Tiefer Winter, tolles Rennen, aber wenig Zuschauerinteresse – der „Dolomitensprint“ in Obertilliach. Foto: Expa/Angerer

Tiefer Winter, tolles Rennen, aber wenig Zuschauerinteresse – der „Dolomitensprint“ in Obertilliach. Foto: Expa/Angerer

Italiener dominieren Dolomitensprint in Osttirol

Stefan Zelger aus Südtirol siegt in Obertilliach vor dem Titelverteidiger Enrico Nizzi.

Wie im Vorjahr dominierten auch heuer wieder die Italiener den „Dolomitensprint“, traditionell die Auftaktveranstaltung zum Dolomitenlauf-Wochenende. Weltcupläufer Stefan Zelger aus Südtirol siegte am 18. Jänner in Obertilliach vor Titelverteidiger Enrico Nizzi und Max Olex aus Deutschland. Bester Österreicher wurde der Salzburger Tobias Riedlsperger als Fünfter. Bei den Damen dominierte die Schwedin Maria Gräfnings. An den Start gingen vor eher spärlicher Zuschauerkulisse 25 Athleten aus acht Nationen, darunter sieben Österreicher. Auch fünf Damen mischten sich unter die Sprinter. Bei den Herren ging es über sechs Vorläufe und drei Halbfinalrunden ins Finale. Weiter kamen jeweils die besten Zwei jedes Durchgangs sowie die schnellsten „Lucky Loser“.

In den Vorläufen schlugen sich die Österreicher ausgezeichnet. Bernhard Leitinger und Tobias Habenicht qualifizierten sich als Vorlaufsieger klar fürs Halbfinale, ebenso Niklas Liederer und Tobias Riedlsperger. Und ein ehemaliger Biathlon-Star rutschte als Lucky Loser ebenso weiter: Daniel Mesotitsch. Im Ziel war der Kärntner außer Atem: „Ich war ziemlich fertig nach dem Vorlauf und habe auf das Halbfinale verzichtet. Für mich war es ein gutes Aufwärmen für morgen. Da starte ich beim Dolomiten Classicrace über die 42 Kilometer. Das klassische Langlaufen war schon immer eine große Leidenschaft von mir.“ Ebenso fürs Halbfinale qualifizierten sich der italienische Titelverteidiger Enrico Nizzi sowie die Weltcupläufer Max Olex (GER) und Toni Livers (SUI).

Die Halbfinali verliefen für die Österreicher dann nicht mehr nach Wunsch. Einzig ÖSV-Langläufer Tobias Riedlsperger komplettierte neben den Italienern Enrico Nizzi und Stefan Zelger, Max Olex (GER) und Joeri Kindschi aus der Schweiz das Finale. Dort gaben die beiden Italiener von Beginn an das Tempo vor und der 23-jährige Weltcupläufer Stefan Zelger holte sich seinen ersten Triumph beim Dolomitensprint.

Stefan Zelger aus Südtirol trägt sich 2019 erstmals in die Siegerliste der „Dolomitensprinter“ ein, vor Enrico Nizzi (I) und Max Olex (D).

Bei den Damen setzte sich die schwedische Favoritin Maria Gräfnings durch. Sie startet am Sonntag auch beim 45. Dolomitenlauf und gewann vor kurzem den FIS Worldloppet Cup-Auftakt in China. Gräfnings siegte souverän vor der Französin Constance Vulliet und der Estin Tatjana Mannima.

Maria Gräfnings jubelt. Sie wurde ihrer Favoritenrolle souverän gerecht.
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