Aufräumarbeiten in Kärnten schreiten voran

Die Gail fließt wieder in ihrem ursprünglichen Bett. Das Lesachtal bleibt gesperrt.

Die Aufräumarbeiten nach der Unwetterkatastrophe in Kärnten sind auch am Sonntag vorangeschritten. Der provisorisch eingerichtete Damm oberhalb von Rattendorf wurde geschlossen, die Gail im Kärntner Bezirk Hermagor fließt somit wieder in ihrem ursprünglichen Flussbett. „Unser Experiment ist gelungen. Ich habe fast Glücksgefühle“, sagte Bezirkshauptmann Heinz Pansi zur APA.

Laut einer Aussendung des Bundesheers haben in den vergangenen Tagen Blackhawk-Hubschrauber 80 Panzerigel und 220 mit Schotter gefüllte „Big Bags“ an die Schadstelle geflogen und in Präzisionsarbeit eingesetzt. „Seit heute 8.00 Uhr fließt die Gail wieder in ihrem ursprünglichen Flussbett.“ Weitere Absicherungsarbeiten waren geplant. Auch andere Aufräum- und Sicherungsarbeiten entlang des Flusslaufs liefen weiter.

Ein Blackhawk-Hubschrauber des Bundesheeres beim Transport von Panzersperren, die in Kombination mit „Big Bags“ einen künstlichen Damm bilden. Foto: APA

Weiters wurde an den Straßen gearbeitet. Die Zufahrten ins Lesachtal sind aber noch nicht fertig und bleiben bis auf weiteres für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Ein Stück der Plöckenpass-Straße wird voraussichtlich im Laufe des Tages freigegeben werden können, sagte Pansi. Die Straße bis zur Passhöhe bleibt aber weiterhin zu.

In Sachen Stromversorgung gab es Erweiterungen. „Nach und nach werden Höfe dazugeschalten“, erklärte der Bezirkshauptmann. Die Arbeiten seien in vollem Gange, noch sei das Wetter trocken. Einen genaueren Überblick werde es voraussichtlich am Montag geben, wenn sich der Krisenstab um 8.30 Uhr trifft.

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