Packendes Derby im Tauernstadion. Der Matreier Abwehrchef Martin Holzer klärt mit einer Parade, die selbst Keeper Lukas Unterlader staunen lässt. Foto: Brunner Images

Packendes Derby im Tauernstadion. Der Matreier Abwehrchef Martin Holzer klärt mit einer Parade, die selbst Keeper Lukas Unterlader staunen lässt. Foto: Brunner Images

Derby: Matrei bezwingt Assling mit 3:1

Pure Dramatik bei einem echten Unterliga-Krimi im Tauernstadion.

Es war alles angerichtet für ein packendes Derby im Tauernstadion Matrei. Knapp 800 Besucher, darunter viele Fans aus Assling, hatten sich zum ersten Unterliga-Derby der beiden Mannschaften am 10. August eingefunden.

Die erste Chance auf den Führungstreffer fanden dann die Gäste jeweils aus Standardsituationen vor. Matrei-Schlussmann Lukas Unterlader war aber bei zwei Freistößen von Denis Kerrniqi auf dem Posten. Bereits in dieser Phase zog sich der Unparteiische durch einige umstrittene Entscheidungen den Unmut des Publikums zu. Die Matreier benötigten einige Zeit, um zur ersten Möglichkeit zu kommen. Nach 23 Minuten probierte es der an diesem Tag äußerst fleißige Christoph Jestl aus der Distanz, sein Schuss ging aber knapp über das Tor.

Nur wenige Augenblicke später stellte der Südtiroler Goalgetter in den Reihen der Thaler seine Extraklasse einmal mehr unter Beweis. Auf Höhe der Mittellinie ließ Denis Kerrniqi mit einem Fersler seinen Gegenspieler aussteigen und schoss aus rund 40 Metern den Ball über Lukas Unterlader zur 1:0 Führung ins Netz. Ein Treffer der das Prädikat äußerst sehenswert verdient.

Wenn er Anlauf nimmt, ist Gefahr im Verzug: Denis Kerrniqi. Foto: Brunner Images

Danach wurde es auf dem grünen Rasen immer hektischer und der Unparteiische zückte binnen weniger Minuten gleich zweimal die Ampelkarte. Zunächst stellte er den Matreier Regisseur Jonathan Panzl vom Feld und in der 36. Minute schickte er Gäste-Akteur Dominik Kofler vorzeitig unter die Dusche. Kurz darauf fischte Julian Fürhapter im Asslinger Kasten einen gut angetragenen Freistoß von Daniel Kofler aus der unteren Ecke. Im Anschluss an den darauf folgenden Eckball reklamierten die Hausherren vergeblich ein Handspiel eines Asslinger Spielers im Strafraum.

Die letzte Halbchance im ersten Spielabschnitt fanden dann erneut die Iseltaler vor, der noch abgefälschte Schuss von Julian Wolsegger ging aber am Tor vorbei. Kurz nach dem Wiederbeginn hatte dann Julian Moser nach einem Eckball die Riesenchance auf den zweiten Treffer, sein Kopfball ging aber knapp über das Tor. Dann verflachte das Spiel etwas und es hatte den Anschein, dass die Matreier sich an der gut stehenden Oberländer Defensive an diesem Tag die Zähne ausbeißen würden. Und hätte nicht Lukas Unterlader bei einem Schuss von Florian Huber, den er mit einem tollen Reflex über die Latte lenkte, blendend reagiert, wäre das Spiel wohl bereits vorzeitig entschieden gewesen.

Dann aber folgten die letzten 20 Spielminuten, eine Schlussphase die die Gäste wohl noch einige Zeit in Erinnerung behalten werden. Aber der Reihe nach. Nach einem Foul am durchbrechenden Oliver Steiner sah Manuel Stocker-Waldhuber, der eine starke Partie in der Innenverteidigung der Thaler abgeliefert hatte, die gelb/rote Karte. Nur drei Minuten später tankte sich Daniel Kofler auf der linken Seite durch und seinen Stanglpass verwertete der in der Mitte völlig freistehende Julian Wolsegger aus kurzer Distanz zum Ausgleich.

Dieser Treffer setzte bei den Iseltalern neue Kräfte frei und nach idealem Zuspiel des eingewechselten Fabio Pargger scheiterte Christoph Jestl an Assling-Keeper Julian Fürhapter. 60 Sekunden später hatten dann aber die Matreier Fans Grund zum Jubeln. Der an diesem Tag wohl auffälligste Matreier, Christoph Jestl, konnte nur mehr durch ein Strafraumfoul gestoppt werden und Kapitän Daniel Kofler verwertete den Strafstoß zur 2:1 Führung für die Hausherren. Ganze vier Minuten später zeigte der Unparteiische nach einem erneuten Strafraumfoul, diesmal am durchbrechenden Manuel Hanser, wieder auf den Elfmeterpunkt. Wieder übernahm der Matreier Kapitän die Verantwortung und verwandelte zum 3:1. Dies war dann zugleich der Endstand in einem auch auf den Zuseherrängen sehr emotional geführten Osttiroler Derby.

Und die Osttiroler Fußballfans können sich bereits nächstes Wochenende auf gleich zwei Derbies freuen. Am Samstag 17. August trifft der SV Rapid Lienz um 19:00 im Dolomitenstadion auf die Union Matrei und am darauffolgenden Tag kommt es um 17:00 Uhr in der Theurl-Arena zum Aufeinandertreffen zwischen dem URC Thal/Assling und dem FC-WR Nußdorf/Debant.

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