Aufspielen wird in Wien auch ein aus mehreren Kapellen zusammengestelltes Bezirksorchester Lienzer Talboden. Foto: Brunner Images

Aufspielen wird in Wien auch ein aus mehreren Kapellen zusammengestelltes Bezirksorchester Lienzer Talboden. Foto: Brunner Images

Tirolerball: Region Lienzer Dolomiten tanzt in Wien auf

Am 11. und 12. Jänner steigt der große Ball- und Trachtenauftritt der Lienzer Talbodengemeinden.

Zur Einstimmung auf den Tirolerball 2020 im Wiener Rathaus ein Zitat aus dem offiziellen Pressetext des Tirolerbundes, der den Ball zum 28. Mal ausrichtet und schwärmt: „Aus sonnigem Landschaftsidyll verlagert der Zukunftsraum Lienzer Talboden am 11. Jänner bodenständig gemütliche Gastfreundschaft, eingebettet in zackiges Dolomiten-Temperament, auf städtisches Tanzparkett.“ Klingt vielversprechend, kann man da nur sagen.

Laut Tirolerbund haben sich rund 40.000 aus Tirol stammende „Mander und Weibersleut“ in der Bundeshauptstadt angesiedelt, das Event im Wiener Rathaus wird also wohl eine Art Heimspiel sein und jedenfalls weitgehend dem Klischee entsprechen: „Bunt gewandete Fahnenträger, Marketenderinnen, Schützen sowie Ball-Volk“ werden da erwartet, als Botschafter der 15 Gemeinden des Lienzer Talbodens, die über den Planungsverband die kollektive Wienreise samt Abendprogramm organisieren und mit rund 60.000 Euro auch großteils finanzieren. Weitere 30.000 Euro schießt der TVB Osttirol zu.

Das Motto der Ballnacht lautet „Wir bringen die Lienzer Dolomiten nach Wien“, was weniger geologisch als soziologisch zu verstehen sein dürfte, immerhin treffen laut Pressetext „Stadtmenschen auf Landleute“ und bei der Gelegenheit „mischt sich eingemeindetes Brauchtum mit rustikaler Urbanität”. Das kann ja heiter werden! Bei der Mitternachtseinlage mischen sich jedenfalls die Performances der „Volkstanz- & Schuhplattlergruppe Lienz“ und der „Oberlienzer Schuhplattler“ mit Ausdruckstanz der „Valeina Dance Champions“. Sascha Jost hat eine Lichtshow-Zeitreise durch Osttirols Geschichte choreografiert, die mit dem Amboss-Plattler beginnt und mit Science Fiction-Effekten endet. Philipp Brunner ist als offizieller Pressefotograf dabei und wird die Daheimgebliebenen mit Bildern versorgen.

Sehen und hören lassen kann sich jedenfalls das musikalische Aufgebot der Osttiroler in Wien: im Festsaal spielen die „Lienzer Tanzlmusig“ und „SunTownMusic“ auf, in anderen Sälen die „Kleinstadthelden“, „Da Iselklong“ und „NordOstSaitig“. Das aus mehreren Kapellen zusammengestellte Bezirksorchester Lienzer Talboden wird auch am Tag nach dem Ball zum Einsatz kommen.

Am Sonntag, 12. Jänner, formiert sich bei der Staatsoper um 11.45 Uhr nach der Kranzniederlegung auf dem Südtiroler Platz beim Andreas-Hofer-Denkmal (11.00 Uhr) eine farbenprächtige Prozession mit Musik. Hunderte Mitwirkende in unterschiedlichsten Trachten defilieren durch die Innenstadt. Die Prozession führt über die Kärntner Straße zum Stephansdom. Dort findet um 12.00 Uhr ein Festgottesdienst statt. Nach einer Salve vor dem Dom um 13 Uhr geht es über Graben und Kohlmarkt zur Hofburg, wo um 13.45 Uhr die Fahnenübergabe an Ebbs, die Gastgebergemeinde für den 29. Tirolerball 2021, stattfindet.

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1 Posting bisher
sattmann

wäre doch schön wenn wir in Osttirol einen solchen Ball hätten (und die 30.000€ + 60.000€ auch... )