Hüttenwirt macht Kühe zu „Speisekarten“: Anzeige

„Speck“ und „Apfelstrudel“ weiden auf der Alm. Werbeaktion rief Tierschützer auf den Plan.

Eine tierische Werbeaktion hat einem Kärntner Hüttenwirt eine Anzeige des Vereins gegen Tierfabriken eingebracht. Er beschriftete seine Kühe mit „Buttermilch“, „Apfelstrudel“ oder „Speck“. Der Verein sieht darin einen Verstoß gegen die Würde der Tiere und hat Anzeige erstattet, wie er am Donnerstag in einer Aussendung bekannt gab.

Rund um die Neugarten Almseehütte auf der Gerlitzen grasen beschriftete Kühe. Einem Tierschutzverein schmeckt das nicht. Foto: facebook/Neugartenhütte

Insbesondere die Bezeichnung „Speck“, die ins Fell eines Rindes gefärbt wurde, stört die Tierschützer. Diese habe „einen sehr negativen und makaberen Beigeschmack, immerhin werden auch diese Rinder früher oder später getötet, zu Fleisch verarbeitet und vermutlich auf besagter Berghütte verkauft und verspeist“.

Der Verein argumentiert, dass es laut Tierschutzgesetz verboten sei, Tiere aus kommerziellen oder auch rein ästhetischen Gründen die Haut, das Federkleid oder das Fell zu färben. Es sei ja durchaus denkbar, dass ein Verfärben des Fells den Rindern keine Schmerzen zufüge, aber ein „tief greifender Eingriff in das Erscheinungsbild der Tiere“ sei eben verboten, ebenso wie erniedrigendes Verhalten.

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13 Postings bisher
genaugenommen

@hoerzuOT, wie hältst du mit dir selber im Bezug auf Tätowierungen oder Haarfärbung? Ich finde diese Beschriftung eine absolut harmlose gute Idee (Gag/Witz) und für die Tiere auch sicher schmerzfrei. Also liebe Tier-schützer, am Boden bleiben, es gibt wirklich andere Gründe wo wirklich das Tier zu schützen ist. Sollte „der tiefgreifende Eingriff in das Erscheinungsbild des Menschen“ nicht auch verboten werden? )Nasenringe od. diverse Nägel in allen möglichen Körperteilen.)

Rudi

Als gäbe es nicht genug andere Probleme.Viel Geschrei um nichts

    bobbilein

    man kann sich schon auch um mehrere probleme gleichzeitig kümmern! immer dieses gegeneinander aufwiegen...

    es geht hier um die würde der tiere!

      hieronymus68

      Ich sehe die Würde der Tiere eher bedroht bei Fleisch Billigangeboten in unseren Supermärkten, als bei friedlich weidenden Tieren auf einer Alm. Der Verein gegen Tierfabriken hat hier wohl das Thema komplet verfehlt.

steuerzahler

So ein Theater, nur weil einer mit seiner Werbemaßnahme ins Klo gegriffen hat. Den Kühen wird's am ehesten Wurscht sein, nur ein paar Wichtigtuer regen sich über so etwas auf. Hoffentlich nehmen diese Leute nicht jede Werbung so wichtig, sonst müßte man sich ernsthaft Sorgen machen.

    senf

    steuerzahler@ hast recht, die kühe und regen sich auch nicht auf, wenn man ihnen die gelben EU- nummerntafel an ihre lauscher klippst, um später mit stolz den regionalen herkunftsnachweis für das billige und genüssliche steack auf der grillstange hochzuloben. vom kaiserschmarren allein werden diese leute ja auch nicht satt.

      nikolaus

      ... und nicht zu vergessen: die Hörner, die man ihnen abnimmt bzw. erst gar nicht wachsen lässt. Hier hätte ich wesentlich mehr Bedenken, ob das der Würde eines Rindes gerecht wird ...

42na95

Hoffentlich ist die Farbe ökologisch abbbaubar 😂

hoerzuOT

somit weiß ich schon, welche Kärtner Hütte ich bei meinen Wanderungen definitiv meiden werde!!

    raimatt

    aber die Schokolade mit der violetten Kuh genießt man schon seit Kuhzehnten ähm Jahrzehnten ohne großen Aufschrei. Da wäre es besser, wenn man die Einkäufe bei den Großkonzernen boykottieren würde und nicht einen Hüttenwirt…

      hoerzuOT

      hä? was hat das mit diesem Artikel zu tun?

      senf

      die violette kuh ist aber aus plastik so wie so manche beschläfer/innen hahah

hoerzuOT

wie zynisch und geschmacklos!!!!