlafstelle Lienz.

„Wir haben aber im Moment zwei bis drei Stammgäste, die regelmäßig in der Notschlafstelle übernachten. Insgesamt gibt es noch ungefähr drei weitere Personen, die unser Angebot ebenfalls in Anspruch nehmen — aber nicht regelmäßig“, erklärt Pil. Diese Zahlen lasse man bei der TSD kommentarlos stehen, habe man dieses Vorhaben doch ohne jegliche Erwartungen in Angriff genommen. „Je mehr Menschen wir helfen können, desto besser“, so Pil.

Ein ehemaliges Hotel fungiert derzeit als Notschlafstelle für obdachlose Menschen in der Stadt Lienz. Foto: Dolomitenstadt/Zanon

Auch die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik stimmen die jüngsten Entwicklungen positiv: „Bei den regelmäßigen Gästen handelt es sich ausschließlich um in Not geratene Lienzer und Lienzerinnen, bisher sind uns auch keinerlei Zwischenfälle gemeldet worden. Wir sind froh, den Betroffenen mit dieser Einrichtung eine Bleibe über Nacht und warme Mahlzeiten bieten zu können.“

Während ihrer Aufenthalte in Räumlichkeiten des ehemaligen Sporthotels werden die Gäste von einem Mitarbeiter der TSD betreut. Abendessen und Frühstück liefert das Rote Kreuz an. Die von der TSD betriebene Notschlafstelle Lienz wird vom Land Tirol und der Stadt Lienz finanziert und ist noch bis 31. März 2018 täglich von 18 Uhr bis 8 Uhr geöffnet. Einlass ist von 18 bis 20 Uhr (allenfalls bis 22 Uhr).

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