Die Gewohnheit als Gefahr für die Demokratie

Am Dienstag kommt ein Stück Normalität zurück, heißt es. Doch welche Normalität?

Wann haben Sie das letzte Mal nicht über Corona geredet? Vier Wochen im Ausnahmezustand. Die wirtschaftlichen Folgen nicht absehbar, noch weniger gewiss der innere Zustand der Menschen. Was macht es mit Kindern, wenn sie wochenlang nicht mit Freunden spielen können, und welch ungleiche Entwicklungen erleben sie beim Lernen? Oder was macht die Einsamkeit mit jenen, die wochenlang isoliert werden? Und vor allem: Wer weiß, wie es weitergeht?

Am Dienstag kommt ein Stück Normalität zurück, heißt es. Viele Geschäfte dürfen wieder aufsperren. Dafür herrscht Maskenpflicht. Folgt man hier dem tschechischen Modell, weil man Druck von der Wirtschaft bekommen hat? Ein wenig wirkte die österreichische Regierung selbst überrascht, als sie die neue Regelung verkündete.

Findet die Demokratie zu uns zurück?

Teil dieser schrittweisen Normalität muss es sein, sich die Regierungsarbeit und deren Folgen näher anzuschauen und vor allem genau hinzuhören. Werden wir je zur Demokratie zurückkehren? Selbst wenn man so tut, als hätte man überhört, wie grüne PolitikerInnen plötzlich kein Überwachungsinstrument sehen, wo sie früher laut aufgeschrien hätten, hinterlässt die sogenannte Rot-Kreuz-App einen äußerst unangenehmen Nachgeschmack. Ganz banal: Was geschieht danach mit der App? Nicht alle User werden sie in einigen Monaten löschen, sondern sie wird am Handy unbemerkt weiterexistieren. Da in Bezug auf den Datenschutz der Zweifel der verlässlichste Freund ist, muss zumindest die Frage erlaubt sein, wer sicherstellt, dass diese App nicht eines Tages für andere Zwecke missbraucht wird. Denn „harmlos“ kann eine App nicht sein, die überwacht – auch wenn PolitikerInnen lieber von Kontrolle sprechen, was übrigens das Gleiche ist.

Man darf aber auch fragen, warum diese App von keiner heimischen Firma entwickelt wurde, sondern ausgerechnet von Accenture, einer der größten Beratungs- und Outsourcing-Firmen, die mehrfach international in die Kritik geraten ist, unter anderem weil sie zu interessanten Kostenabrechnungen neigen soll und laut Sicherheitsexperten vertrauliche Daten zumindest zeitweise ungeschützt aufbewahrt wurden.

Irgendwann muss man die Politik hinterfragen

Angenommen, wir schweigen auch dazu. Die neue Normalität besagt, dass wir auf unbestimmte Zeit Distanz wahren und Masken tragen. Man hat sich fast schon an den Anblick gewöhnt und die Modebranche ist mit allen erdenklichen Mustern und Farben aktiv geworden. Die Maske, die Individualität nimmt, bringt diese gestreift, gepunktet, geblümt oder mit Glitzer zurück. Das ist gut, solange man sich an diese vermeintliche Normalität nicht allzu sehr gewöhnt, denn sie ist nicht, was sie vorgibt zu sein.

Wir sollten uns an die vermeintliche Normalität nicht allzu sehr gewöhnen, denn sie ist nicht, was sie vorgibt zu sein. Foto: Expa/Groder

Man braucht kein Weltverschwörer zu sein, um zunehmendes Unbehagen zu verspüren, wenn Zahlen beliebig durcheinandergeworfen werden und vorausgesetzt wird, dass man alles glaubt, was man an Informationen und Statistiken vorgesetzt bekommt, solange dies mit ernstem Ton oder dramatisch warnenden Worten vorgetragen werde. Wenn die vielzitierte Stichprobenstudie, die ein wesentlich kleineres Sample verwendete, als man versprochen hatte, zeigt, dass nur ein äußerst kleiner Teil der Bevölkerung infiziert ist (was nichts darüber sagt, wie viele bereits infiziert waren), dann wird die Herdenimmunität erst in einigen Jahren erreicht sein. Will man die Demokratie bis dahin partiell aussetzen?

Der Polizeistaat entsteht in kleinen Schritten

Es geht so schnell. Ein Gesetz hier, eine Verordnung dort. Man bemerkt es kaum. Plötzlich sind Freiheiten eingeschränkt, und es geht dabei nicht um die Diskussion, ob man einige Wochen lang aus Solidarität auf das Paragleiten oder Bergsteigen verzichten werden soll/muss oder möge, sondern um Bürgerrechte, die auf Dauer ausgesetzt werden und dies unser Zusammenleben verändert. Wenn ein Gesetz essentielle Freiheiten einschränkt, muss es zumindest Sinn ergeben und zeitlich so befristet sein, dass es gar nicht erst wie ein Normalzustand wirken darf.

Denn nichts ist mehr normal. Gesetze bringen in ihrem Vollzug nicht unbedingt die besten Seiten des Menschen hervor. Mancher Polizist wird überaktiv im Kontrollieren der Regeln (siehe die aktuelle Situation in Wien) und manch BürgerIn entdeckt das eigene Überwachungstalent. Nur zur Erinnerung: Vernaderung, die hatten wir schon und sie hat damals nur Leid gebracht.

Ein Polizeistaat existiert nicht nur aufgrund von Gesetzen, sondern insbesondere durch das Verhalten der BürgerInnen. Dazu gehört auch, hinter vorgehaltener Hand über das potenziell schuldhafte Verhalten anderer zu sprechen. Immer öfter hört man Sätze wie: „Sie hätte mir sagen müssen, dass sie eventuell krank ist.“ Da wird nicht nur vorausgesetzt, dass man etwas wissen muss, was man nicht wissen kann, sondern es wird etwas in den Rahmen von Schuld erhoben, was niemals Schuld sein kann: Das Covid-19-Virus in sich zu tragen mag schlimm sein, ist aber eben kein Verbrechen. Doch es wird plötzlich wie ein solches oder wie ein Makel behandelt, über den man nicht öffentlich sprechen darf. „Hast du schon gehört, die X hat Corona!“ Wenn die aktuellen Gesetze und Verordnungen solches Verhalten zur Normalität werden lassen, dann wird nicht eine Regierung sondern wir selbst die Demokratie abgeschafft haben.


Daniela Ingruber, Demokratieforscherin am Austrian Democracy Lab der Donau-Universität Krems, analysiert wöchentlich in der Rubrik „Politik im Blick“ aktuelle politische Themen und erklärt deren Hintergründe.

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38 Postings bisher
multi 1

Jetzt haben wir schwarz grün und diskutieren über Demokratie.Was wäre wenn wir noch schwarz blau hätten mit Innenminister Kickl .

defregger

@ isnitwahr....mit löschen ist es nicht getan, wenn dann schon deinstallieren.

Sollte keine Besserwisserei sein.

Kaja

...da fällt mir ein ....https://youtu.be/YElXdBFI1UI🤔

Maik Eva

Diese Krise hatte/hat keinen Platz für "Anders.Denker", ja nicht einmal einen für "Zweifler". Endlich trauen sie sich - ganz langsam - aus ihren Verstecken zu kommen. Das macht Hoffnung !

atomsix

Das ist ein sehr gut geschriebener Artikel, der mir aus der Seele spricht. Daumen hoch auf jeden Fall auch für das, inzwischen zwar etwas beschnittene, aber immer noch sehr passende Titelfoto. Mit Wohlwollen nehme ich zur Kenntnis, dass sich inzwischen auch in den Kommentaren einiges in Richtung kritisches Hinterfragen tut.

Majo

Sehr interessanter Artikel, sehr gut geschrieben. Mich würde mal interessieren, jetzt wo kleine Betriebe, Arbeiter, Kurzarbeit, usw. teilweise vor dem finanziellen, bzw. wirtschaftlichen Ruin stehen, bekommen die Nationalräte, Bundesräte, Oppositionsparteien,Landtagsabgeordneten usw. die momentan ja nichts zu tun haben, zumindest hört man nicht allzuviel, ihr Spitzengehalt ganz normal weiterbezahlt, wo andere um ihre Existenz fürchten müssen ???

alpenelvis76

Genialer Artikel. Gratuliere. Wenn man nicht langsam die Maßnahmen der Politik hinterfragt, dann hat der Virus Wittlich auf allen Ebenen gewonnen.

wolf_c

die Umkehrung der Beweislast ist der entscheidenden Punkt: durch 'verbotenes' Verhalten, keine Maske, mit Leuten reden ..., wird man strafbar und muß sich für sein Verhalten rechtfertigen: dies bedeutet, daß aus einer einfachen Abstandsregel(der einzigen und wichtigsten und einfachsten) ein Sammelsurium von Vorschriften geworden ist die die Eigenverantwortung ausklammern; selber denken und handeln ist inzwischen quasi von Amts wegen und bei Strafe v e r b o t e n, man muß! die vielen vielen Vorschriften befolgen ... der Gruppendruck und die Ängstlichen erledigen den Rest.

Bei der zweiten Phase im Herbst werden alle automatisch das erlernte anwenden, Urlaub am Meer scheint unmöglich heuer, und gar selbständig eine G R E N Z E(geschlossener Plöckenpaß!!!)zu überqueren getrauen die meisten sich gar nicht einmal mehr zu denken ...

alpensepp

Lese ich da ein langsames journalistisches Aufwachen...?

Gertrude

Danke für diesen so wichtigen Artikel. Demokratie ist schneller in Gefahr als man denkt.

isnitwahr

Nachtrag zu meinem Posting: zur App kann ich nur sagen - nicht herunterladen oder ganz einfach löschen, dann hat es sich erledigt. und jeder, der jetzt wirklich Angst hat dem sei gesagt, dass er/sie bei der nächsten Wahl mitentscheiden kann. Angst war immer schon ein schlechter Ratgeber.

iseline

In einer Demokratie muss Politik hinterfragt werden, und das nicht irgendwann, sondern auch jetzt. S. Kurz hält nicht viel von "juristischen Spitzfindigkeiten", wie er jüngst verlauten ließ. Aber Gesetze sind die Grundlage unseres Staates und auch wenn in einer Notlage wie jetzt Ausnahmen und Eingriffe in die Grundrechte möglich sind, ist Kontrolle geboten. Wie Manfred Matzka im Standard schreibt, wird jetzt äußerst schlampig mit Verfassung und Grundrechten umgegangen. Dass der Bundeskanzler kein Wort gegen die Ausschaltung des Parlaments in Ungarn findet, stärkt mein Vertrauen in seine Einstellung zur Demokratie auch nicht wirklich.

isnitwahr

sehr geehrte Frau Ingruber, normalerweise schätze ich ihre Artikel, mit diesem kann ich aber leider überhaupt nichts anfangen. haben sie tatsächlich Sorge, dass Österreich ein Polizeistaat wird? So nach dem Motto: wehret den Anfängen? ich kanns nicht glauben. ich wurde vor kurzem beim Thema Was soll die Hexenjagd am Berg gerügt, dass ich nicht sinnerfassend lesen könnte und sie antworten auf manchmalgott....s posting dass die 3 Polizisten am Foto mit wohl auch nur einkaufen waren(?). dieses Foto ist eine Momentaufnahme, oder hat die Polizei Strafen wegen vergessener Masken oder ähnlichem verhängt? es gab zu anderenThemen x Postings mit der Kritik, dass sich die Polizei nur im Posten verstecken würde, jetzt sind sie auf der Straße und dafür werden sie auch kritisiert - ja wie denn nun (und nein, ich habe keinen Polizisten in der Familie). Österreich hat das Glück, durch seine rigorosen Maßnahmen, welche die Politik ergriffen hat und der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung, welche diese Maßnahmen umgesetzt hat, heute in Relation zu Staaten wie Italien, Frankreich, Spanien und USA so gut dasteht, dass der "Alltag" langsam wieder hochgefahren werden kann und sich die Anzahl dercVerstorbenen in Grenzen halt. Die Gesetze wurden, so viel ich weiß, von der überwiegenden Mehrheit der Parteien beschlossen und werden wohl nur für die Dauer der Pandemie gelten, davon bin ich überzeugt. ich bin dankbar, dass das alles nicht unter der vorhergehenden Regierung passiert ist, da hätte ich sicher auch Bedenken - siehe Ibiza! Wie man heute gelesen hat, wurden trotz der Verbote, Osterfeuer zu entzünden, doch welche veranstaltet. Was wenn es hier niemanden gibt der "Ordnung" schafft? Leider gibt es immer wieder dumme und rücksichtslose Menschen die glauben, sich an nichts halten zu müssen, aber im Zusammenleben von Menschen muss es nun einmal Vorgaben geben, der Mensch braucht Führung. Und unsere derzeitige Führung hat diese außerordentliche Situation, und niemand hat sich bei uns bisher in einer solchen befunden, ziemlich gut gemeistert. Wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein!!! Frohe Ostern

    Rene Bacher

    Genau, wehret den Anfängen! Denn alle Anfänge, denen es zu wehren gegolten hätte, waren in Krisenzeiten. Also finde ich es gut kritisch zu beobachten und zu hinterfragen - die Geschichte lehrt es uns.

    Und für über € 22.000,- brutto, die wir Kaiser Kurz monatlich bezahlen, müssen wir ihn sogar fragen, warum er dieses oder jenes macht, ob das wirklich nötig ist, auf welche Experten er hört (weiß man das eigentlich?) und, wenn uns etwas nicht gefällt, ihn zu dafür zu kritisieren. Das MUSS in einer Demokratie drin sein!

      Talpa

      Ja der Kurz erinnert mich irgendwie an Braco mit seinem gebenden Blick. Stellt sich zur schau, sagt nichts, und seine Jünger sind hin und weg.

    Daniela Ingruber

    Sehr geehrte(r) isnitwahr, genau zu lesen, ist hilfreich, denn ich war das mit dem Polizistenposting nicht. Wenn sie genau schauen, steht da nicht Daniela Ingruber dabei. Das Posting war eine ironische Bemerkung, aber wie gesagt nicht von mir. Im Übrigen teile ich Ihre Meinung, ich bin aber gleichzeitig davon überzeugt, dass wir trotzdem genau hinschauen müssen und dass es eine sehr feine und zarte Linie zwischen Notfallsgesetzen und einer Diktatur gibt. Vom Polizeistaat sind wir weit entfernt, doch die Augen und Ohren offenzuhalten, ergibt Sinn, gerade weil die Normalität in der Krise dafür sorgt, dass die einen nicht mehr mitmachen wollen und – wie Sie ja schreiben – vielleicht rücksichtslos werden, andere aber in vorauseilendem Gehorsam verpetzen und anzeigen, wo eigentlich nichts anzuzeigen wäre. Wir müssen einfach noch ein wenig Geduld haben und gleichzeitig nicht darauf vergessen, dass die gesetze am Ende auch wieder abgeschafft werden müssen.

      isnitwahr

      Sehr geehrte Frau Ingruber! vielmals um Entschuldigung, da haben Sie wirklich Recht, das waren nicht Sie; und was das Verpetzen und Anzeigen betrifft, das finde ich auch nicht ok. Ebenso bin ich der Ansicht, dass wir uns nicht an all die Maßnahmen gewöhnen werden. Und gerade deswegen bin ich der Überzeugung, dass wir keine Angst vor einer Diktatur zu haben brauchen. Über kurz oder lang wird es eine Behandlung und bald darauf eine Impfung geben und dann sind hoffentlich diese Maßnahmen, von denen ich zum überwiegenden Teil immer noch überzeugt bin, für eine lange Zeit nicht mehr erforderlich. Was ich mir als Erkenntnis von dem Ganzen wünschen ist, dass wir unseren den Umgang mir unserer Erde, unseren Mitmenschen und unseren Mitgeschöpfen überdenken. ich bin überzeugt, dass dann schon viel getan wäre.

      Daniela Ingruber

      Sehr geehrte/r isnitwahr (übrigens cooler Nickname, auch wenn ich lieber mit offenen Karten spiele), ich kann Ihnen in Ihrem zweiten Posting nur recht geben: Es wäre tatsächlich schön, wenn wir etwas gelernt hätten und umdenken könnten.

    unholdenbank

    Jawollll! Wirrr brrrauchen wiederrr einen Fürrrrer, der uns fürrrrrt. Damit ja keinerrrr ein Osterrrfeuerrr anzündet. Jawolllll! Derrrr dumme Norrrmalbürrrrgerrrr soll da ja nicht nachfrrragen dürrrrfen. Derrrr soll arrrbeiten, Hände falten und Goschn halten.

    Franz Brugger

    @isnitwahr: Wenn sie USA mit Österreich vergleichen kommmt faktor 42 zum tragen, da schaut es m o m e n t a n trotz verschiedener regierungs arbeit n o c h sehr ähnlich aus.

    Bin aber trotzfdem froh, dass es einen unterschied zu TRUMP gibt. Allerding finde ich, dass unsere regierung zu sehr auf marketing/PR sprache setzt.

      baur.peter

      sehr ähnlich? ernst? faktor 42, ja wenn sich die krise in der ganzen usa gleich verteilen würde, in welchem krankenhaus in österreich herrschen solche elende verhältnisse wie zb in new york?

Zuschauer

Frau Ingruber, wie hätten Sie denn dieses Dilemma gelöst? Nur Kritik, wenig andere Lösungsansätze......

    Rene Bacher

    Warum wird von Kritikern immer erwartet, die Lösung zu haben? Wenn das Essen im Restaurant nicht schmeckt, kritisiere/reklamiere ich es auch beim Kellner ohne dann in die Küche zu gehen und dem Koch zu zeigen, wie es richtig gemacht wird.

    Man muss keinen Lösungsvorschlag parat haben, um etwas zu kritisieren oder zu hinterfragen!

    Ein erster wichtiger Schritt wäre es allerdings, endlich mal Experten mit verschiedenen Ansichten an einen Tisch zu holen und öffentlich zu diskutieren. Niemand von uns wurde gefragt, ob wir all das wollen - es wurde vom Kaiser Kurz bestimmt weil es "nötig" ist, obwohl sich sehr viele Ärzte, Virulogen etc einig sind, dass diese Maßnahmen völlig überzogen sind.

    Zweite Meinungen werden im Sinne der #messagecontrol überhört, übertönt oder sogar diffamiert - Das muss sich ändern!

      Zuschauer

      Finde das der Restaurant vergleich ziemlich hinkt. Wann gab es denn eine vergleichbare Situation in der modernen Welt? Ein Virus das sich so immens ausbreitet. Zig tausend menschen sterben usw..... Und dann kommt ein Vergleich mit einem Wiener Schnitzel...... Tut mir sehr leid aber das verstehe ich nicht. Sehen sie mal rüber übern grossen Teich was eine etwas andere Regierungsarbeit auslösen kann. Diese Situation stell uns ALLE vor grosse Herausforderungen und dann finde ich das man in einer solchen Ausnahmesituation vll auch zu anderen Mitteln greifen darf. Finden Sie das man diese Erlasse nicht kontrollieren sollte?Und um Gottes Willen diese App, ja unsere Daten werden hier verwendet und ja die App zeigt es sogar ab und ja die hat Geld gekostet. Die Verkehrsanzeige von Google Maps wird dann wahrscheinlich durch Zufall generiert oder? Gab es diesbezüglich schon ein Posting der totalen Überwachung?

      baur.peter

      @rene bacher, es wird nicht die lösung erwartet, aber zumindest argumente, nur kritisieren ums dagegen sein ist zu wenig, genauso würde es zum guten ton gehören diffamierungen von personen ( kaiser kurz) in diskussionen wegzulassen um ernst genommen zu werden. frag fünf experten, und du hast sechs unterschiedliche meinungen.... schon fred sinowatz hat gesagt " es ist so kompliziert".

      Rene Bacher

      @baur.peter ich kritisiere nicht, um dagegen zu sein, ich kritisiere, weil ich dagegegn bin. Gegen die mMn überzogenen Masßnahmen, gegen die fragwürdige Kontrolle der selbigen, gegen die falsche Darstellung von "Corona-Toten", gegen die Panikmache von Kaiser Kurz (wie alle werden einen Corona-Toten kennen) und am allermeisten bin ich dagegen, mich von angeblich mich vertretenen Politikern LEBENSGEFÄHRDER bezeichnen zu lassen, wenn ich keine Schutzmaske trage oder ins Freie gehe... Gehts no irgendwie?

      und wie Sie selber sagen, 5 Experten, 6 Meinungen. Warum holt man sich die dann nicht an einen Tisch und diskutiert über die verschiedenen Ansichten - so wie in meinem ersten Posting gefordert?

      senf

      hallo @rene, als kritiker muß ich auch lösungen parat haben. wenn das schnitzel meinem geschmack nicht passt, kann ich salz dazu geben, falls es versalzen ist, gebe ich es zurück und lass mir ein neues bringen. damit habe ich die lösung für mich geliefert. problem behoben. ok?

      wenn ich was kritisiere, stelle ich was fest, das mir nicht passt und begründe es, womit ich schon (zumindest) einen lösungsansatz geliefert habe. man muß das jeweilige thema zu ende denken, dann entstehen lösungsansätze. verständlich?

      baur.peter

      @rene bacher, ich nehme schon an, daß mehrere experten (aus unterschiedlichen bereichen, medizin, wissenschaft, wirtschaft,...) im krisenstab die entwicklung und die darauffolgenden maßnahmen erarbeiten, auserdem kann man ja auch schlußfolgerungen aus anderen ländern in betracht ziehen. das nicht jeder staatsbürger in der meinungsbildung eingebunden wird ist auch klar, wie soll das gehen? ich beneide keinen politischen vertreter um diese aufgabe, auch ihr gehalt sei ihnen vergönnt. dieses mißtrauen von teilen der bevölkerung verstehe ich aber nicht, da wird auf sehr hohem niveau gejammert.

    Daniela Ingruber

    Hallo Zuschauer, wie ich das Dilemma gelöst hätte? Ich hätte zunächst keine App entwickeln lassen. Wenn aber schon App, dann in einem Open Source-Modus, sodass der Quellcode einsichtbar ist. Weiters hätte ich keine riesige internationale Firma beauftragt, sondern heimische Unternehmen. Es gibt in Österreich exzellente Programmierer, die diese App statt um die kolportierten 2 Millionen Euro um circa eine Null weniger programmieren hätten können. Ich hätte den Usern aber auch dazu gesagt, dass die App einen Haken hat, dass sie nämlich auch zwei Personen, die hintereinander in zwei verschiedenen Autos bei der Ampel stehen oder in zwei unterschiedlichen Räumen sind, als zu nahe identifizieren kann, was bedeutet, dass man Warnungen bekommen könnte, die keinen Sinn ergeben. Falls Sie noch eine "Lösung" brauchen, kann ich empfehlen, dass wir viel Geduld miteinander haben und die Dinge immer wieder aufs Neue erklären, wie es Gesundheitsminister Anschober tut. Ich vertraue auf die Intelligenz der Bürger und Bürgerinnen und muss nicht hoffen, dass Nachbarn einander gegenseitig anzeigen. Menschen sind klug, wenn man sie nur klug sein lässt.

      Zuschauer

      Schönen Nachmittag :) ja wie diese Technik funktioniert oder nicht ist mir jetzt nicht bekannt. Ich werde Ihnen dies glauben und ja dies ist natürlich nicht so gut und sollte ausgebessert werden. Glauben Sie das ohne Kontrolle, also rein auf das Vertrauen in die Bebölkerung, diese Maßnahmen eingehalten werden würden? Man sieht weltweit wie gefährlich dieses Virus ist und was es anrichten kann. Siehe Lombardei, siehe USA und und und. Ich habe bei Ihnen das Gefühl das alle Maßnahmen welche in die Freiheit des Menschen eingreifen schlecht sind. Bedenken Sie auch das wir mit diesen Maßnahmen das allerhöchste Gut versuchen zu schützen? Nämlich das Leben. Man sieht ja trotz dieser, wie es scheint extrem massiven Kontrollen, es doch noch einige gibt die sich nicht dranhalten. Man stelle sich doch mal vor, es würde nicht kontrolliert? Reine spekulation, aber ich befürchte dann würden sich die wenigsten daran halten und dann.......... Aber unsere Freiheit sei gewahrt. Ich persönliche stelle das Leben über die Freiheit als Gut. Ob dann die Ärzte entscheiden müssen wer beatmet werden darf oder nicht würde sich herausstellen. Naja, nichtsdestotrotz muss ich sagen das unsere Regierung einen tollen Job macht in dieser EINMALIGEN Situation und man nicht verlangen kann das alles reibungslos abläuft. Man kann nur hoffen das man dies vielleicht einsieht und auch bedenkt das es überhaupt keine Referenzen von vergangenen Situationen gibt. Am ehesten die Maßnahmen beim GAU in Tschernobyl..... Wünsche noch einen Tag und bleiben Sie gesund

Biker

Lesenswerter Artikel: https://www.diepresse.com/5798542/was-die-betretungs-verordnung-wirklich-verbietet-und-was-nicht Und das von der Presse die eindeutig Kurz freundlich gestimmt ist.

Damaha

Ich vermisse in den Medien schon längst kritische Berichte zur momentanen Situation. Und Fragen soll man nicht nur stellen, man MUSS das als denkender Mensch tun. Daher bedanke ich mich für diesen Artikel.

manchmalgottseidankexilosttiroler

Liebe Frau Ingruber, obwohl ich mir den Hinweis nicht verkneifen kann,dass Sie Ihre tiefgreifende Angst vor einer App auch mit dem schrulligen Gartenmauerbesitzer aus Pinkafeld teilen, habe ich dennoch einen Tipp für Sie. Auch wenn zur Zeit die Blockwarte, Vernaderer und Kleingeister wieder mal deutlich Oberwasser haben, rate ich Ihnen mal was Illegales zu riskieren: machen Sie einen Osterspaziergang und schmeißen Sie Ihr geliebtes Smartphone einfach in die Isel und genießen Sie den restliche Tag in Ruhe, denn wir werden auch morgen noch eine Demokratie sein.

    r.ingruber

    Und die PolizistInnen auf dem Bild sind auch nur beim Einkaufen.

      dacapo

      Ja hoffentlich beim Einkaufen. Ansonsten überwachen 3 PolizstInnen fünf Besucher, wenigstens auf diesem Bild. War neulich im Supermarkt indoor, das xfache an Besuchern und kein Polizist. Der Stadtmarkt outdoor muss richtig gefährlich sein. Und hoffentlich haben die zwei grossgewachsenen Polizisten den nötigen Mindestabstand!

      bergfex

      Und nun geht es ihnen besser ?????

      senf

      @dacapo, was für einen blödsinn, wovor hast du angst? drei Polizisten nehmen das stadtmarktangebot an und suchen nach einer speckjause. 😜 warum auch nicht?

Klettermaxi

Tipp 1 - diese App einfach nicht herunterladen Tipo 2 - Hausverstand einschalten Tipo 3 - Politikern und Medien nur begrenzt Glauben schenken Tipo 4 - Leben und leben lassen Danke, für diesen Artikel, der mir aus der Seele spricht !!!👍