Die Wasserretter kämpften sich am Samstag durch die Fluten des Frauenbachs in Lavant, wo ein Canyoningunfall simuliert wurde. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Die Wasserretter kämpften sich am Samstag durch die Fluten des Frauenbachs in Lavant, wo ein Canyoningunfall simuliert wurde. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Tirols Wasserretter übten in Osttirol für den Ernstfall

Helikopter, Nautik, Taucher, Hundestaffel und Wildwasserretter im Einsatz. Slideshow!

Osttirol war am vergangenen Wochenende Schauplatz für die größte konzentrierte Übung, die je von der Tiroler Wasserrettung durchgeführt wurde. „Wir haben alle Kräfte und alle Sparten – wie Nautik, Taucher, Hundestaffel und Wildwasserretter – zusammengezogen und sind mit 35 Fahrzeugen aus allen Teilen Tirols nach Osttirol gekommen“, informiert der Gesamtübungsleiter Michael Stock.

Michael Stock koordinierte als Gesamtübungsleiter die Simulationen, die bei Tag und Nacht in ganz Osttirol durchgeführt wurden.

Mit dabei hatten die Wasserretter acht Boote, mehrere Anhänger und logischerweise Unmengen an Ausrüstung. Im Mittelpunkt des Geschehens standen das ganze Wochenende über 50 Einsatzkräfte, 25 Personen in der Übungsleitung und Koordination, sowie rund 70 Darsteller. Von Freitag bis Sonntagmittag wurde bei Tag und Nacht für den Ernstfall geübt. Am Tristacher See wurde beispielsweise eine Hotelevakuierung mit 92 Personen simuliert, im Iseltal war es eine Flutwelle, die mehrere Menschen in die Isel spülte und die Helfer forderte.

Eine besonders aufwendige Übung wurde am Samstagnachmittag in Lavant durchgeführt. Beim Frauenbach-Wasserfall wurde ein Canyoningunfall simuliert. Übungsleiter Michael Stock erklärt den Einsatz:

Bei dieser Übung hatten die Retter Unterstützung aus der Luft. Weil die Wasserrettung zwei Mal pro Jahr auf Kosten des Landes Tirol einen Hubschrauber für ihre Übungen zur Verfügung gestellt bekommt, flog ein Helikopter aus Karres bei Imst zur Übung am Frauenbach ein. Auch die Rettungshundestaffel war in Lavant dabei.

Slideshow von der Übung in Lavant:

Stock zeigte sich mit dem Ablauf der Übung zufrieden, einfach seien die Simulationen am Wochenende aber nicht immer gewesen: „Für alle, die nicht ortskundig sind, war es in gewissen Situationen eine besondere Herausforderung. Auch die Tauchübung in der Dunkelheit war sehr knifflig, die Taucher haben teilweise nur eine Handlänge weit gesehen.“

Neben der Wasserrettung, die als Veranstalter verantwortlich zeichnete, beteiligten sich an den simulierten Einsätzen am Wochenende das Rote Kreuz, die Feuerwehr, die Bergrettung und mehrere Vereine, die in erster Linie die Darsteller beisteuerten.

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