AK-Wahl in Tirol: Zangerl schafft 61,4 Prozent

45 von 70 Mandaten für VP-Liste. FSG und FPÖ legen zu. Grüne verlieren.

Mit 61,4 Prozent der Stimmen und 45 von 70 Mandaten musste die Liste AAB-FCG von AK-Präsident Erwin Zangerl bei der Arbeiterkammerwahl in Tirol zwar zwei Mandate abgeben, stellt aber weiterhin den Präsident und alle drei Vizepräsidenten und bleibt die absolut dominierende Kraft in der Arbeitnehmervertretung. Die Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter FSG eroberte mit 19,7 Prozent der Stimmen 14 Mandate (+1), die FPÖ-Liste erhielt 8,65 Prozent der Stimmen und erhöhte ihren Mandatsstand von vier auf sechs. Die Grünen kamen auf 7,1 Prozent und fünf Mandate, bisher hatten sie sechs Sitze in der AK-Vollversammlung.

Er bleibt der Dominator in der Tiroler Arbeiterkammer, Präsident Erwin Zangerl. Foto: APA

Im elfköpfigen Vorstand behält die Liste von AK-Präsident Zangerl ihre acht Mandate, die FSG behält ihre zwei Mandate, statt der Grünen zieht die FPÖ mit einem Mandat in den Vorstand ein. Nicht vertreten in der AK Vollversammlung sind die übrigen drei Listen (KOMintern, SOLI und GL). Sie verfehlten den Einzug. Die konstituierende Vollversammlung findet am Freitag, 8. März, statt.

Dem Ergebnis entsprechend fielen die ersten Reaktionen aus. „Ich gratuliere Erwin Zangerl und seinem Team ganz herzlich zu diesem beeindruckenden Ergebnis. Sein starkes Abschneiden zeigt, dass die Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wissen, dass Erwin Zangerl ihre Interessen glaubhaft und mit dem notwendigen Nachdruck vertritt,“ erklärt Landeshauptmann Günther Platter. „Das Ergebnis bei der AK-Wahl ist stark, die 19,7 Prozent Zustimmung und der Mandatszugewinn freuen mich ungemein“, resümiert der Tiroler SP-Chef Georg Dornauer.

Kampfeslustig gibt sich die FPÖ: „Nun beginnt die Zeit der Arbeit, es braucht nun echte Kontrolle der Gelder in der AK, die von den Zwangsgebühren der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stammen. Der Tiroler-ÖVP-alt AK-Präsident Erwin Zangerl wurde für seine Selbstherrlichkeit abgestraft, die katastrophale Wahlbeteiligung ist mehr als ein Alarmzeichen“, meldet FPÖ-Landesparteiobmann Abwerzger per Aussendung.

Auch der grüne AK-Spitzenkandidat Helmut Deutinger bezeichnet die niedrige Wahlbeteiligung als „erschreckend“. Von 263.454 Wahlberechtigten gaben nur 87.655 eine gültige Stimme ab, das sind 33,6 Prozent, also ein Drittel. Die Grünen gratulieren dem Sieger Erwin Zangerl. „Wir werden uns aber auch genau anschauen, ob sein kritischer Kurs nur Wahlkampftaktik war oder ob er sich ernsthaft für die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen einsetzen wird.“

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4 Postings bisher
cambridge

Dem Gesicht des Präsidenten ist zu entnehmen, dass er diese Rechnung (20% der Wahlberechtigten) auch schon gemacht hat. Also hat das Wettern gegen die eigene Partei keine Stimmen gebracht. Daumen hoch für die weise Entscheidung!

genaugenommen

haben Zangerl nur 20,6% der Wahlberechtigten gewählt. 😉

    le corbusier

    Sie wissen, dass diese Rechnung in unserem Wahlsystem keinen Sinn ergibt, oder?

spitzeFeder

'Zitat: „Ich gratuliere Erwin Zangerl und seinem Team ganz herzlich zu diesem beeindruckenden Ergebnis. Sein starkes Abschneiden zeigt, dass die Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wissen, dass Erwin Zangerl ihre Interessen glaubhaft und mit dem notwendigen Nachdruck vertritt,“ erklärt Landeshauptmann Günther Platter. Zitatende'.

Echt, Herr Platter? Platt, platter, Platitüde kann ich da nur sagen. Ihre inzwischen türkis gefärbte ehemals schwarze Partei mit blauem Anhang ist es, gegen die sich Hr. Zangerl (hoffentlich erfolgreich) mit seiner AK zur Wehr setzt - im Sinne der Arbeitnehmer.