NEOS kritisieren die Förderpolitik des Landes

Tiroler Wirtschaft soll durch Abschaffung der Tourismusbeiträge entlastet werden.

Anlässlich der Präsentation des Tiroler Wirtschafts- und Arbeitsmarktberichts der Landesregierung in der kommenden Landtagssitzung vom 3. und 4. Juli fordern die NEOS ein Umdenken in der Tiroler Wirtschaftspolitik: „Laut Budget 2019 gibt das Land Tirol sage und schreibe 200 Millionen Euro an Wirtschaftsförderungen aus, mehr als doppelt so viel wie in der Bundeshauptstadt Wien (95 Millionen Euro). Im Gegenzug werden die Tiroler Unternehmerinnen und Unternehmer mit Sonderabgaben wie dem Fremdenverkehrs-Förderungsbeitrag zur Kasse gebeten, wie in keinem anderen Bundesland“, erklärte NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer bei einem Pressegespräch am Dienstag in Lienz.

Die NEOS wollen daher die verpflichtenden Tourismusbeiträge für alle Unternehmen außer Seilbahnbetriebe und Schischulen abschaffen. Oberhofer rechnet vor: „Damit würde die regionale Wirtschaft in Osttirol um acht Millionen Euro entlastet werden.“

NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer betont: „Es braucht Entlastungen statt Förderungspolitik.“ Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Für ganz Tirol errechnen die NEOS durch den Wegfall der Tourismusbeiträge eine Entlastung der Tiroler Wirtschaft um jährlich 126 Millionen Euro. „Derzeit werden die Tourismusverbände mit dieser Abgabe querfinanziert“, so Oberhofer, der ein Umdenken in der Wirtschaftspolitik fordert: „Vor allem Investitionen in Kinderbetreuungseinrichtungen sind langfristig wertvoll und führen zu höheren Löhnen, weil weniger Frauen in schlecht bezahlte Teilzeitjobs gedrängt werden.“

Zusätzlich wünsche man sich mehr Investitionen in Forschung und Wissenschaft: „Das sind die Treiber von Innovation. Wenn wir den Wirtschaftsstandort Tirol nachhaltig absichern und für die Zukunft gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen wollen, dann müssen wir hier deutlich mehr investieren“, ist sich der pinke Wirtschaftssprecher sicher. Beim Thema Forschung übt Oberhofer Kritik am Campus Technik Lienz: „Hier müsste aufgrund der mangelnden Nachfrage dringend Konzept und Angebot überarbeitet werden.“

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