Am Donnerstag, 26. März, stand für 40 Rekruten in Lienz eine spezielle Angelobung an. Fotos: Bundesheer/Kurnik

Am Donnerstag, 26. März, stand für 40 Rekruten in Lienz eine spezielle Angelobung an. Fotos: Bundesheer/Kurnik

Auch in Corona-Zeiten: „Ich gelobe“ ertönte in Lienz

40 Rekruten und die wohl kürzeste Angelobung, die je in Lienz durchgeführt wurde.

40 Rekruten der Stabskompanie des Hochgebirgsjägerbataillons 24 wurden am vergangenen Donnerstag, 26. März, in der Haspinger-Kaserne in Lienz – in Zeiten von Corona unter Ausschluss der Öffentlichkeit – angelobt. Im Rahmen der feierlichen Vereidigung gelobten die Rekruten, die ihnen übertragenen Funktionen gesetzestreu und gewissenhaft auszuüben.

Brigadier Johann Gaiswinkler appellierte an die Kameradschaft.

Der militärisch Höchstanwesende war der Kommandant der 6. Gebirgsbrigade, Brigadier Johann Gaiswinkler. Er unterstrich in seiner Rede an die Soldaten die große Bedeutung des Bundesheeres in Krisenzeiten. Die Grundwehrdiener bereitete er dabei auf ihre kommenden Aufgaben vor: „Das eigene Spiegelbild ist jetzt nicht das Wichtigste, was zählt ist die Kameradschaft. Sie werden in Situationen geraten, in denen sie die Wohlfühlzone verlassen.“

Vom Ausbildungskader erwarte sich Gaiswinkler, dass sie „in jeder Lage, zu jeder Stunde und an jedem Ort ein Vorbild sind, so wie sie es schon so oft unter Beweis gestellt haben.“

Auch der Gefreite Kofler muss länger Dienst leisten. Er hat gemischte Gefühle.

Wie die Bundesregierung unlängst verkündete, dürfen die Soldaten, die derzeit ihren Grundwehrdienst leisten, vorerst nicht abrücken. Der Gefreite Kofler aus Anras ist davon betroffen und sieht die Sache mit gemischten Gefühlen: „Ich freue mich nicht über die Verlängerung meines Grundwehrdienstes, die notwendigen Maßnahmen sind für mich jedoch verständlich und ich stehe hinter meinen Kameraden, so lange es eben notwendig ist.“

Mit dem Ausmarsch des Ehrenzeichens und der Bitte um weitere Befehle endete nach nur 25 Minuten die wohl kürzeste Angelobung, die je im Bezirk Lienz durchgeführt wurde.

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1 Posting bisher
doloracer

Man sollte mal bei den über 80 Berufsoldaten und Grundwehrdienern aus Lienz nachfragen die seit 3 Monaten Dienst am Brenner verrichten, was die dazu sagen? Seit 2 Wochen jeden Tag Dienst, nach Hause dürfen sie schon lange nicht mehr und das um lächerliche 900€ im Monat.