Eine Freiheit, die auch die Zukunft meint

Am Ursprung der Moderne entlarvte ein Denker vulgären Konsumismus als unfreiheitlich.

Österreich befindet sich im Wahlkampf und an allen Ecken und Enden entdecken die Parteien das große Thema dieser Tage: den Klimawandel – oder doch besser die Klimakrise? Irgendwie spüren – viel später als die jugendliche Fridays for Future-Bewegung und von dieser wachgerüttelt – nun doch auch die politischen Akteure, dass sich auf unserem Planeten Gravierendes verändert.

Die politischen Antworten – dem Wahlkampf und wohl auch dem individuellen Horizont geschuldet – fallen mager aus, erschöpfen sich fast ausnahmslos in plakativen Gesten. Niemand wagt es, das Dogma scheinbar grenzenlosen Wachstums konsequent zu hinterfragen. Statt einer radikalen Vision servieren die künftigen Staatslenker technische Gadgets zur weiteren Ankurbelung einer wachstumshungrigen Industrie, romantisieren die längst nur mehr fiktiven „regionalen Kreisläufe“ und blenden dabei konsequent aus, dass ungebremster Konsumismus kein „Menschenrecht“ ist, sondern ein exklusives Privileg weniger, das die Freiheit und das Leben vieler zunehmend gefährdet.

Vor diesem Hintergrund holt Riffreporter Christian Schwägerl einen bemerkenswerten Denker der europäischen Aufklärung aus der Vergangenheit in die Gegenwart: Paul Thiry, besser bekannt als Baron d'Holbach (1723 – 1789), ein Aufklärer und Zeitgenosse von Denis Diderot und Jean-Jacques Rousseau. Wer angesichts der aktuellen Diskussion nach tiefergehender Inspiration sucht, dazu Lust auf eine philosophische Reise in die Vergangenheit und zugleich auf eine Vision für die Zukunft hat, sollte den folgenden Beitrag lesen.

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