Der Erleuchtete? Fast religiöse Hingabe ist demokratiepolitisch beängstigend. Foto: Expa/Oberhauser

Der Erleuchtete? Fast religiöse Hingabe ist demokratiepolitisch beängstigend. Foto: Expa/Oberhauser

Wann wird es der Bevölkerung zuviel?

Die österreichische Seele erträgt politische Skandale ohne Wimpernzucken.

Die ersten Wortmeldungen zum offiziellen Wahlkampfauftakt zeigen ein gewohntes Bild: Peter Pilz wittert einen Skandal, die Neos kümmern sich um Wirtschaftsthemen, diesmal die Pensionen. Die Grünen fordern öffentliche Verkehrsmittel für alle und überall. Die SPÖ schweigt und wartet auf bessere Zeiten, die FPÖ leidet an ihrem Ex-Parteichef, der weg war und schon fast wieder da ist, und die ÖVP zählt Spenden.

Die Medien allerdings werden noch von den Skandalen der letzten Wochen dominiert. Ein bisschen Postenschacher hier, eine Hausdurchsuchung da, ein beschlagnahmtes Handy, bei dem nicht ganz klar ist, wer es auswerten soll oder darf. Die übergangsmäßige Bundesregierung bleibt beim leisen Verwalten, während die Republik noch immer staunt. Langsam stellt sich jedoch die Frage, ob man statt über die Politiker nicht auch ein wenig über die potenziellen Wähler und Wählerinnen staunen sollte.

Und die Bevölkerung schaut zu

Das Volk nämlich nimmt das alles verwunderlich gelassen hin. Geduld ist eine Tugend, heißt es. Sie kann aber auch lähmen. Derzeit fühlt sich der Wahlkampf so an: Fast jeden Tag gibt es Schlagzeilen, die Skandalpotenzial haben, aber überrascht ist schon lange niemand mehr, wie es scheint, und so richtig aufregen, das tun sich relativ wenige.

Genau hier liegt eine demokratische Herausforderung: Gleichgültig, wie schamlos manche Ausrede klingt oder wie undurchsichtig manche Geldtransfers – wohlgemerkt regional wie national – funktionieren, oder welch absurde Deals ausverhandelt werden, es wird von einem großen Teil der Bevölkerung hingenommen und verteidigt. Das haben die ÖsterreicherInnen schon immer so gemacht, möchte man meinen. Was muss geschehen, bis die Wähler ganz konkrete Aufklärung fordern und sich nicht mehr mit Ausreden zufrieden geben?

Vermutlich hat es mit Österreichs Geschichte zu tun. Österreich ist eines der wenigen Länder, die nie eine richtige Revolution erlebt haben. Das zeugt von der Harmoniebedürftigkeit der Bevölkerung und zeigt sich bis heute unter anderem darin, dass man es nicht mag, wenn die Regierung streitet. Lieber irgendeine Koalition, als eine, die streitet. Was intern geschieht, ist egal, nur „fein“ und friedlich muss es sein.

Schimpfen und dann doch wieder gleich wählen

Die Nicht-Revolution könnte auch an der vermeintlichen Gemütlichkeit der ÖsterreicherInnen liegen. Rebellion ist anstrengend. Außerdem tut man es halt nicht, das Aufbegehren. Diesbezüglich denkt Österreich noch immer monarchistisch: „Die da oben“ beschimpft man zwar heimlich oder mit einem Pseudonym im Internet, aber gehorchen, das gehört sich halt so. Solange man schimpfen darf. Und am Ende vergibt man ganz katholisch den Regierenden ihre Sünden und wählt wieder die, von denen man zuerst gesagt hat, das sei unmöglich, untragbar und dass man enttäuscht sei. Man bleibt eben bei seinen Gewohnheiten.

Betrachtet man aktuelle Umfragen, sieht man, dass die türkis-blaue Option eine bequeme Mehrheit von über 50 Prozent hat. Zwar wird die FPÖ eher nicht mehr auf jene 26 Prozent kommen, die sie bei der Nationalratswahl 2017 hatte, doch kann sie aktuell mit angenehmen 20 Prozent rechnen. Die ÖVP liegt sogar noch besser als damals (31,5 Prozent) und darf derzeit auf 35 Prozent und mehr hoffen. Enttäuschte Wähler sind noch immer treue Wähler.

Emotionale Bindung als Wahlargument

Die Washington Post zählt seit Amtsantritt von Donald Trump die Lügen, die er öffentlich ausgesprochen hat und die als solche enttarnt werden konnten. Anfang August 2019 waren es bereits 12.000. Nun will niemand unterstellen, dass österreichische PolitikerInnen auf nationaler oder regionaler Ebene dem Beispiel eines US-amerikanischen Präsidenten folgen, doch auch in Österreich werden politische Unwahrheiten als kleine Ungenauigkeit geduldet. Erklärbar ist das nur damit, dass Vernunft weit weniger Rolle für die Wahlentscheidung spielt als Emotion. Wer seine Wähler und Wählerinnen emotional an sich zu binden vermag, darf in Österreich sehr lange tun, was ihm gefällt. Emotionen zu erschaffen, wo keine Inhalte sind oder von solchen abgelenkt werden soll, gehört übrigens zu den Grundwerkzeugen der Propaganda.

Apropos Ablenkung: Ein nur auf den ersten Blick komisches Beispiel für eine geradezu leidenschaftliche Bindung, die bis hin zur freiwilligen Unterwerfung geht, zeigt derzeit ein von der ÖVP lanciertes Video über eine Familie, die ihr gesamtes Haus türkis ausgemalt und eingerichtet hat. Gleichgültig, ob reine Erfindung oder doch wahr, dahinter steckt eine Aktion, die dazu einlädt, über die eigene Kleidung nachzudenken, statt über politische Inhalte. Die geschmackliche Übersättigung möge jedem gegönnt sein, doch diese fast religiöse Hingabe ist demokratiepolitisch beängstigend, gleichgültig für welche Partei oder Person sie stattfindet.

Insofern muss man die lieben Politiker und Politikerinnen aller Parteien bitten: Liefert der Bevölkerung endlich Themen und Ideen, über die diskutiert und nachgedacht werden kann! Wir haben in Österreich das Glück, dass wir wählen dürfen, wen wir wollen, und dass wir das geheim tun dürfen. Das muss so bleiben, bedeutet aber auch für die Bevölkerung, die eigene Verantwortung wahrzunehmen. Das geht aber nur, wenn die Parteien mehr liefern als Emotionen, dafür wären nämlich noch immer eher die Filmbranche und die Literatur zuständig.

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Biker

Der nächste Bundeskanzler mag aus der ÖVP kommen aber Sebastian Kurz wird er nicht heißen. Kurz wird an der Regierungsbildung nach der Wahl scheitern. Entweder er überlässt der FPÖ das Innenministerium oder es wird etwas augegraben das ihm den Kopf kostet. Eine Koalition mit der SPÖ ist ohnehin schon vom Tisch und mit den Grünen und Neos geht sichs nicht aus bzw. da sind die Differenzen zu groß vor allem mit den Grünen.

heli52

Richtig, @Edi1913, alle, die ÖVP wählen, sind verblendet, jene, die FPÖ wählen auch und dazu noch so was von dumm! Nur wer SPÖ oder Grüne wählt, ist intelligent und tolerant!

    Edi1913

    die ÖVP gibt es nicht mehr, ist von Kurz und Blüml beerdigt worden.

    Dreieck

    Die Grünen hatten 2017 keine mehrheitsfähige Linie in der Migrationspolitik - Konsequenz: Parteispaltung, viele Wähler verloren (auf 3% abgestürzt), aus dem Parlament geflogen. 2019 will der FPÖ-Chef und sein Klubobmann halb Österreich nach Russland verscherbeln - Konsequenz: Fast 50.000 Vorzugsstimmen für Strache, kaum Wählerverluste, statt Strache kriegt bald seine Frau ein Nationalratsgehalt, und sonst weiterhin die gleichen Leute am Ruder. Keine Demut, keine Entschuldigung beim Wähler. Im Gegenteil, da kriegst noch ein eigenes Büro, damit er sein Comeback planen kann. Trotzdem weiter alles super! "Dumm und verblendet" waren jetzt Deine Worte @heli52, oba an storkn Magen hommse schon, die Blauwähler, beneidenswert! 😃

Markus aus den Hohen Tauern

Ganz ausgezeichneter Artikel Frau Dr. Ingruber. Je mehr solche Artikel Sie im Standard, hier oder wer weiß sonst noch wo veröffentlichen, desto größeren Zuspruch werden Kurz und die Volkspartei bei der Wahl bekommen. Und das ist gut so. Also bitte so weitermachen!!!

    Muehle

    Können Sie das näher beschreiben. Wenn man kritikwürdiges Verhalten eines Politikers aufzählt und die Bevölkerung darüber aufklärt, bekommt dieser mehr Zuspruch?

      Edi1913

      durch die "jetzt erst recht" Mentalität und gezieltes Opfergetue passiert das bei Verblendeten nur zu oft.

iseline

"DIE Bevölkerung" schaut zu, würde ich so nicht gelten lassen. Denn es gab, wenn auch meist nicht erfolgreich, Proteste in der Zeit der kurzen Regierung. Mir fallen dazu die Aktivitäten von NGO´s, der Caritas oder SOS Mitmensch ein, Menschen, die sich für Lehrlinge einsetzten, "Omas gegen rechts",... Die " friday for future" Bewegung, die 140km/h und etwas Technologie zum Drüberstreuen nicht als Lösung der Klimakrise sieht. Für Osttirol, das wahrlich kein Bezirk ist, in dem fleißig demonstriert wird, war die Kundgebung für die gut integrierte Familie Magomed beachtlich oder die lange Unterschriftenliste für unsere Sozialbetriebe ein Zeichen von aktiver Stellungnahme.

Ob das reicht, um die prognostizierte Neuauflage von ÖVP und FPÖ kritisch zu hinterfragen, ist zwar sehr fraglich, aber auschließen sollte man das auch nicht. Es wird aber auch an uns Bürgern liegen, sich zu informieren, denn dass vor den Wahlen, konkrete Inhalte geboten werden, ist nicht zu erwarten.

julchen

Ach ja ... und wenn man GENAU liest, bekommen ALLE PARTEIEN ihr Fett ab ... so wie sich das für einen professionellen Artikel gehört.

julchen

Ich wundere mich schon sehr: Anscheinend VERWECHSELN manche Leser LEISE IRONIE und BEWUSST ÜBERSPITZTE Formulierungen von Frau Ingruber mit fehlender Objektivität und mangelnder Professionalität .... sehr sehr eigenartig - aber: Gott sei Dank dürfen WIR ALLE offen und ungeniert unsere Meinung sagen ;-))

    Talpa

    Ich wunder mi nit, die verwechseln ja auch Türkis mit Schwarz und Braun mit Blau....ja wir dürfen alle offen unsere Meinung sagen, noch....oder doch nicht, siehe geäußerte Bedenken eines Posters hier über das BKH- Lienz, welchen der TÜRKISE Köll jetzt klagen will.

heli52

Im Gegensatz zum @julchen kann ich @Killian 1990 nur recht geben (bis auf das letzte Wort)! Bild und Überschrift steuern ganz gezielt in eine Richtung! Man braucht nur die Reaktionen der Poster durchlesen - bis auf wenige Ausnahmen ganz in die (anscheinend) von der Kommentatorin gewünschte Richtung! Als "politische Expertin" in einem "unabhängigen Medium" sollte man wenigstes versuchen, ein wenig überparteilich zu sein! Überschrift und Bild mit Bildunterscrift beweisen das Gegenteil ... Da ist der nachfolgende Text ziemlich unbedeutend!

    Muehle

    Natürlich zielt es auf eine gewünschte Richtung - die genannten Kritikpunkte sind ja auch vor allem in dieser gewissen Richtung zu finden. Angriffe auf freie Medien, fast religiöse Anhängerschar, Message Control, mantraartige Stehsätze, kaufbare Politik, Datenshreddern in einer Nacht und Nebelaktion usw. Diese Art der Politik ist kritikwürdig und wurde in diesem Kommentar sehr treffsicher behandelt.

    veterator

    @heli:

    was spricht dagegen, die zeit seit der letzten wahl bzw die letzte regierungsperiode kritisch zu hinterfragen?

    ich verstehe schon, dass parteianhänger kritik nicht gerne lesen/hören.

    aber schauen sie sich doch bitte einmal die umfragewerte der övp anfang des jahres 2017 an. also die zeit bevor basti den (von mir geschätzten) mitterlehner stürzte.

    damals lag die övp bei 20%. kurzzeitig sogar darunter. aktuell liegt die övp bei 35%. also ein plus von ca 75% innerhalb von zwei jahren.

    und jetzt sagen sie mir bitte ernsthaft, was die övp in den letzten 1,5 jahren so toll gemacht hat, das diesen zuwachs rechtfertigt?

    wem in der bevölkerung geht es denn seitdem tatsächlich besser? richtig: nicht vielen. unternehmer und „besserverdiener“ haben primär davon profitiert.

    und all das war nur möglich, indem die övp die fpö in die regierung holte und die fpö wiederum überall die augen zu machte, um selbst ein paar parteigünstlingen und burschenschaftern top-jobs zu verschaffen.

    diese ganze türkise „bewegung“ scheint nichts anderes zu sein, als ein einziger marketing-gag um an macht zu kommen. zum glück checken das auch lngsam sehr viele.

    man kann nur hoffen, dass basti keinen weiteren versuch mit der fpö startet (das wäre dann wohl auch sein politisches ende) und demnächst einen koalitionspartner bekommt, der ihm auf die finger schaut und endlich wichtige themen (umwelt, bildung, wirtschaft(sstandort), pflege/pensionen, soziale gerechtigkeit etc) forciert.

    populistische politik muss ein ende nehmen. damit unsere kinder auch zukünftig in einem so tollen land leben können.

julchen

Lieber Kilian1990: Artikel werden von Menschen geschrieben und sind deshalb nie zu 100% wertefrei und objektiv. Tatsache ist, dass wir eine Regierung hatten, an dessen Spitze Sebastian Kurz stand und sehr wahrscheinlich eine haben werden, die er wieder anführen wird. Deshalb: Ihn an dieser Stelle im obigen Artikel zu platzieren, ist in Ordnung. Aber genau deshalb, lieber Kilian1990, ist es ja so wichtig, immer und überall GENAU hinzusehen und sich vor allem dessen bewusst zu sein, dass wir tagtäglich von diversen Faktoren in unserer Umgebung beeinflusst und (mit Absicht oder auch nicht) manipuliert werden. Der Versuch, Politik VON ALLEN SEITEN her zu beleuchten ist der einzig richtige Ansatz und bietet dem Wähler einen vielschichtigen Einblick, aufgrund dessen er dann bei den diversen Wahlen entscheiden kann. Lieber Kilian1990: Neben Frau Ingruber und Peter Filzmaier gibt es eine Menge weiterer Politbeobachter, die zum Teil durchaus unterschiedliche Ansätze und Meinungen vertreten .... Einfach dranbleiben, gut informieren und dann am Wahltag nach bestem Wissen und Gewissen Ihre Stimme abgeben. Das ist Demokratie .... und ... „kake“ schreibt man groß und mit „ck“

Kilian1990

Bedenklich finde ich auch die Artikel mancher Medien, die eindeutig in eine Richtung zu lenken versuchen. Überschrift: Wann wird es der Bevölkerung zuviel? Mit einem Bild von Kurz. Bildunterschrift: Der Erleuchtete? Fast religiöse Hingabe ist demokratiepolitisch bedenklich. Sicher sehr gut formuliert der Artikel. Aber der Inhalt ist voll ..... na jetzt finde ich kein Wort dafür .... tendenziös, inobjektiv, kake

    Lurch112

    Sebastian Kurz ist nun mal das beste Beispiel dafür. Er ist derjenige, der andere versucht in eine Richtung zu lenken. Journalisten, die 4. Gewalt in unserem Staat, müssen in einer Demokratie dagegen wirken und schauen, dass wir nicht von einem Medium indoktriniert werden.

    Zu Sebastian Kurz: Aufgeblasene Social-Media-Abteilung und Message Control (über 100 Mitarbeiter), Einschüchterung der Medien (Brandstätter vom Kurier berichtete), Teilübernahme der Krone von Benko. Die Krone hat zB 2,3 bis 2,8 Millionen Leser in Österreich und das bei 6,4 Millionen Wahlberechtigten. Ich denke nicht, dass es einer Partei zB ohne der KronenZeitung gelingen würde, an 1. Stelle gewählt zu werden und eine Koalition zu bilden. (Erinnern wir uns an Christian Kern, der der KronenZeitung die Inserate verweigerte und dann fast ständig als "Prinzessin" diffamiert wurde.)

julchen

Sehr guter Artikel, Frau Ingruber! Allerdings: Welche Veranlassung haben Politiker, endlich THEMEN und INHALTE zu liefern, wenn‘s auf die populistische Art und Weise doch viel leichter geht? Aber ich würde mal sagen, dass nicht nur Österreich so tickt ... Man weiß ja inzwischen, dass die Briten in puncto BREXIT durch gezielte Falsch-Imformation in die Irre geführt wurden und das vorwiegend deshalb, weil es die Brexit-Befürworter verstanden haben, die Emotionen der Leute anzusprechen - um nur ein Beispiel von so unsäglich vielen zu nennen ... Sachliche Argumentation wird viel weniger wahr- und aufgenommen als das laute Geschrei (und wenn es noch so gelogen ist ...) KRITISCHES DENKEN und HINTERFRAGEN in fast allen Lebensbereichen ist das, was der Bevölkerung immer mehr abhanden kommt. Anzusetzen wäre meiner Meinung nach in erster Linie schon in den untersten Schulstufen, wo Kinder lernen auf ihrem Niveau zu argumentieren und Dinge zu hinterfragen ... Geschichte, Politische Bildung aber auch der Deutsch-Unterricht in den Oberstufen eignen sich besonders dazu und gehören forciert ... Aber mal ganz ehrlich: Welche Regierung hat schon gerne eine aufgeklärte, kritisch denkende Wählerschaft? Also setzt man lieber auf Bierzeltmentalität und „mia san mia“ ... Funktioniert doch wunderbar in Zeiten wie diesen!

rosemarie

auch ich finde den Artikel genial! Besonders den Satz: Die fast religiöse Hingabe ist demokratie-politisch beängstigend!!! Gott sei Dank-- alle sind nicht so--29.9.- unsere Chance!

Lurch112

Sehr guter Artikel. Ich finde auch, dass es in der Politik eigentlich keinen Personenkult geben darf. Ob das ein fescher Bua ist oder ein fesches Madl ist, sollte nicht in den Köpfen der Leute sein. Niemand sollte gewählt werden, weil jemand zum Familienfest oder einer Wanderung einlädt. Es sollte um Inhalte gehen und Wähler sollten viel flexibler sein. Das würde den Politikern das Lügen und Betrügen austreiben. Oder würde zB Kurz noch einmal die Wahlkampfspenden um 6 Millionen überziehen, wenn ihm die Wähler das nicht verzeihen und er unter 20 Prozent fällt? Wohl eher nicht! Von den Skandalen her dürfte eigentlich FPÖ, ÖVP und SPÖ nicht mehr unter den ersten 3 Parteien sein.

steuerzahler

Leider fehlt uns eine entscheidende Wahlmöglichkeit. Nämlich die Ablehnung der angetretenen Kandidaten. Leider haben die, die ungültig wählen keine Stimme. Wenn die Anzahl der ungültigen Stimmen die Mehrheit erreicht, dann sollten alle Parteien als nicht gewählt gewertet werden und müssen mit neuen Kandidaten und neuen Ideen erneut antreten. Finanzieren würde ich das aus der Parteienförderung. Bei Versagen gibt es eben weniger Förderung. Genauso sollte bei Nichteinhalten von Wahlversprechen eine Pönale fällig werden. Bezahlt von der Parteienförderung.

Meine Stimme bekommt der, der direkte Demokratie einführen will.

    hoerzuOT

    @steuerzahler: 😄 chapeau!! genauso müsste man vorgehen und das ewige "Lied`l hätt`ein End`".

spitzeFeder

Wow, ich wünschte, ich hätte Ihre Gabe Gedanken so in Sätze zu formulieren. Danke dafür, dass Sie es tun. Sie schreiben mir aus dem Herzen.

defregger

Genial analysiert und zu Papier gebracht.

Genau meine Denke und Humor. Wir Ösis sind eigenartige Spezis und, eine sadistische Veranlagung kann nicht ausgeschlossen werden.😎😂