Landesregierung mit Effekt der Blockabfertigung zufrieden

Trotz starker Reisetage im Mai sei ein totaler Verkehrsinfarkt wie im Vorjahr ausgeblieben.

Sieben LKW-Blockabfertigungen in 14 verkehrsintensiven Tagen und kein totaler Verkehrsinfarkt auf den Tiroler Autobahnen, wie noch zu Pfingsten des vergangenen Jahres – das nimmt die Tiroler Landesregierung zum Anlass für ein positives Resümee: „In den vergangenen zwei Wochen zeigte die Blockabfertigung ihre volle Wirkung. Der Verkehrsfluss entlang der Inntalautobahn wurde aufrechterhalten. Verkehrs- und Versorgungssicherheit waren trotz starken Verkehrsaufkommens durchwegs gegeben“, erklärt Landeshauptmann Günther Platter. Dass an besonders risikoreichen Tagen auch alle Zu- und Abfahrten durchgehend befahrbar waren, zeige, dass die Blockabfertigung das richtige Mittel sei. Schon ihre Ankündigung führe zu Reaktionen der Frächter, die aufgrund potenzieller Zeitverluste andere Routen wählen würden.

Zufrieden ist auch der Leiter der Abteilung Verkehrsrecht des Landes Tirol, Bernhard Knapp: „Trotz der vielen Feiertage im Mai und den damit verbundenen starken Reisetagen und geballten Transporttagen ist es gelungen, eine Überbelastung auf unseren Autobahnen zu verhindern. Die Erfahrung der Exekutive bei der Dosierung in Kufstein und der abgestimmte Einsatz zwischen dem Land Tirol und der Polizei haben für vergleichsweise reibungslose Verkehrsabläufe gesorgt.“

In Kufstein ist für die schweren Brummer das Nadelöhr. Dort werden die LKW gezählt und blockweise abgefertigt. Foto: Expa/Jakob Gruber

An Verlagerung auf Schiene führe dennoch kein Weg vorbei, unterstreicht Platter einmal mehr: „Es kann nicht sein, dass Tirol die Hauptlast des alpinen Güterschwerverkehrs auf der Straße ertragen muss.“ Deshalb werde auch künftig an der Blockabfertigung festgehalten.

Platters Stellvertreterin Ingrid Felipe kündigt in den nächsten Wochen Stichprobenkontrollen bei LKW zur Vermeidung von Abgasmanipulationen an und setzt einige Erwartungen in den Verkehrsgipfel am 12. Juni in Bozen: „Die Ergebnisse der vergangenen zwei Wochen fließen in die Gesamtevaluation ein, auf Basis derer wir weitere Maßnahmen planen und den Dosierkalender im Laufe des weiteren Jahres gestalten. Die Tiroler Landesregierung wird alles daran setzen, den überbordenden Transit zu bekämpfen. Aber es müssen endlich auch Maßnahmen von unseren Partnerregionen umgesetzt werden.“ Man erwarte klare Ansagen aus Brüssel, Rom und Berlin.

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