Wieder Vorwürfe gegen Ex-Innenminister Kickl

FPÖ-Polizisten als Chauffeure und ein Kabinettchef mit Hang zu langen Autofahrten.

Mitten in den Intensivwahlkampf platzen neue Vorwürfe gegen den freiheitlichen Listenzweiten Herbert Kickl. Der Ex-Innenminister soll genehmigt haben, dass sein Kabinettschef im Ministerium, Reinhard Teufel, ausgiebig mit einem Dienstwagen unterwegs sein konnte. Mehr als 96.000 Kilometer sollen es in nur 17 Monaten Amtszeit gewesen sein und damit deutlich mehr als bei Kickl selbst, berichtet Ö1.

Dazu kommt noch, dass extra vier der FPÖ-Gewerkschaft AUF zugerechnete Straßenpolizisten Kickl, Teufel und Generalsekretär Peter Goldgruber als Chauffeure zugeteilt worden seien. Teufel begründet das mit Geheimhaltung. Für die Privatnutzung des Dienstwagens habe er eine Pauschale bezahlt, so der frühere Kabinettschef, der nebenbei (und bis heute) als niederösterreichischer Landtagsabgeordneter der Freiheitlichen tätig ist.

Der ehemalige Kabinettschef hat am Samstag per Aussendung alle Vorwürfe gegen ihn wegen Nutzung eines Dienstwagens als „Schmuddelkampagne“ zurückgewiesen. Es sei alles auf dem Boden der gesetzlichen Grundlagen erfolgt und rechtlich sauber.

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8 Postings bisher
Ceterum censeo

⚖Zu viel Dominanz und "Kikelei", auch in einer neuen Regierung - nein, Danke! Es muss ein Neubeginn, ohne ständige "Ausreißer" folgen.

    iseline

    So wie sich S. Kurz ausdrückt, wird es wohl leider wieder zu einer "Kikelei" kommen - mit vielen Einzelfällen. Vermutlich gibt es mit den anderen Parteien einige Schein-Koalitionsverhandlungen und dann heißt es, deren Forderungen sind zu hoch, wir nehmen wieder die Blauen.

    ÖVPwähler nehmen das in Kauf und damit auch H. Kickl, wenn nicht als Minister, dann halt als bestimmenden Klubobmann. Vor seiner Ministerkrarriere sprach er sich noch wortgewaltig für Sparsamkeit, Transparenz und gegen Postenschacher aus. In seiner Kurzen Ministerzeit hat er es allerdings geschafft, mehr als 1,4 Mio. mehr in seinem Kabinett zu verbrauchen, der Personalstand wurde gar auf das Doppelte erhöht und sein Generalsekretär Goldgruber bezahlte seine Mitarbeiter überdurchschnittlich, sozusagen fürstlich.

Domenik

Was soll man dazu noch sagen. #JetztErstRecht -> Nachdenken!

    bergfex

    Wenn ich mit dem Firmenfahrzeug privat fahre und eine Pauschale ausgenacht ist, ist alles ok.

Stammtisch_Raunzer

Samma sich ehrlich... Ein bis zwei Grüne, die eventuell einen Fehler gemacht haben und Ermittlungen anhängig sind, sind echt ein schwerer Imageschaden, eine Frechheit, der Todesstoß der Demokratie... Aber Einzelfälle, die in die höchsten Regierungsebenen hinaufgehen sind Mobbing gegen fähige, integere und kompetente demokratische Heilsbringer? Schau, die Sau geht auch so lange zum Futtertrog, bis er leergefressen ist. So ist das schon immer gewesen am rechten Rand, fernab der Mitte. https://www.derstandard.at/story/2000072943520/nur-einzelfaelle-die-lange-liste-rechter-ausrutscher

arth

Schon was von Herrn Christoph Chorherr gehört ??? Warum ist das hier keine Schlagzeile Wert?

    Biker

    Gegen Herrn Chorherr wird ermittelt wie gegen viele andere Politiker auch. Da gibts keine Schlagzeilen weil bis zur rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt wie für andere Politiker auch!

      bergfex

      Wird gegen Teufel ermittelt? Gleiches für alle, also was jetzt?