Mehr als ein Drittel aller Corona-Tests in Tirol

Von österreichweit 15.613 durchgeführten Tests entfallen 5.687 Tests auf Tirol.

Tirol geht beim Testen des Coronavirus offenbar besonders aktiv vor. Mit Stand Freitagmittag wurden von den bis dato österreichweit 15.613 durchgeführten Tests 5.687 Tests alleine in Tirol durchgeführt. Diese Zahlen gehen aus den Statistiken des Gesundheitsministeriums und des Landes Tirol hervor. Damit ist Tirol für rund 36 Prozent der Testungen verantwortlich.

Günter Weiss, Direktor der Innsbrucker Universitätsklinik für Innere Medizin II, bestätigte im Gespräch mit der APA, dass Tirol besonders intensiv teste. Dies hänge laut Weiss auch damit zusammen, dass im Bundesland aufgrund des Auftretens vermehrter Fälle die Testkapazitäten relativ früh bereits hochgefahren wurden.

Zudem sei zu überlegen, ob weiterhin Tests in der gesamten Bevölkerung durchgeführt werden, oder ob man dazu übergehe nur mehr spezifische Gruppen zu testen, sagte Weiss. Also etwa Gesundheitspersonal und die vulnerable Bevölkerungsgruppe. Irgendwann sei die ebenfalls stetig steigende Anzahl an Testungen nämlich nicht mehr durchführbar.

Triage im Container vor dem BKH in Lienz. Wer das Krankenhaus betreten will, wird hier nach exakten Vorgaben abgefragt. Foto: Expa/Groder

Die hohe Anzahl an Fällen in Tirol und die hohe Anzahl an Tests bedinge sich gegenseitig. Treten viele Fälle auf, werden im Umfeld dieser Fälle auch vermehrt Tests durchgeführt. Das vermehrte Testen führe dann wiederum zu einem Ansteigen der Fälle, erklärte Weiss. „Mit einer breiteren Testung gehen natürlich auch die Zahlen mit nach oben“, meinte der Mediziner. Zudem habe es in Tirol einige Cluster gegeben, wo besonders viele Fälle aufgetreten sind.

In Tirol werden mittlerweile jedenfalls nicht mehr nur diejenigen getestet, die entweder Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten oder in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet waren, wie zu Beginn der Epidemie, sondern auch alle, die eine entsprechende Symptomatik bzw. eine Differenzialdiagnose (Erkrankungen mit ähnlicher oder nahezu gleicher Symptomatik, Anm.) haben, erklärte Weiss. Dies hänge aber nicht damit zusammen, dass Gesamt-Tirol zum Risikogebiet erklärt wurde, sondern mit einer österreichweiten Vorgabe des Gesundheitsministeriums, meinte der Mediziner.

In Tirol können 300 bis 400 Tests pro Tag durchgeführt werden. Diese Kapazität soll jedoch ab Anfang kommender Woche noch erhöht werden, teilte das Land am Freitag auf APA-Anfrage mit. Freitagmittag waren insgesamt noch 1.527 Tests in Auswertung.


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2 Postings bisher
bla

Die Chinesen testen nicht mehr.

Problem gelöst.

(oder sie testen e und lügen halt, was weiß man schon. is auch wurscht, ihnen glaubt e keiner mehr)

heimo

getestete Personen Österreich 15613 davon positiv 2388 = 15,3% getestete Personen Tirol 5687 davon positiv 508 = 8,9% getestete Personen Österreich ohne Tirol 9926 davon positiv 1880 = 18,9%. Also die Trefferquote ist in restösterreich wesendlich höher als in Tirol? Datenquelle https://orf.at/corona/stories/3157533/ bzw. dieser Bericht