Lorenz aus Assling hat heuer am Lienzer Gymnasium maturiert. Ab nächstem Jahr will er Volkswirtschaft in Wien studieren. Foto: Lorenz Bodner

Lorenz aus Assling hat heuer am Lienzer Gymnasium maturiert. Ab nächstem Jahr will er Volkswirtschaft in Wien studieren. Foto: Lorenz Bodner

„Politik legt Regeln fest, die für alle gelten“

Lorenz aus Assling würde als Bundeskanzler eine ökologische Steuer einführen.

Diesmal sprechen wir für die Dolomitenstadt-Serie „Jugend wählt“ mit Lorenz aus Assling über Politik und seine Erwartungen an die nächste Regierung. Der 18-Jährige absolvierte dieses Jahr die Matura am Lienzer Gymnasium. Nach dem Grundwehrdienst will Lorenz ab dem nächsten Jahr Volkswirtschaft in Wien studieren.

Was bedeutet Politik für dich?

Für mich legt die Politik Regeln fest, die für alle Menschen in einer Gesellschaft gelten sollen. Das Ziel sollte sein, Ordnung und ein bestmögliches Leben der Bevölkerung zu gewährleisten. Um Lösungen finden zu können, ist der Diskurs und oft auch der Kompromiss sehr wichtig.

Wie und wo informierst du dich über Politik?

Ich informiere mich eigentlich ständig über Politik. Ich habe diverse Apps von seriösen Nachrichtenportalen bzw. Zeitungen und lese dort mehrmals täglich Berichte über aktuelle Geschehnisse im In- und Ausland, auch über Social Media bekommt man viel mit. Obwohl ich sicher das meiste an Informationen digital aufnehme, lese ich aber trotzdem jeden Tag in der Früh auch die Printausgabe einer Zeitung.

Was würdest du als Erstes verändern, wenn du für einen Tag Bundeskanzler wärst?

Ich würde eine Art ökologische Steuer einführen, die umweltschädliche Produkte stärker besteuert als andere. Das daraus gewonnene Geld sollte direkt an sozial schwächere Bevölkerungsschichten fließen und diese unterstützen. Ich bin schon der Meinung, dass es eine Aufgabe der Politik ist, den Konsum der Bevölkerung – für ärmere Menschen möglichst einkommensneutral – in eine ökologischere Richtung zu lenken.

Gehst du zur Nationalratswahl im September?

Natürlich gehe ich zur Nationalratswahl. In der österreichischen Demokratie hat jeder Staatsbürger und jede Staatsbürgerin ab 16 Jahren eine Stimme, egal welchen Geschlechts, welcher Religion oder politischen Meinung. Wählen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.

Welche Erwartungen hast du an die nächste Regierung?

Die nächste Bundesregierung sollte sich vermehrt für die Forschung und Entwicklung in den Bereichen erneuerbare Energien, öffentlicher Verkehr und grüne Technologien einsetzen, damit Österreich in Zukunft als Wirtschaftsstandort erfolgreich ist.


„Fridays for Future“ beweist: Die Jugend will mitreden und kann die Politik auch unter Druck setzen. Die Jungjournalisten von dolomitenstadt.at holen deshalb Wahlberechtigte unter 20 vor das Mikrofon und fragen in unserer neuen Serie „Jugend wählt“, welchen Stellenwert die Politik im Leben junger Menschen aus der Region hat.

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