Tiroler Polizei warnt eindringlich vor Bergsport

Verstärkte Überwachung des freien Geländes durch Alpin- und Flugpolizei.

In einer Presseaussendung, unterzeichnet vom Leiter der Tiroler Polizeipressestelle, Oberst Manfred Dummer, warnt die Exekutive am Freitag, 3. April, alle Sportler vor ernsten Konsequenzen, wenn das aktuelle Verbot von Bergsport nicht eingehalten wird. Wir bringen die Aussendung im Wortlaut:


Ein Großteil der Tiroler Bevölkerung hält sich seit knapp drei Wochen vorbildlich und eigenverantwortlich an die vom Land Tirol als Gesundheitsbehörde verordneten Verkehrsbeschränkungen nach dem COVID 19 Maßnahmengesetz; vor allem an die Vorgaben, derzeit keine Bergsportdisziplinen durchzuführen und den alpinen Bereich generell zu meiden – dafür dankt die  Polizei für die Disziplin zur Einhaltung der vom Land Tirol verordneten Maßnahmen und das gezeigte Verständnis für die notwendige Überwachung und Kontrollen der Polizei.

Auf Grund des Umstandes, dass sich aber immer wieder etliche uneinsichtige Personen – sei es in Form von Bergwanderungen oder Schitouren – in das alpine Gelände begeben und dadurch nicht nur die verordneten Maßnahmen  missachten, sondern sich auch den Unmut der verantwortungsbewussten Bevölkerung zuziehen, werden in den nächsten Tagen durch die Alpinpolizei mit Unterstützung der Flugpolizei verstärkt Kontrollen im alpinen Bereich durchgeführt.

Da in den nächsten Tagen eine Schönwetterperiode bevorsteht und davon auszugehen ist, dass einige Personen diese „Frühjahresbedingungen“ für Schitouren oder Bergwanderungen ausnützen wollen, ersucht die Polizei die Bevölkerung eindringlich zu Hause zu bleiben und die Berge zu meiden. Werden trotzdem Personen im alpinen Gelände angetroffen, ist davon auszugehen, dass es zu einer Anzeigeerstattung nach dem COVID Maßnahmengesetz mit einem dementsprechenden Strafausmaß (bis zu € 3.600,–) kommen wird. Zudem ist zu berücksichtigen, dass im Falle eines Alpinunfalles Rettungskräfte gebunden und bei schwereren Verletzungen dringend benötigte Krankenhauskapazitäten für Coronavirus Patienten blockiert werden.

Um dies zu vermeiden appelliert der Leiter der Tiroler Alpinpolizei, Mjr Viktor Horvath, an die Vernunft der Bevölkerung: „Bleibts dahoam – die Berge laufen uns nicht davon und sind nach der Corona Krise auch noch da !“

Der Leiter der Polizeipressestelle
Obst Manfred Dummer, BA


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14 Postings bisher
Talpa

A klana Tipp an alle Horvaths, Nehammers und sonstige "besorgte" Entscheidungsträger:

Es gäbe auch Drohnen zur Überwachung der Bürger. Lückenloser, billiger. Es gibt sicher auch Rüstungskonzerne, die de Dinger auch bewaffnet produzieren...Könnte man bei Uneinsichtigkeit bzw. Zuwiederhandlung gleich a Exempel statuieren, und live ins Netz streamen - donn überlegn se sichs, ob se gehn.

    anton2009

    @talpa: man kann alles übertreiben, aber mich wundert, dass man Sie, mit Ihren guten Ideen, noch nicht in den Beraterstab aufgenommen hat! von Ihnen könnte selbst Putin noch etwas lernen!

      Talpa

      Wer keinen Spaß versteht, hat ein ernstes Problem.

baur.peter

unter jedem artikel findet man bei den kommentaren die gleichen sumperer.

    hoerzuOT

    ganz genau!

    Talpa

    Jo bauer.peter, a schon draufkemmen?😂Blitzkneisser!

    Talpa

    Du Sumperer!

    atomsix

    Und der Peda sumpert über die Sumperer ...!

    Bitte vielmals um Verzeihung, aber unsere Obrigkeit liefert momentan auch jede Menge Stoff zum kommentieren. Ich bin schon gespannt, was noch alles kommt und muss sagen, soviel Kreativität hätte ich denen gar nicht zugetraut.

Kapatieme

Man könnte es unverhältnismässig nennen , oder?

atomsix

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Einsatzkräfte überwachen samt Hubschrauber bei Traumwetter beliebte Routen, damit durch illegale Bergsportler im Falle eines Alpinunfalles keine Rettungskräfte gebunden werden ...

Gezeichnet von Obst Manfred Dummer, BA - was soll man dazu noch sagen. Einfach für spätere Zeiten abspeichern, es lohnt sich.