Tiroler Soziale Dienste: Dornauer fordert Neustart

Die SPÖ-Opposition will die Grünen nicht mehr in der Ressortverantwortung sehen.

„2014 hat die schwarz-grüne Landesregierung unter Landeshauptmann Günther Platter und seiner Stellvertreterin Ingrid Felipe die ‚Tiroler Soziale Dienste GmbH‘ (TSD) gegründet, ohne Einbindung des Tiroler Landtags. Damit hat man in einer Zeit großer Herausforderungen mit steigenden Flüchtlingszahlen auf eine radikale Systemumstellung gesetzt, statt auf Bewährtes zu vertrauen – allen Warnungen der Opposition zum Trotz. Fünf Jahre später müssen wir leider feststellen: Das Projekt TSD ist gescheitert“, schreibt Georg Dornauer, Vorsitzender der neuen SPÖ Tirol, in einer Medienaussendung.

Der Zusammenbruch der Traglufthalle in Hall – die von Schneemassen eingedrückt wurde – stehe symbolisch für das Aus der Gesellschaft, „die vor allen Dingen mit massivem Missmanagement, Kommunikationsfehlern, hohen Kosten und hunderten entlassenen MitarbeiterInnen aufgefallen ist.“ Das decke leider auch die ausgezeichnete Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Flüchtlingsbetreuung zu.

Dornauer fordert „einen Neustart“ in der Tiroler Flüchtlingshilfe: „Die Agenden müssen zurück ins Landhaus wandern. Dort soll ein Restrukturierungsprozess gestartet werden. Landeshauptmann Platter muss in dieser Übergangsphase dem grünen Koalitionspartner die Ressortverantwortung entziehen.“ Schließlich sei das TSD-Chaos auf Ex-Landesrätin Christine Baur zurückzuführen und die Gesellschaft bis heute nicht in ruhige Fahrwasser gekommen.

Der Tiroler SPÖ-Parteivorsitzende Georg Dornauer will die Flüchtlingsbetreuung wieder ins Landhaus holen und dort nicht bei den Grünen ansiedeln. Foto: Expa/Jakob Gruber
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unholdenbank

Da redet gerade der richtige Sesselkleber