Streit um Natura 2000-Schutzgebiete beigelegt

17 Gebiete einschließlich der gesamten Isel befinden sich in Tirol unter Natura 2000-Schutz.

Ein jahrelanger Streit um zu wenige Natura 2000-Schutzgebiete zwischen Österreich und der EU ist beendet. „Mit der Verfahrenseinstellung wird der Behauptung einer ungenügenden Ausweisung von Natura 2000-Schutzgebieten endgültig jeglicher Wind aus den Segeln genommen“, meinte Tirols Landeshauptmann Günther Platter. Nachnominierungen aus Tirol hätten zur Beendigung des Streits beigetragen.

Insgesamt 17 Gebiete befinden sich nun in Tirol unter Natura 2000-Schutz. Zuletzt wurde zur Beendigung des Verfahrens das Gebiet der Padeilemähder in Trins (Bezirk Innsbruck-Land) nachgemeldet. „Erreicht wurde die Streitbeilegung auch maßgeblich durch die letzte Nachnominierung von Gebieten in Tirol“, sagten Platter und seine Stellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) unisono. Dem vorausgegangen waren Gespräche mit Grundeigentümern, deren Zustimmung erforderlich war.

Sechs Jahre lang dauerte laut Platter der Rechtsstreit, dem zahlreiche Kontroversen vorausgegangen waren. Die schwarz-grüne Tiroler Landesregierung war sich in Sachen Natura 2000-Nachnominierungen lange Zeit uneins. Während Platter im vergangenen Jahr noch mehrfach erklärt hatte, dass das Land keine neuen Nominierungen vornehmen werde, setzte Felipe stets auf weitere Gespräche und unterstreicht: „Von historischer Bedeutung ist die Unterschutzstellung der Isel vom Ursprung bis zur Mündung in seiner Besonderheit als einer der letzten freifließenden Gletscherflüsse Europas und des ganz besonderen Lebensraums.“

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10 Postings bisher
Gamsbock

Herr Haidenberger, ich verstehe schon und akzeptiere, dass Sie Ihre Vorgangsweise verteidigen und die Ergebnisse als erfolgreich schön reden. Aber ich muss trotzdem sagen: Von Wirtschaft und den Lebensrealitäten haben sie keine Ahnung. Von Arbeitsplätze schaffen in Zusammenhang mit Natura 2000 und Nationalpark zu sprechen, zeigt das eindeutig. Und wenn Sie die Padeilemähder in Trins mit einem besiedelten Wirtschaftsraum wie dem Iseltal vergleichen, dann zeigt das auch Ihre Planlosigkeit. Dass es auch anders gehen könnte mit Nominierungen ..... Dass ich nicht lache. Auf den Padeilemähder wird im Sommer ein paar Monate gemäht und es arbeitet dort meines Wissens größtenteils ein Bauer, vielleicht mit ein paar Gehilfen. Sehr positiv, wenn hier seltene Blumen wachsen und wenn das Gebiet geschützt ist. Genau dafür sollte Natura 2000 eigentlich da sein. Aber nicht für Siedlungsraum, wo Menschen leben und arbeiten müssen. Oder besser gesagt, nur in kleinerem Ausmaß.

    Sumse

    "Aber nicht für Siedlungsraum, wo Menschen leben und arbeiten müssen" Der Natura 2000 Schutz bezieht sich ausschließlich auf die Isel,den unmittelbaren Uferbereich und einige Abschnitte der Nebenflüsse Schwarzach und Kalserbach. Glaube nicht ,dass die Isel selbst ein menschlicher Dauersiedlungsraum ist. Evident hingegen ist ,daß durch diesen wunderbaren Fluss viele Menschen ein einmaliges Naturerlebnis haben und sehr viele Outdoorunternehmen coole Arbeitsplätze geschaffen haben. Gamsbock: Thema leider komplett verfehlt!!

    Thomas Haidenberger

    @ Gamsbock Ich kann ohne weiteres damit leben, dass wir in Sachen Natura 2000 nicht einer Meinung sind. Ich bin zum Glück auch nicht auf Ihre Einschätzung von Wirtschaft und Lebensrealitäten angewiesen ...

    Von den von ihnen angesprochenen "Schäden" ist aber immer noch nichts zu lesen. Vielleicht sind Sie ja noch so freundlich, uns da einzuweihen?

    Detektor

    Gamsbock, bleib lieber in Deinen abgelegenen Schrofen - oder informiere Dich wirklich über Natura 2000, bevor Du meckerst. Sumse weiß darüber offensichtlich Bescheid - danke! Und den angeblich angerichteten Schaden hast Du uns immer noch nicht genannt, obwohl danach schon vor zwei Tagen gefragt wurde ....

Nikolaus F. Pedarnig

Sonderförderungsprogramm Natura 2000 Region Isel (https://www.tirol.gv.at/arbeit-wirtschaft/wirtschaftsfoerderung/sonderprogramme/natura-2000-region-isel/) für die Gemeinden Ainet, Hopfgarten i. D., Kals, Matrei. O., Oberlienz, Prägraten, St. Johann im Walde, St. Jakob i. D., St. Veit i. D., Schlaiten und Virgen ist mit 10 MIO Euro für 10 Jahre verfügbar.

D.h. das im Schnitt für jede Gemeinde 90.000 Euro pro Jahr verwendet werden können.

Die Schwerpunkte Entwicklung des Standortes, Förderung der gewerblichen Wirtschaft sowie der Daseinsvorsorge lassen einen breiten Raum für Ideen und Projekte der Osttiroler Bevölkerung.

Fazit: Los gehts, machen wir uns Gedanken über die Zukunft und die Gesellschaft, bilden wir Gruppen, die das Gemeinsame über das Trennende stellen, gehen wir Kompromisse sein und werden wir aktiv.

Thomas Haidenberger

Der von @Gamsbock erkannte "Schaden" für Osttirol soll hier bitte dargestellt und erklärt werden:

Sind es die Arbeitsplätze, die der Nationalpark Hohe Tauern direkt und indirekt geschaffen hat und weiter schafft? Sind es die 10 Millionen Euro aus dem regionale, Natura 2000 - Sonderförderungsprogramm?

Dass es auch anders gehen könnte mit Nominierungen für das Natura 2000 - Netzwerk belegt ein aktueller Beitrag auf der ORF-Tirol Website: https://tirol.orf.at/stories/3006149/

Gamsbock

Das sind endlich mal "Good News" in dieser leidigen Causa. Genug ausgewiesen! Das hat nun endlich auch die EU erkannt. Retter, WWF Alpenverein und die Grünen haben hier in Osttirol schon genug Schaden angerichtet.

    nikolaus

    Armer Gamsbock - noch deine Urenkel werden sich für diese Aussage schämen und für den Schaden, den soche Einstellungen wie die deine verursachen ...

      chiller336

      solange tag für tag tausende von flugzeugen ihren dreck über unserer natur verbreiten sind ausweisungen von natura 2000 sowieso fürn hugo .... und uns wird wieder versucht weiszumachen, wie schön, wie gut wir es haben. selber denken ist in der heutigen zeit eher zielführend, als vermeintlichen richtigen meinungen wie die lemminge zu folgen ....

    Erich

    An Gamsbock eine Frage: Welchen Schaden???