Lucas Zolgar bester Darsteller bei Filmfestival in Brüssel

Der Osttiroler überzeugte in der Rolle des von den Nazis ermordeten Priesters Otto Neururer.

Beim West Europe International Film Festival in Brüssel erhielt der aus Osttirol stammende Schauspieler Lucas Zolgar den Preis als bester Darsteller für seine Interpretation des Priesters Otto Neururer im Spielfilm „Otto Neururer – Hoffnungsvolle Finsternis“. Neururer wurde im Jahr 1940 als erster österreichischer Priester in einem Konzentrationslager von den Nazis ermordet und am 24. November 1996 von Papst Johannes Paul II seliggesprochen.

Lucas Zolgar und Gwen Mc Guirk mit Regisseur Hermann Weiskopf. Foto: avgproduktion

Hermann Weiskopf führte Regie bei dem mehrfach ausgezeichneten Streifen, Co-Produzent Ottfried Fischer agierte ebenso vor der Kamera, wie Karl Merkatz, Julia Gschnitzer und Jasmin Mairhofer. „Otto Neururer“ gewann in Brüssel auch den Preis für die besten Kostüme – den die in Tirol lebende Irin Gwen Mc Guirk entgegennahm – und war in drei weiteren Kategorien nominiert: bester Spielfilm, beste Regie und bestes Drehbuch.

Im Juni waren die Beteiligten eingeladen, „Otto Neururer“ in der Filmoteca Vaticana im Vatikan zu zeigen, im Beisein hoher kirchlicher Würdenträger. Einen Tag später trafen Ottfried Fischer und Regisseur Hermann Weiskopf bei einer Generalaudienz den Papst persönlich. Ebenfalls im Juni gewann der Film beim „Vero Beach Wine and Film Festival“ in Florida, USA, den „Jury Award“ und „Audience Award“.

Öffentliche Kinopremiere für „Otto Neururer – Hoffnungsvolle Finsternis“ ist am 4. Oktober im Innsbrucker Metropolkino, danach werden Regisseur Hermann Weiskopf und Drehbuchautor Peter Mair ihren Streifen im Rahmen einer Kinotour durch ganz Österreich und ab 2020 auch durch Deutschland und zu weiteren europäischen Spielstätten in Italien, Spanien und Frankreich begleiten.


Zum Film: 36 Stunden dauert der qualvolle Todeskampf des Tiroler Priesters Otto Neururer im KZ Buchenwald: Jahrzehnte später macht sich Heinz Fitz, ein alternder Schauspieler und Lebensborn-Kind, mit der jugendlichen Straftäterin Sofia und dem an Parkinson erkrankten Pfarrer Anton auf die Suche nach den Spuren des seligen Priesters Otto Neururer. Heinz unternimmt die Reise durch Otto Neururers Leben, um wieder beten zu können und um die Scham über die Schuld des Vaters, der als eingefleischter Nazi Schreckliches angerichtet hat, in ihm zu heilen und inneren Frieden zu finden.

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