Blick über das Lienzer Becken am Morgen des 1. Jänner 2019. Noch hat sich der Pulverdampf nicht verzogen. Foto: fru

Blick über das Lienzer Becken am Morgen des 1. Jänner 2019. Noch hat sich der Pulverdampf nicht verzogen. Foto: fru

Lienz: Hoher Feinstaubwert in der Silvesternacht

Im Vergleich zu den Vorjahren aber eher moderate Belastung im Lienzer Becken.

Es hat schon Tradition, dass wir nach der Silvesternacht auf der Website des Umweltbundesamtes nachschauen, wie weit die Feinstaubbelastung bei der Messstelle an der Amlacherkreuzung durch die pyrotechnischen Ambitionen der Talbodenbevölkerung in die Höhe schnellte. Auch heuer wurde der Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft um Mitternacht um das Dreifache überschritten und schnellte auf fast 150 Mikrogramm hoch. Hier das Diagramm:

Ein beachtlicher Wert, der aber in früheren Jahren vor allem aufgrund der Witterung manchmal weit übertroffen wurde, obwohl man subjektiv den Eindruck hatte, dass heuer die Zahl der Raketen im Vergleich zu den Vorjahren wieder anstieg. Das mag auch daran gelegen sein, dass nicht – wie zum Beispiel 2015 und 2016 – vor Bränden gewarnt wurde. In diesen beiden Jahren gab es dazu eigene Verordnungen der Bezirkshauptmannschaft.

Das Pyrotechnikgesetz verbietet übrigens in Ortsgebieten in ganz Österreich grundsätzlich – und damit auch zum Jahreswechsel – jedes Feuerwerk ab Klasse 2. Ausdrücklich ist zum Beispiel auch das Abfeuern in der Nähe von Krankenhäusern, Kirchen, Kinder- und Altersheimen usw. verboten. Das Gesetz wird allerdings nur exekutiert, wenn jemand eine Anzeige erstattet – was zu Silvester praktisch nie der Fall ist.

Hier die Feinstaubwerte der letzten Silvesternächte im Zeitverlauf:



Wie der Langzeitvergleich zeigt, blieben beim Jahreswechsel 2018/19 die Werte für Feinstaub PM10 im Schnitt der Vorjahre und erreicht nicht die Spitzen von 2011 und 2013. Allerdings liegt der zulässige Grenzwert bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

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4 Postings bisher
alpenelvis76

Eine Zigarette erzeugt 100000 mcg/m3 Nur mal zum nachdenken.

    steuerzahler

    Die Frankfurter Rundschau hat mal einen Artikel gebracht, in dem globale Fakten aufgezählt werden. Findet man im Netz. Insgesamt ist das Rauchen ein völlig unsinniges globales Problem, von dem die gigantischen Schäden weitgehend unbekannt sind.

genaugenommen

Solange dieser Irrsinn an Geldvernichtung(brennung) nicht verboten und auch exekutiert wird, können wir mit Dieselautos noch lange in Städte fahren und weiter rauchen.

    steuerzahler

    Es gibt noch mehr unsinnige Feinstaubquellen. Z.B. das Rauchen - hat schon jemand untersucht, wieviel sinnloser Feinstaub durch das Tabakrauchen verursacht wird? Ich meine damit die gesamte Kette, von der Produktion auf Flächen, die für den Ackerbau fehlen, bis zum Ende des Tschicks als Asche und giftigem Filter, der das Grundwasser verseucht. Oder ganz banal den Hausbrand ohne jede Filtertechnik usw.

    Das vielgescholtene Auto wird ständig verbessert, immer wieder wird das Abgas sauberer. Wenn ich mir anschaue, wie mein Nachbar seinen Holzofen anheizt, da kann ich lange mit meinem Auto fahren, bis ich so eine Wolke zusammengebracht habe.

    Und es gibt noch mehr Beispiele, wo es in den letzten Jahren keinenFortschritt gab.