Erste Landesmeisterschaft für Sportschützen mit Handicap

Osttiroler Schützen in den Medaillenrängen. Der Schießstand in Lienz ist barrierefrei.

Am 12. Oktober ging in der Lienzer Pfister die erste Landesmeisterschaft im Sportschießen des Tiroler Behindertensportverbandes  über die Bühne. Durch den Einbau eines Treppenliftes am Schießstand des Sportschützenvereins ist der Zugang zu den Luftgewehrständen nun barrierefrei.

Die Meisterschaft wurde nach ISSF-Regelwerk ausgetragen, wobei die Schützen das Gewehr in diversen Kategorien mit einer Federgabel aufstützten. Die blinden Teilnehmer peilten in der Kategorie SH3 mit einem Kopfhörer samt Sensor das Ziel an. Je konzentrierter sie auf die Veränderung des Tones reagierten, desto genauer war das erreichte Ergebnis. Die Zuschauer zeigten sich beeindruckt von den präzisen Ergebnissen.

Hubert Aufschnaiter (Sportleiter des TBSV), Paula Lobenwein (Obfrau des BSRO), Robert Walker, Lorenz Ritter, Thomas Unterrainer, Andreas Höniger. Foto: Sportschützenverein Lienz

Für den Behindertensportverein Raika Osttirol traten in der Pfister neben dem bereits routinierten Schützen im Rollstuhl, Thomas Unterrainer, zwei weitere Rollstuhlfahrer an, die erst vor rund einem Jahr das Sportschießen unter Trainer Klaus Gstinig für sich entdeckten. Für die drei Osttiroler Schützen machte sich das Training bezahlt, Thomas Unterrainer erzielte bei einer 60 Schuss-Serie sitzend frei 575,8 Ringe und bekam dafür die Silbermedaille. Die Bronzemedaille gewann Andreas Höniger mit 564,7 Ringen, mit nur 1,1 Ringen Rückstand landete Robert Walker auf dem vierten Platz.

Hubert Aufschnaiter, Sportleiter des Tiroler Behindertensportverbandes, lobte bei der Siegerehrung die perfekte Abwicklung und die Anlagen des Sportschützenvereins Lienz. 2021 soll deshalb eine erweiterte Tiroler Landesmeisterschaft im Sportschießen am Schießstand in der Pfister über die Bühne gehen.

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