Großvenediger: Nächtliche Bergung am Nordgrat

Zwei erschöpfte deutsche Bergsteiger setzten in 3.400 Metern Seehöhe den Notruf ab.

Ihr Vorhaben, den Großvenediger (3.666 Meter) über den Nordgrat zu besteigen, mussten ein 75-jähriger Münchner und sein 15-jähriger Sohn am 21. August 2018 vorzeitig abbrechen. Die beiden Bergsteiger scheiterten an einer schwierigen Schlüsselpassage und kehrten um. Oberhalb des sogenannten „Meynowschartl’s“ in 3.400 Metern Seehöhe verstiegen sie sich. Mittlerweile völlig erschöpft, kamen Vater und Sohn in der steinschlaggefährdeten Wand nicht mehr weiter und setzten einen Notruf ab.

Foto: Bergrettung Neukirchen am Großvenediger

Da ein Hubschraubereinsatz nicht mehr möglich war, mussten 14 Einsatzkräfte der Bergrettung Neukirchen bei teilweise starkem Regen zu Fuß aufsteigen. Nach Mitternacht erreichten die Retter die beiden deutschen Bergsteiger. Wegen akuter Steinschlaggefahr gestaltete sich die Bergung aus der Wand äußerst schwierig. Es dauerte noch bis ca. 3.00 Uhr Früh, dann waren Vater und Sohn unverletzt auf das Obersulzbachkees abgeseilt. Sie wurden zur Kürsingerhütte geleitet und von dort aus, auf Grund ihres schweren Erschöpfungszustandes, vom Notarzthubschrauber in das Krankenhaus Zell am See geflogen.

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1 Posting bisher
hoerzuOT

Meine Fresse! 1. GOTT SEI DANK ist nichts Schlimmeres passiert!!!!

2. Weshalb begeben sich nicht ortskundige Leute OHNE Bergführer auf so eine Tour??

3. Bergungskosten SELBER zahlen.