Was vom Postpartner in Kals übrigblieb wird abtransportiert. Nach Konkurs sperrt die private Poststelle zu. Foto: Expa/Groder

Was vom Postpartner in Kals übrigblieb wird abtransportiert. Nach Konkurs sperrt die private Poststelle zu. Foto: Expa/Groder

Postpartner in Kals ist pleite und sperrt zu

Für kommenden Montag sind Gespräche zwischen Post und Gemeindeführung geplant.

Kals teilt vorläufig das Schicksal vieler Landgemeinden und verliert nach dem Postamt nun auch den „Postpartner“. Wie der Kreditschutzverband 1870 meldet, wurde über Birgit Karg, Postpartnerin in Umhausen und Kals am Großglockner ein Konkursverfahren beim Landesgericht Innsbruck eröffnet. Heute wurden die von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Räume ausgeräumt. Nicht ganz überraschend, wie man in Kals versichert.

Bürgermeisterin Erika Rogl hält sich mit Spekulationen über das weitere Schicksal der Kalser Briefe und Pakete zurück. „Am Montag wird es Gespräche mit den Verantwortlichen der Post geben. Dem möchte ich nicht vorgreifen.“ Rogl glaubt nicht, dass sich im Dorf ein Nachfolger als Postpartner findet. Das habe man vor Jahren schon versucht. Der Lebensmittelhändler vor Ort zeige kein Interesse und touristische oder andere Einrichtungen – etwa das Nationalparkbüro – seien nicht durchgehend besetzt.

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3 Postings bisher
benda

Warum wohl zeigt laut Frau Bürgermeister niemand an einer Postpartnerschaft in Kals interesse ? Weil man mit der Post- Partner Provision allein wirtschaftlich nicht überleben kann. Auf der einen Seite macht die Österreichische Post AG super Jahresergebnisse, andererseits bekommt der Post- Partner zuwenig. Es funktioniert wahrscheinlich wenn der Post Partner schon ein gutes Kerngeschäft hat und nimmt dann die Postpartnerschaft dazu um seine Frequenz zu steigern.

genaugenommen

wichtig ist, das 3 oder 4 zustelldienste in kals die runden fahren. das sind die folgen der privatisierung im ländlichen raum, gute nacht politiker

senf

war es nicht so, dass die postmanager sich ins fäustchen gelacht haben, nachdem sie endlich das letzte dörfliche postamt im bezirk verscherbelt hatten und diese freudige botschaft nun endlich die großstadtzentrale erreichen konnte? die prüfung, ob das angeblich bereits einmal zahlungsunfähige unternehmen aus umhausen überhaupt in der lage ist, eine postpartnerstelle ferngesteuert vom ötztal aus zu betreiben, dürften im siegestaumel verschlafen worden sein.

armes bergsteigerdorf!