Geschäftsführer Manfred Hainzl, Obmann Richard Piock, Bernhard Origer und Claudia Moser (von links) sind die Hauptverantwortlichen für die Aktivitäten des neuen Kulturvereins. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Geschäftsführer Manfred Hainzl, Obmann Richard Piock, Bernhard Origer und Claudia Moser (von links) sind die Hauptverantwortlichen für die Aktivitäten des neuen Kulturvereins. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Osttirol hat ab sofort ein „Kulturnetzwerk“

Hoch gefördert von Land Tirol und EU, vernetzen sich museale Einrichtungen.

Am 18. Mai wollen sie sich erstmals auf dem Lienzer Johannesplatz der Öffentlichkeit präsentieren – die musealen Institutionen, die sich entlang der „Osttirol Kulturspur“ aufreihen bzw. auf einer Kulturlandkarte Osttirols wiederfinden. Einige sind Hochkaräter der lokalen Museumsszene, wie Schloss Bruck, Burg Heinfels und Aguntum. Im nächsten Jahr soll sich auch das dann wieder eröffnete Pfleghaus in Anras in diesen Kreis einreihen.

Der Großteil der auf einer neuen Website und in einem Prospekt mit 20.000 Stück Auflage vorgestellten Kultureinrichtungen fällt in die Kategorie „Heimatmuseum“, etwa der Kammerlanderhof in Thurn, das Freilichtmuseum Oberlienz, das Heimatmuseum Kals und der Wurzerhof in Außervillgraten. Spezialthemen präsentieren das Matreier Klaubaufmuseum, das Eisenbahnmuseum und eine Zirbenausstellung in St. Jakob, aber auch Vanni's Vogelwelt, die einzige Location außerhalb der Osttiroler Bezirksgrenzen. Insgesamt 14 Einrichtungen sind derzeit auf der Kulturlandkarte verzeichnet und im Folder beschrieben.

Burg Heinfels ist einer der markantesten Punkte auf der neuen Kulturlandkarte Osttirols. Foto: Peter Leiter

Träger ist der Verein Osttiroler Kulturnetzwerk, dem Innos-Geschäftsführer Richard Piock als Obmann vorsteht. Bernhard Origer (Firma Loacker) ist sein Stellvertreter. Als Geschäftsführer fungiert der Oberösterreicher Manfred Hainzl, der auch das Museum Aguntum leitet. Claudia Moser, bekannt als Organisatorin von „Spielfeld Kultur“ wird als wissenschaftliche Mitarbeiterin künftige Projekte des Vereins managen.

Mit 400.000 Euro Budget kann der neue Kulturverein bis 2021 wirtschaften, danach wird diese Summe laut Richard Piock halbiert. Piock macht kein Hehl daraus, dass bis dahin ohnehin geklärt sein werde, „ob wir was zusammenbringen.“ Als Ideengeber, Koordinator, Netzwerk und Dachorganisation wolle man kulturellen Einrichtungen im Bezirk unter die Arme greifen und zugleich auch eine digitale Bestandsermittlung und Katalogisierung vorantreiben. So sollen künftig beispielsweise Schwerpunkt-Ausstellungen effizienter umsetzbar sein. Claudia Moser fasst es so zusammen: „Wir wollen sammeln, forschen, dokumentieren, ausstellen und vermitteln.“

Neben einem guten Fünftel an Eigenmitteln, die aus Mitgliedsbeiträgen der beteiligten Organisationen aber auch einiger Gemeinden und des TVB stammen, wird das Budget des Vereins vorwiegend vom Land Tirol im Rahmen des „Osttirol Paketes“ und von der Europäischen Union im Rahmen eines Leader-Projekts bereitgestellt.

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