Lienz: Andrang auf Innenstadthändler blieb aus

Die maskierten Verkäufer standen in der Woche der Wiedereröffnung recht einsam da.

Seit letzter Woche dürfen in Österreich Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 400 Quadratmetern wieder ihre Tore öffnen. Nach mehreren Wochen der Schließung zählt nun für viele Händler jeder Euro.

In mehreren Läden in der Lienzer Innenstadt bekommen wir zu hören: Die Händler freuen sich, dass sie wieder für ihre Kunden da sein können, zu einem Ansturm auf die Läden sei es in der vergangenen Woche aber nicht gekommen. Auch bei unserem Lokalaugenschein standen die maskierten Verkäufer in vielen kleinen Geschäften erst einmal recht einsam da.

Bei Roland Goller waren in der vergangenen Woche vor allem Kinderschuhe begehrt. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Bei Schuhe Goller am Johannesplatz verzeichnete man laut Inhaber Roland Goller am Tag der Wiedereröffnung „in etwa die Hälfte des Umsatzes, den wir an einem vergleichbaren, krisenfreien Tag erzielen.“ Die Frequenz in der Innenstadt empfinde er ohnehin als sehr schlecht. „Die Stimmung uns gegenüber ist aber durchwegs positiv. In der letzten Woche wurden hier vor allem Kinderschuhe gekauft, die Eltern wirkten erleichtert und dankbar“, so Goller.

Pamela Tschapeller verkaufte zuletzt viele Brettspiele und Puzzles.

Ähnlich sieht man die Lage beim Spielwarenladen „Gustl Spiel & Papier“ im Citycenter. Wie Mitarbeiterin Pamela Tschapeller erklärt, würden die Leute vor allem Puzzles und Brettspiele kaufen. „Der Andrang ist aber nicht vergleichbar mit jenem, den wir gewohnt sind“, so die Verkäuferin.

Andreas Ortner rechnet für sein Unternehmen „frühestens Mitte Mai“ mit einer Verbesserung der Situation.

Andreas Ortner, Geschäftsführer der Metzgerei Ortner spricht im Audiointerview von einer „schwierigen Geschäftssituation“ und zieht nach der Woche der Wiederöffnung Zwischenbilanz:

Auch Floristin Claudia Ambrosch von Claudias Blumenschmuck lässt sich nicht unterkriegen. Nachdem die vorübergehende Schließung des Handels verkündet wurde, hat sie sich durch unzählige Vorgaben und Richtlinien gearbeitet, um letztendlich festzustellen: „Ich darf ja noch liefern!“ Gesagt, getan.

Claudia Ambrosch bot in den Wochen der Schließung Lieferservice an und konnte damit viel wirtschaftlichen Schaden abfangen.

Mittlerweile empfängt Claudia ihre Kunden auch wieder in ihrem Laden in der Messinggasse. Außerdem haben Lebensmittelhändler in mehreren Osttiroler Gemeinden für Claudia und die anderen Lienzer Floristen Primeln, Stiefmütterchen und Bellis verkauft. Im Audiointerview mit Dolomitenstadt.at spricht die Floristin über die vergangenen Wochen, in denen auch sie viel erlebt hat:

Augenoptiker Christoph Buchstätter von Optik Hopffer in der Rosengasse war auch während dem totalen „Shut-down“ weiterhin für seine Kunden da, weil er zu den wichtigen Dienstleistern zählt.

Christoph Buchstätter ist Optiker und war als wichtiger Dienstleister auch in den letzten Wochen für seine Kunden da.

„Seit der Teilöffnung des Handels ist ein wenig mehr los in der Stadt, die Frequenz ist aber noch lange nicht auf normalem Niveau. Die Leute sind beim Einkaufen verständlicherweise noch sehr vorsichtig“, so Buchstätter. Er rechne damit, dass vor allem bei kleinen Läden die Geschäftsfläche in nächster Zeit Probleme bereiten könnte:


TIPP: Gewerbliche Kleinanzeigen auf dolomitenstadt.at, die auch einen Link auf Webshops und Homepages enthalten können, sind derzeit für Osttiroler Unternehmen kostenlos … weitere Infos hier!

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dobui

Innichen hat eine Altstadt?