TVBO-Wahl: Kommt Einheitsliste der großen Player?

Die Firmen der Stimmgruppe 1 könnten gemeinsam kandidieren. Der Grund: Andreas Köll.

Verglichen mit der seltsamen Erregtheit, die weite Teile des Bezirkes immer dann ergreift, wenn eine TVBO-Wahl bevorsteht, erscheinen Gemeinde- oder Landtagswahlen fast langweilig oder gar nebensächlich. Fast täglich laden mittlerweile die TVBO-Vorstände Franz Theurl und Werner Frömel zu Presseterminen und spielen ihren „Amtsbonus“ aus. Einmal bilden die Privatzimmervermieter, dann die Ortsgruppe Lienz, die Radler, die Wanderer und demnächst die Tourengeher die Umrahmung für vollmundige Ankündigungen, gemacht in der Hoffnung auf Unterstützung dieser Gruppierungen am 29. Jänner. Bis zum Heiligen Abend müssen die Listen eingereicht werden.

Die Mitbewerber rund um Martin Gratz und Heinz Schultz stellen sich ebenfalls auf. Gratz & Co. mit eher programmatischen Botschaften, Schultz mit einer massiven Investitionsankündigung für Sillian, Kals und St. Jakob, die am Mittwoch aus dem Mund des Thronfolgers Maximilian Schultz in Sillian erfolgen wird. Doch nicht die Bühnenshows der einzelnen Machtblöcke und Interessensvertreter sind das wirklich Unterhaltsame an dieser durch diverse Wahlanfechtungen erzwungenen Neuauflage der TVBO-Wahl.

Es sind die Ränkespiele und taktischen Geplänkel im Hintergrund, die immer schon das Salz in der TVBO-Suppe waren. Es geht nämlich nicht nur um Eitelkeiten, sondern vor allem um viel Geld und damit Macht für diejenigen, die an den Verteilungshebeln für die TVBO-Millionen sitzen. Seit Jahrzehnten waren die Big-Player dabei immer die selben bis zu einem Knalleffekt vor der letzten Wahl. Mit einer taktischen Finte bremste Liftkaiser Heinz Schultz den Matreier Bürgermeister Andreas Köll aus, indem er statt diesem seinen Sohn Maximilian als Vertreter der Matreier Bergbahnen nominierte. Köll hätte – wie seit Jahrzehnten – für die Gruppierung rund um Franz Theurl antreten sollen, also auf der Gegenseite von Schultz, verlor durch dessen Schachzug aber wenige Tage vor der Wahl Mandat und Stimme in der mächtigen Stimmgruppe 1. Daraufhin ging der Matreier Bürgermeister gegen seinen Arbeitgeber Schultz vor Gericht.

Obwohl er nicht einmal Stimmrecht hatte, saß Andreas Köll (3. v.l.) bei der Wahl 2017 nicht von ungefähr neben den späteren Vorständen Franz Theurl und Werner Frömel. Sein Arm war und ist lang.

Die Wahlwiederholung ist zwar nicht auf diese Anfechtung zurückzuführen, weil der Streit derzeit ruhend gestellt ist. Vor allem Unklarheiten über die termingerechte Einreichung von Listen führten zur erzwungenen Neuwahl. Doch der bisher noch eher nebensächliche Rechtsstreit zwischen dem mächtigen Liftbetreiber Schultz und dem gewichtigen Gemeindepolitiker und Bergbahn-Geschäftsführer erweist sich vor dem neuerlichen Urnengang als Dilemma für alle Beteiligten. Köll drängt zurück in den TVBO und hat sich dafür offenbar eine einfache Taktik zurechtgelegt: Obwohl er seine Kandidatur auch über eine andere Gewerbeberechtigung anmelden könnte, besteht er weiter auf seinem offenbar schriftlich verbrieften Recht als Geschäftsführer der Matreier Bergbahnen in der Stimmgruppe 1 und droht hinter den Kulissen mit einer neuerlichen Anfechtung der Wahl, falls er nicht als Vertreter dieses Unternehmens nominiert wird.

Gibt Heinz Schultz diesem Druck nach – und derzeit sieht es ganz danach aus – hat Köll wieder ein Einser-Mandat in der Tasche und sowohl Schultz als auch dessen Konkurrent Franz Theurl haben ein Problem: Einer der beiden muss den Matreier auf seine Liste nehmen. „Muss“ deshalb, weil beide keine rechte Freude damit haben, aber dennoch großes strategisches Interesse. Sympathie ist kein Kriterium, wenn es um Macht geht und Andreas Köll hat zwei fast unschlagbare Asse im Ärmel: die Bürgermeister Anton Steiner und Matthias Scherer fressen ihm aus der Hand und sitzen – nicht gewählt sondern nominiert – fix im 14-köpfigen TVBO-Aufsichtsrat. Sie haben schon die letzte Vorstandskür entschieden.

Diese beiden stehen nicht zur Wahl und sind dennoch entscheidend: Die Dorfbürgermeister Matthias Scherer (links) aus Obertilliach und Anton Steiner (Prägraten) sind die Trumpfkarten von Andreas Köll im TVBO-Poker. Fotos: Expa/Groder

Das Dilemma – wer nimmt Köll und wie erklärt man das seinen Gefolgsleuten? – ließe sich elegant nur auf eine Art lösen. Die bisher gegnerischen Gruppen rund um Schultz und Theurl könnten sich auf eine Einheitsliste in der Stimmgruppe 1 einigen. Hinter den Kulissen wird über diese Variante schon verhandelt. Die großen Player, allen voran Heinz Schultz, aber auch Karl Poppeller (OIG und Felbertauern), Hansjörg Mattersberger (Dolomitenbank), weitere Banken und die Hamacher Gruppe mit Peter Wibmer an der Spitze haben eigentlich gleichlaufende Interessen und möchten das große Geld in Ruhe verteilen, wenn es sein muss auch mit Andreas Köll am Tisch, der wohl in diese Runde zurückkehren wird.

Den emotionalen Wahlkampf mit allem was dazugehört würde man bei diesem Szenario den mittleren und kleinen Mitgliedern der Stimmgruppen 2 und 3 überlassen. Vor allem die fast 4.000 „Dreier“ sorgen mit einer Schlacht der Kleinen für den Trommelwirbel und haben am Ende doch nicht mehr Gewicht im Aufsichtsrat, als die rund 30 Mächtigen der Stimmgruppe 1.

Wie die Ausgangslage ist und wie die letzte Wahl abgelaufen ist, kann man im Livebericht von der TVBO-Wahl 2017 nachlesen.

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30 Postings bisher
senf

bin neugierig, für welches großes unternehmen FT als prokurist tätig wird und mit einer handelsrechtlichen vollmacht die stimmgruppe I vertritt.

Ceterum censeo

Mich stört vor allem die unterschiedliche Gewichtung der Stimmen. Beschämend, dass dieser undemokratische Zustand nicht schon längst geändert wurde. Wahrscheinlich muss diesmal noch nach der "alten" Wahlordnung gewählt werden. Liebe Entscheidungsträger im Land Tirol: ändert das ! Oder sind wir in Kaukasien? Was die derzeitigen Machthaber im Osttiroler Fremdenverkehr betrifft, muss ich anmerken, dass eine Änderung/Ablöse (!) an der Führungsspitze schon längst fällig ist. Wer zu lange an der Macht ist, soll/muss das Feld für Neues räumen. Sonst werden die Scheuklappen noch größer, größer, größer.... FT und WF überschwemmen uns dzt. mit ihrem Eigenmarketing. Liebe "Zwangsmitglieder": macht diesem Spuk ein Ende! Ihr habt bei der kommenden Wahl die Macht (!) dazu. Ansonsten: selbst schuld.

    spitzeFeder

    Diese unterschiedliche Gewichtung der Stimmen gibt es demokratiepolitisch nirgends. Und jetzt bitte nicht mit Erklärungen daherkommen, warum es diese verschiedenen Gewichtungen gibt. Jeder, der diese Gewichtung verteidigt, kann sogleich auch die demokratischen Errungenschaften der letzten hundert Jahre in den Kübel treten. Ja, treten. 😢

      Biker

      Für mich ist bei so einer Wahlarithmetik eine Teilnahme an der Wahl vergeudete Zeit.

      Und das Kaspertheater bei der Wahl wo zwei möchtegern Dorfkaiser den endgültigen Wahlausgang so selbstherrlich beeinflussen eigentlich ein Fall für die Staatsanwaltschaft!

      Da sind Wahlen im Iran od. Afghanistan demokratischer!

    steuerzahler

    Und wie sollen wir das ändern? Unsere Stimmen haben nur wenig Gewicht, aus dem Verein austreten kann ich nicht.

    steuerzahler

    Wenn man sich im Gesetzestext die Ermittlung der Stimmgewichtung anschaut, kommt man zum Schluß, daß man sich mit mehr Umsatz und daher mehr Beitrag die entsprechende Anzahl der Stimmen kaufen kann.

    Das widerspricht jedem demokratischen Grundsatz.

    Ich verlange von den Verantwortlichen eine entsprechende Korrektur dieses Gesetzes, eine Stimme für jeden Beitragzahler und das Ende der Zwangsmitgliedschaft.

lokal

für den Tilga Bürgermeister würde es schwierig, wenn er zwischen Köll und Theurl wählen müsste..... ich würd ihm dieses Szenario gönnen....

steuerzahler

Leider bin ich in diesem Verein ZWANGSMITGLIED.

Ich würde mich gerne verabschieden, aber ein Austritt ist nicht vorgesehen. Leicht kassiertes Geld, mit dem die da um sich werfen. Und dazu noch die WAHL...

Undemokratischer geht's wohl nicht mehr. Unterschiedlich gewichtete Stimmen, wo gibt es das sonst noch?

Stellt euch das mal für die Nationalratswahl vor. Der Präsident bekommt 100000 Stimmen, der Bundeskanzler auch und so weiter. Was soll das?

Der Verein gehört geschlossen. Und wenn die Tourismusbetriebe einen wollen, dann sollen sie das auf privater und freiwilliger Basis machen. Wenn sie gut arbeiten, wird es dann auch viele Mitglieder geben.

Auf jeden Fall wäre das derzeitige Gehaben beendet. Und das wäre kein Schaden...

    Biker

    Bin leider auch Zwangsmitglied und voll Ihrer Meinung wenn die Tourismusbetriebe einen Verband brauchen dann sollen sie selbst einen Gründen und finanzieren!

    Da wird immer wieder von einem vereinten Europa geredet, dabei gelten nicht einmal innerhalb Österreichs gleiche Regeln:

    - die TVBO Abgabe gibts nicht in allen Bundesländern (Stichwort "Wettbewerbsverzerrung"),

    - die Mangelberufsliste wird für jedes Bundesland einzeln erstellt,...

    - usw.

    Da sollte die Politik einmal anfangen Ganzheitlich zu denken, aber es braucht ja in jedem Bundesland Versorgungsposten für Parteigünstlinge!

hoerzuOT

Ich muss mich immer wieder wundern....!!

Ist ein Posten beim TVBO so toll, begehrenswert, gut bezahlt???

Hä???

Ich glaube, dafür haben waterloo&Robinson ein passendes Lied geschrieben: "Das ist meeeeeeeine kleine Weeelt, in der fühl iiiiich mich sooo geborgen"

    anton2009

    ... der Obmann bekommt natürlich eine Aufwandsentschädigung deren Höhe ich nicht kenne! ... dann geht es um Macht und Einfluss und schließlich um den Ersatz aller Reisespesen. Der Obmann und der Aufsichtsratvorsitzende fahren auf Regimentskosten an jedes Ziel ihrer Wünsche! Und auf das alles soll FT verzichten???

      hoerzuOT

      Danke für Ihre Antwort.

      Na Servas

      ...über FT auch nur ein einziges Wort zu verlieren, da ist mir die Zeit zu schade - hoffentlich bekommt dieser selbstherrliche Oberfunktionär und Sesselkleber endlich bei dieser TVBO-Wahl die längst überfällige Abfuhr! Aber noch zur ergänzenden Information: nicht nur der Obmann, auch die zwei weiteren Vorstände WF und ThW bekommen eine Aufwandsentschädigung.... da fällt mir nur ein inzwischen bekanntes Zitat ein: "...wo ist/war meine Leistung..."??

      one1

      Fakt ist, der aktuelle AR-Vostitzende bekommt/nimmt keinen einzigen Cent! Das weiß man wenn man sich ehrlich in die Diskussion einbringen möchte...

      Fröhliche Weihnachten!

bergfex

Die Dorfbürgermeister Matthias Scherer (links) aus Obertilliach und Anton Steiner (Prägraten)

Nein , sie spielen "Dorfkaiser". Aber so langsam geht mir diese Clownerie auf den sogenannten >Sack<. Es geht nur um Macht...Macht...Macht und nur Macht, es ist nur mehr zum Schämen.

    Biker

    Das Problem ist - es geht allen nur um Macht nicht nur den Dorfkaisern.

senf

"Fast täglich laden mittlerweile die TVBO-Vorstände Franz Theurl und Werner Frömel zu Presseterminen und spielen ihren Amtsbonus ..."

dieser satz von GP trifft ins schwarze. die angst geht um, man spricht sogar von leichen im keller und die wären ja unbequem. für den jetzigen vorstand und wahrscheinlich auch für die rechnungsprüfer. man ist zugleich obmann von diesen und jenen verein, schiebt sich grosszügig die gelder hin und her und tut so, als sei man überall der grosse zampano ohne zu merken, dass diese spielchen im saal längst überschaubar wurden.

für mich ist es faszinierend, wie man mit allem mitteln versucht, die position samt freunde zu halten. koste es was es wolle, scheint das motto zu sein. allerdings: das tourismusbudget mit einnahmen aus zwangsmitgliedschaften, zwangsabgaben und ohne erwirtschaftungsauftrag des TVB sind nicht zur selbstbedienung da, um zu belohnen oder zu bestrafen , sondern das beste für den turismus in der region zu erreichen. so erfolgreich wie andere destinationen tirols, wie man heuer wieder gesehen hat.

Nudlsuppe

Ich wäre neugierig was Theurl für Leichen im Keller hat, dass er mit mit Gewalt den TVB - Obmann halten will. Es ist Zeit für eine Veränderung und die wird mit Theurl nie passieren. Es ist ja offensichtlich, wie er momentan die Gelder verteilt, in der Hoffnung, dass die Wähler wieder so leichtgläubig sind ihn zu wählen. Nur - wo kommen die Gelder her die er jetzt schon so großzügig verteilt? Er ist in jeder Zeitung präsent, wie schon lange nicht mehr. Einfach zum "speiben".

42na95

Hört sich an, als wenn der Heinzi am Mittwoch den Winter im Bezirk Lienz übernimmt ...

... was bleibt da noch für die scheintoten LBB ?

Biker

Wozu bei dieser Wahl hingehen - wenn ein paar "Große" das ganze Fußvolk überstimmen können? Hoffentlich haben Scherer u. Steiner diesmal soviel Hausverstand für ein gerechtes Ergebniss zu sorgen!? Geld u. Macht das ist das einzige was im TVBO zählt!!

    Nudlsuppe

    Wenn man eine Stimme hat - bitte unbedingt hingehen. Jede einzelne Stimme zählt und ist wichtig.

Brunnen

Warum soll einer nicht beim Vorstand sitzen, wenn er bis zur Neuwahl noch Vorstand war?

Justizia

Natürlich hatte Köll ein Stimmrecht, sowohl in der Einser, als auch in der Dreier-Gruppe:

In der Einser hätte er nur früher aufstehen müssen, als Heinz Schultz, der bereits am ersten Tag seine Stimmen (aktives Wahlrecht) nach dem, von Dr. Föger zum alleinigen Kriterium erklärten, zeitlichen „Prioritätsprinzip“ abgegeben hat. Dass dieses bei Unternehmen nicht gilt - in dem sich alle Geschäftsführer, Vorstände oder Prokuristen auf einen gemeinsamen Vertreter „aus diesen“ einigen müssen (trifft vor allem beim passiven Wahlrecht zu, um das es auch im Dezember 2017 vorrangig gegangen ist...) - hat sich nicht nur im Verfahren vor dem LVwG Tirol eindeutig ergeben: Dr. Föger konnte damals der entscheidenden Richterin nicht erklären, warum er im Vorfeld der Wahl den Unternehmen genau so ein Formular - mit der unmissverständlichen Aufforderung, einen gemeinsamen Vertreter zu benennen - zugeschickt hat?

Aber auch das ist im derzeitigen Tiroler Tourismusgesetz klar geregelt!

Dr. Föger hat somit auch in diesem Punkt „sein eigenes“ Gesetz nicht richtig angewandt, indem er bei den Matreier Goldried Bergbahnen ausgerechnet jenen Geschäftsführer einfach gestrichen hat, der bei allen Wahlen zuvor - seit 1994 - stets dieses Mandat, unbestritten vom jeweiligen Wahlleiter, auf Basis einer schriftlichen und dienstvertraglichen Vollmacht ausgeübt hat! Auch deshalb wäre die Wahl jedenfalls aufzuheben gewesen, wenn sie nicht formell schon wegen verspäteter Abgaben „dem Grunde nach“ aufgehoben worden wäre.

Alles andere ist nur gesellschaftsrechtlich relevant und würde Andreas Köll nur aus diesem Grunde wohl nicht eine neuerliche Wahlanfechtung in Erwägung ziehen, so wie ich ihn zumindest kenne.

Die derartige Bestimmung hätte im Übrigen auch bei der Lienzer Bergbahnen AG gegolten, wenn der „Theurl‘sche Schachzug“ aufgegangen wäre, neben dem derzeitigen aktienrechtlichen Vorstand ( der nicht weisungsgebunden ist...), noch vor der Wahl 2019 eine Umgründung in Richtung GmbH vorzunehmen, oder einen zweiten Vorstand oder Prokuristen einzusetzen. Auch diese hätten sich dann auf einen gemeinsamen Vertreter „aus diesen“ einigen müssen, aber, na ja...

Die Wahl selbst (mit einem neuen Wählerverzeichnis und einigen Verschiebungen) wurde übrigens nur wegen der Einsprüche von Andreas Köll aufgehoben und nicht wegen dem „Tegischer-Einspruch“: Nach dessen alleiniger, erfolgreicher Anfechtung, hätte nämlich noch einmal das „alte“ Wählerverzeichnis gegolten und Franz Theurl noch einmal in der Einser antreten dürfen, obwohl schon in Pension....

Alles andere sind reine Spekulationen - ebenso wie das angeblich schon feststehende Stimmverhalten der beiden Gemeindevertreter: Diese werden dieses Mal wohl eher neutral agieren und sich mit Sicherheit nicht mehr - als „Zünglein an der Waage“ - vor den „Karren einer Minderheit an Stimmen“ spannen lassen? Und wenn es zu einer „gemeinsamen Liste „ in der Einser-Gruppe kommen sollte, dann wohl hauptsächlich wegen dem Appell von Landeshauptmann Günther Platter, auf weitere Polarisierungen zu verzichten und endlich wieder konstruktiv zum Wohle des Osttiroler Tourismus zusammenzuarbeiten! Eine „Theurl-Liste“ in der Stimmgruppe I sehe ich daher derzeit weit und breit keine (mehr) und schon gar nicht eine solche mit Andreas Köll: Der hat ihn bei vergangenen Wahlen wohl schon oft genug „gerettet“ und dürfte auch von - ihm gegenüber - nicht eingehaltenen Versprechungen „geheilt“ sein?

Aber auch das ist wohl wieder nur eine Spekulation?

    Franz Brugger

    Eine dienstvertraglich festgelegte Vollmacht betrifft AK und den Dienstgeber Schultz, nicht das Land.

    Als Dienstgegber steht es einem wohl frei, Vertretungen zu ändern. AK müsste Schultz klagen.

    bergfex

    Wem ist Theurl zu zu rechnen? Wenn er in Pension ist, ist er Privatmann ohne Firma im Hintergrund.

beobachter52

Zur Klarstellung: Die beiden Bürgermeister Steiner und Scherer sind auch gewählt: Nämlich von den Bürgermeistern aller Gemeinden, die alle demokratisch gewählt wurden! Es sit auch Demokratie, wenn einem das Ergebnis nicht passt ....

    Kurgan

    Der ewig gleiche dumme Spruch, aus der ewig gleichen Ecke. Ist es nicht vielmehr so, dass der Hirte den Schafen einfach ständig Angst vorm Wolf macht, und letzten Endes es in 999 von 1.000 Fällen dann doch viel mehr der Hirte, der die Schafe zur Schlachtbank führt?

      beobachter52

      Wenn für @kurgan eine sachliche Darstellung ein "ewig gleicher dummer Spruch" ist, dann ist für mich diese "Weisheit" von Hirten und Schafen trotz eines fehlenden Prädikates (oder gerade deswegen :-)) literaturpreisverdächtig!

    Franz Brugger

    Diese sind als Vertreter gewählt, darüber regt sich ja auch niemand auf. Es wäre aber wohl richtig, wenn die dann bei der Abstimmung im Anschluß and die GV ein mit den Bürgermeistern aller Gemeinden accordiertes Stimmverhalten ausüben.

    Bei der letzten GV haben diese beiden durch ihr Stimmverhalten es zustandegebracht, dass die stimmenmäßig unterlegene Liste FT alle Posten erhalten hat, und das ist meiner Meinung nach N I C H T demokratisch. Böse Zungen behaupten, dass dieses Stimmverhalten mit im Vorjahr diesenGemeinden zugeschanzten und realisierten Projekten zusammen hängt.

    Kurgan

    @Beobachter52 Und aus der gewohnt gleichen Ecke kommt die gewohnt durchsichtige Strategie, die von dir immer gerne angewendet wurde und wird 😉 (Und natürlich wirst du es wieder bestreiten)

    Eine oberflächliche Phrase zum Besten geben, und dann nicht argumentieren, sondern schulmeisterlich diskreditieren um abzulenken.

    Ach wo sind die Zeiten hin, in denen du noch weniger durchschaubar warst?

    Abschließend möchte ich anmerken, dass ich dir das Wort nicht schulde. Du kennst das ja: Man hat keine Schulden - nur Verbindlichkeiten. 😂