Tirols SPÖ-Chef Dornauer fordert „Kurskorrektur“

Eine Regierungsbeteiligung ist für den Tiroler SPÖ-Chef nicht vom Tisch.

Der Chef der Tiroler Sozialdemokraten, Georg Dornauer, hat eine „Kurskorrektur“ als erste Reaktion auf die Hochrechnung zur Nationalratswahl gefordert. Offenbar habe die SPÖ im Wahlkampf nicht überzeugen können, daher müsse die Partei „ohne Scheuklappen und Tabus“ das Ergebnis besprechen, sagte er im APA-Gespräch. Trotz der Stimmeneinbußen will Dornauer, dass die SPÖ künftig mitregiert.

„In der SPÖ muss sich was ändern“, sagte Dornauer. Trotz guter Arbeit im Nationalrat, habe man kein besseres Ergebnis erzielen können. Auch junge Wähler zu gewinnen und der FPÖ „nach dieser skandalträchtigen Zeit“ Wähler abzuwerben sei nicht gelungen. „Die SPÖ hat die Wahl verloren“, meinte er.

Eine Regierungsbeteiligung war für den Tiroler SPÖ-Chef aber nicht vom Tisch: „Ich strebe in Tirol in Richtung Regierung und natürlich auch im Bund“, sagte Dornauer. Für eine türkis-rote Koalition wollte er sich – im Gegensatz zum Wahlkampf – nicht mehr klar aussprechen. „Das muss man neu bewerten“, meinte er. Es sei „immer wichtig, auf Augenhöhe“ Gespräche zu führen. Er wolle jedenfalls nicht „gemeinsam mit der FPÖ auf der Oppositionsbank sitzen“. Eine Debatte um die Parteichefin Pamela Rendi-Wagner will Dornauer nicht führen: „Das ist das einzige, das sich Kurz jetzt wünscht“.

Auch der SPÖ-Delegationsleiter im Europaparlament, Andreas Schieder, wollte das Ergebnis der SPÖ bei der Nationalratswahl „nicht schönreden“. Das schlechte Abschneiden gebe der Partei „leider nicht die Kraft, unsere Politik im Nationalrat wie gewünscht zu vertreten“. Seiner Meinung nach wäre es aber wichtig, weiterhin inhaltliche Konzepte vorzulegen. In Zukunft müsse sich die Partei öffnen, forderte Schieder. Sie müsse lebhafter werden – es gebe aber „genügend junge Leute in der Partei, die an eine positive Veränderung glauben“.

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Das Fettnäpfchen des Landes kann ja einfach zurücktreten.