Tirol startet „Welcome Service“ für ausländische Fachkräfte

Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf : „Wir brauchen auch Zuzug aus dem Ausland“.

Aktuell fehlen in Tirol rund 4.000 Arbeitskräfte, im Jahr 2030 werden es laut derzeitigen Prognosen bereits 10.000 sein. Mit dem neu gegründeten „Welcome Service Tirol“ sollen deshalb heimische Unternehmen und Hochschulen dabei unterstützt werden, neu angeworbene Fachkräfte bestmöglich in Tirol zu integrieren, sagte Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP) am Mittwoch.

„In erster Linie wollen wir den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften mit heimischen Arbeitnehmern decken, das allein genügt aber nicht, wir brauchen auch Zuzug aus dem Ausland“, erklärte die Wirtschaftslandesrätin. Die Initiative ist eine Kooperation des Landes Tirol, der Wirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung und der Tiroler Hochschulkonferenz.

Der Start des „Welcome Service“ erfolgt am 1. September. Zunächst soll die Initiative bis zum 31. August 2022 laufen, danach soll evaluiert werden, sagte die Landesrätin. Gefördert wird das Projekt mit insgesamt 360.000 Euro. Das Land Tirol übernimmt davon die Hälfte, die drei weiteren Projektpartner teilen sich die zweite Hälfte zu je einem Drittel.

Die Zielgruppe des „Welcome Service“ sind qualifizierte Fachkräfte, die eine neue Stelle in einem Unternehmen oder an einer Hochschule antreten und damit ihren Lebensmittelpunkt nach Tirol verlegen. Sie bekommen Hilfe bei der Wohnungssuche, bei Behörden- oder Arztgängen, werden bei der Suche nach Schulen oder Kinderbetreuung unterstützt und auch die Partnerin oder der Partner werden beim eigenen beruflichen Neuanfang in Tirol beraten.

„Wir erwarten uns, dass der Arbeitsplatz Tirol damit seine Attraktivität international gut vermarktet und die Kinder und Partner der Fachkräfte ebenfalls Interesse am Lebensraum Tirol finden“, betonte Christoph Walser, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer. Auch Eugen Stark, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung, und Wolfgang Fleischhacker, Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck, begrüßten die Initiative ausdrücklich.

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