Virgen jubelt – Lienz liegt am Boden. Fotos: Brunner Images

Virgen jubelt – Lienz liegt am Boden. Fotos: Brunner Images

EC Virgen entscheidet erstes Finale für sich

Die Wölfe errangen gegen den UEC Lienz in der Eisarena Huben einen verdienten 5:3 Erfolg.

Wie schon im entscheidenden Halbfinalspiel gegen die Black Devils Prägraten, legten die Virgener auch im Spiel am 18. Februar gegen die Eislöwen bereits in den ersten zwanzig Minuten den Grundstein für ihren Sieg.

Von Trainer Zdenek Eichenmann taktisch hervorragend eingestellt, agierten die Wölfe von Anfang an konzentriert und aggressiv. Bereits in der vierten Spielminute wehrte Lienz Keeper Dominik Tiefnig einen Weitschuss von der blauen Linie nur kurz ab – Arno Gasser sagte artig „Danke“ und schoss zum 1:0 ein. Kurz darauf sorgte der Head Referee mit zwei Entscheidungen für einigen Unmut unter den Virgener Fans: Zunächst wurde ein Treffer von Marco Gasser nicht anerkannt, nachdem der Unparteiische kurz zuvor unverständlicherweise das Spiel unterbrochen hatte. Wenige Augenblicke später sprang die Scheibe, nachdem sie die Torlinie überschritten hatte, wieder aus dem Lienzer Tor heraus. Der Schiedsrichter entschied auf Weiterspielen.

Diesem Treffer von Marco Gasser blieb die Anerkennung versagt.

Die Wölfe steckten diese Entscheidungen rasch weg und erhöhten nach 14 Minuten auf 2:0. Der hinter dem Tor auftauchende Marco Gasser brachte den Puck nach vorne, Arno Gasser schoss aus kurzer Distanz ein. Die Eislöwen hatten dem danach groß aufspielenden Gastgeber wenig entgegenzusetzen und mit einem Doppelschlag binnen weniger Sekunden stellten die Wölfe frühzeitig die Weichen für einen Sieg. Manuel Gasser schickte mit einem Zuckerpass aus dem eigenen Verteidigungsdrittel Marco Gasser auf die Reise, dieser lupfte die Scheibe zum 3:0 ins Tor. In einem Überzahlspiel erhöhte Bernhard Hertscheg auf 4:0 für den EC Virgen. Für den ersten und zugleich einzigen Hoffnungsschimmer aus Sicht der Eislöwen im ersten Drittel sorgte in der 18. Minute Florian Kaindl – er verkürzte im Powerplay auf 4:1.

Kurz nach Beginn des Mitteldrittels wurde die Partie wieder richtig spannend: Christian Wernisch schloss einen Alleingang mit dem Treffer zum 4:2 ab und brachte damit seine Mannschaft wieder ins Spiel. Die Wölfe ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und mit einer kämpferischen Großleistung und einem extrem stark agierenden Keeper Matthias Berger vereitelten sie die Lienzer Offensivbemühungen immer wieder erfolgreich. Nach einem energischen Antritt brachte Marco Gasser die Scheibe ideal zum vor dem Lienzer Tor lauernden Stefan Gasser und dieser schoss zum 5:2 ein. Die Eislöwen verzettelten sich danach in Einzelaktionen und so ging es mit diesem Spielstand in den Schlussabschnitt.

In diesem zogen sich die Hausherren etwas weiter zurück und legten ihr Hauptaugenmerk auf eine konzentrierte Defensivarbeit. Die Eislöwen waren in dieser Phase zwar spielbestimmend, setzten sich aber gegen die mit einem unbändigen Siegeswillen ausgestatteten Virgener nicht durch. So blieb der Anschlusstreffer von Christian Wernisch, der einen Schuss unhaltbar zum 5:3 Endstand abfälschte, bis zur Schlusssirene der einzige Lichtblick aus Lienzer Sicht. Kurz vor Ende der Partie vergab dann noch Bernhard Hertscheg die Riesenchance auf den sechsten Virgener Treffer. Am Ende kannte der Jubel auf Seiten der Wölfe und ihrer Fans keine Grenzen mehr.

Damit stehen die Lienzer Eislöwen im zweiten Finalspiel am 23. Februar mächtig unter Druck. Nur mit einem Heimsieg können sie die Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung weiter am Leben erhalten, bei einer neuerlichen Niederlage würde der Meistertitel an den EC Virgen gehen.

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