In Assling erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 6b mehr über traditionelle Kulturarten – hier zum Beispiel über Roggen und Kartoffeln. Fotos: Christian R. Vogl

In Assling erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 6b mehr über traditionelle Kulturarten – hier zum Beispiel über Roggen und Kartoffeln. Fotos: Christian R. Vogl

Gymnasium: Die Klasse 6b sagt „Sind im Garten!“

Lienzer Schülerinnen und Schüler erforschten die Bauerngärten Osttirols.

Eine Woche lang war die Klasse 6b des BG/BRG Lienz nicht im Schulgebäude, sondern in den Bauerngärten Osttirols anzutreffen. Gemeinsam mit den LehrerInnen Renate Hölzl, Hansjörg Schönfelder, Klassenvorstand Arno Oberegger sowie einem Team von WissenschaftlerInnen der Universität für Bodenkultur (Brigitte Vogl-Lukasser, Christian R. Vogl), stand Schule im Garten am Programm.

Die bäuerlichen Hausgärten Osttirols sind ein charakteristischer Bestandteil der Osttiroler Kulturlandschaft. Was Kulturlandschaft ist, aus welchen Strukturelementen sie besteht und was daran ökologisch wertvoll und schützenswert ist, erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Christian Ragger und Oliver Stöhr vom Büro REVITAL für Integrative Naturraumplanung. Die Gestaltung der Kulturlandschaft und die Erhaltung der Agrarbiodiversität durch biologisch wirtschaftende Bäuerinnen und Bauern wurden hautnah am Betrieb der Familie Pondorfer in Dölsach erkundet.

Die 6b-Klasse besuchte unter anderem Waltraud Holzer am Latscheider Hof.
Franziska Lanz (Vitalpinum) erklärt die Herstellung von Naturkosmetika.
Eifrig werden die Techniken des biologischen Gartenbaus diskutiert.

Gemeinsam mit Brigitte Vogl-Lukasser besuchte die Schulklasse Gärten in Assling, befragte Gärtnerinnen zu ihrer Motivation und lernte traditionelle Kulturarten und Techniken des biologischen Gartenbaus kennen. Danach ging es in die Tiefen unterhalb der Gärten. Einen Tag lang studierten die Schülerinnen und Schüler mit Marie-Luise Wohlmut Bodenphysik, Bodenchemie, Bodenbiologie und Aspekte des Bodenschutzes in Gärten. Am Latscheider Hof erfuhren sie dann von Waltraud Holzer, welche Heilkraft „Beikräuter“ haben, und wie man daraus Kräutersalz, -essig und -seifen herstellt. Schließlich erklärten Birgit Berger und Franziska Lanz im Vitalpinum die Destillation sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, deren wirtschaftliche Bedeutung und die Herstellung von Naturkosmetik – aus Pflanzenarten, die wir auch aus dem Garten kennen.

Organisiert wurde die Woche im Rahmen des Sparkling Science Projektes „Homegrown – Nothing like a homegarden“ (Agrar-Bio-Diversität in bäuerlichen Hausgärten Osttirols). Übrigens werden Osttiroler Gärten derzeit in einem Forschungsprojekt auf ihre Veränderung in den vergangenen 20 Jahren untersucht. Ergebnisse dazu wird es im Herbst 2019 geben. Die Erhebungen dazu laufen und auch hier sind SchülerInnen des BG/BRG Lienz im Rahmen vorwissenschaftlicher Arbeiten integriert.

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