Der Erzbischof, der Künstler und die Osttiroler Abordnung bei der Ordensverleihung in Salzburg. Foto: Brunner Images/Markus Mayr

Der Erzbischof, der Künstler und die Osttiroler Abordnung bei der Ordensverleihung in Salzburg. Foto: Brunner Images/Markus Mayr

Videoreport: Päpstlicher Orden für Jos Pirkner

Der Erzbischof von Salzburg überreichte dem Künstler eine hohe Auszeichnung.

Jos Pirkner ist Professor h.c., Ehrenringträger der Stadt Lienz und hat auch sonst einiges an Ehrungen erlebt. Doch ein Orden, den der Papst verleiht, übergeben durch den Erzbischof von Salzburg, Franz Lackner, in dessen Räumlichkeiten nahe dem Dom der Mozartstadt – das war selbst für einen vielfach Ausgezeichneten ein besonderer Moment.

Pirkner, der im Dezember 2017 seinen 90. Geburtstag feierte, war vor allem im vorigen Jahrhundert ein Künstler mit starkem Bezug zu sakralen Themen. Das Mosaik über dem Eingang der Lienzer Klosterkirche und deren Hauptaltar, die Türen der Pfarrkirche St. Andrä und deren Volksaltar, das große Glasfenster der Pfarre zur Heiligen Familie, Priester- und Familiengräber – die Liste der großteils monumentalen Arbeiten ist lang und selbst in den USA steht eine monumentale Bischofsstatue des Osttiroler Bildhauers.

Zu den jüngsten Arbeiten mit sakralem Bezug zählt ein Beitrag für die sogenannte „Himmelsterrasse“ der Pfarre Mülln in der Stadt Salzburg. Und diese Pfarre war es auch, die das Ansuchen an Papst Franziskus stellte. Der verlieh dem in Tristach bei Lienz lebenden Künstler nicht irgendeine Auszeichnung, sondern den höchsten für Privatleute vergebenen Orden der römisch katholischen Kirche. Franziskus ernannte Jos Pirkner zum „Cavalliere di San Silvestro Papa“, eine Art Ritterschlag, der mit allerhand Privilegien verbunden ist.

Wie die anderen Ritter des Päpstlichen Silvesterordens dürfte Pirkner ab sofort im Vatikan nicht nur einen Degen tragen, sondern auch mit einem Pferd die Stufen des Petersdomes hinaufreiten! Er versicherte bei der Verleihung glaubwürdig, dass er kein Ross satteln werde. Wer ihn kennt, zweifelt aber kaum daran, dass er es könnte, wenn er wollte.

Gewohnt agil nahm der Künstler die Auszeichnung entgegen, beklatscht von persönlich geladenen Ehrengästen, darunter auch einer starken Abordnung aus Osttirol. „Sie haben durch ihre Werke der Botschaft des Evangeliums ein Gesicht gegeben“, sagte Diözesankonservator Roland Kerschbaum in seiner Laudatio. Dolomitenstadt-Reporter Peter Werlberger war mit der Kamera dabei.

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7 Postings bisher
dacapo

Vielleicht baut Prof. Pirkner doch noch das alte Rathaus um .....

Pichlerj

Die Stadt Lienz hat nicht nur die Chance, sondern sie ist gefordert, das von Jos Pirkner kunstvoll entworfene Brunnen-Projekt für den Hauptplatz in Lienz zu verwirklichen. Es gibt seit Jahren ein anschauliches Modell. Diese Brunnenkomposition ist perfekt für den Hauptplatz geschaffen. Wie lange will die Stadt Lienz noch mit den Auftrag an Jos Pirkner zuwarten? ⁉

    F_Z

    davon hab ich noch nix gehört ? wo gibts denn das Modell oder Infos zu dem Projekt?

somirnixdirnix

...(...)...end-l-ich !?? vor ...(...)... ewig-l-ich !??

caum12

Ich denke, die Stadt Lienz hätte nicht nur die Chance, sondern in gewissem Sinn sogar die Pflicht, durch Jos Pirkner - zusätzlich zu den vielen kleinen und mittelgroßen 'Blickfängen' - noch einmal ein monumentales Alleinstellungsmerkmal schaffen zu lassen. Ort: Mitteregger Kreuz, wo sich praktisch alles begegnet, was in Lienz aus und eingeht bzw. -fährt. Jos hätte es sich verdient! Herzliche Gratulation!

senf

Er ist halt doch ein Phänonem, der Jos. Gratulation!

hoerzuOT

Herr Pirkner ist ein toller Typ und hat unfassbar viel erreicht---!! Bravo und herzliche Gratulation!!!