Insgesamt rund 500.000 Festmeter Schadholz beklagt der Bezirk Lienz nach den Unwettern im Oktober. In der Gemeinde Kals – im Bild der Ortsteil Lana – geht man von rund 80.000 Festmetern aus. Fotos: Gemeinde Kals

Insgesamt rund 500.000 Festmeter Schadholz beklagt der Bezirk Lienz nach den Unwettern im Oktober. In der Gemeinde Kals – im Bild der Ortsteil Lana – geht man von rund 80.000 Festmetern aus. Fotos: Gemeinde Kals

Nach Unwettern: 500.000 Festmeter an Schadholz

Auch bei der Herbstkonferenz des Tiroler Bauernbundes waren die Sturmschäden Thema.

Bei der traditionellen Herbstkonferenz des Tiroler Bauernbundes, die am Dienstag, 27. November, in der LLA Lienz stattfand, waren die Windwurfschäden der vergangenen Wochen nach den Unwettern im Oktober ein zentrales Thema. Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler will alles daran setzen, den Windwurf so rasch wie möglich aufzuarbeiten und sagte volle Unterstützung des Landes Tirol zu.

Im Rahmen eines Osttirol-Besuchs begab sich der Landesrat auch zum Lokalaugenschein nach Kals. „Erst wenn man direkt vor Ort ist und um einem herum hektarweise Bäume am Boden liegen, wird das wahre Ausmaß so einer Sturmkatastrophe bewusst“, so Geisler. Nicht nur die Waldbauern selbst seien betroffen: Ohne Schutzwald sind wichtige Siedlungsräume zukünftig durch Lawinen oder Steinschlag gefährdet.

Bezirkshauptfrau Olga Reisner, Ortsbauernobmann Philipp Jans, LAbg. Martin Mayerl, Gemeindewaldaufseher Peter Bauernfeind, LH-Stv. Josef Geisler, Bürgermeisterin Erika Rogl, LAbg. Hermann Kuenz und Agrargemeinschaftsobmann Alois Groder beim Lokalaugenschein in Kals.

„Wie es aussieht, sind es in Osttirol 500.000 Festmeter an Schadholz, die wir in den bevorstehenden Wochen und Monaten aufarbeiten werden müssen und das ist eine enorme Herausforderung für unsere Bauern und Forsttrupps“, erklärt der Landtagsabgeordnete Hermann Kuenz. Deshalb sollen Waldbauern, die ihre Wälder rasch aufarbeiten, vom Land mit Beträgen zwischen zehn und 25 Euro pro Festmeter unterstützt werden. Laut Schätzungen soll die gesamte Aktion gut neuneinhalb Millionen Euro kosten.

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