Patrick Lux und die „leeren Stroßn“

Der in Amlach lebende Musiker mit einem Corona-Song, der unter die Haut geht.

„Ich bin ein arger Selbstkritiker. Solange ich nicht zu einhundert Prozent überzeugt bin, schmeiß ich einen Song 25 Mal weg“, lacht Musiker Patrick Lux. Vor Kurzem war der 34-jährige Niederösterreicher dann mit seiner Arbeit rundum zufrieden. Er hat einen Song zur aktuellen Coronakrise geschrieben, gesungen und selbst produziert. Aber der Reihe nach.

Patrick war sieben Jahre alt, als er erstmals zur Gitarre griff. Damals hat er seine Liebe zur Musik auf den Konzerten seines Opas entdeckt. Nach dem Abschluss einer Chemie-HTL stand für Patrick endgültig fest: „Die Musik wird’s werden.“ Also studierte er in Wien Tontechnik und spielte während dieser Zeit bereits in zahlreichen Austria-Top-40-Bands Gitarre.

Wenig später wurde der 34-Jährige Teil der Band „Grabenland Buam“ – eine „Oktoberzelt-Partie“, wie er sie nennt. „Davon lebe ich heute hauptsächlich und stehe jedes Wochenende mit den Jungs auf Bühnen in und um Österreich“, so Patrick. Mit seinen Jungs schaffte er es auch ins Finale der ORF-Show „Die große Chance“.

Musiker Patrick Lux in seinem hauseigenen Tonstudio. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Seit sechs Jahren lebt Patrick nun mit seiner Frau Christina und ihren beiden gemeinsamen Kindern in Amlach – der Heimatgemeinde Christinas. Da hat es sich der Schwager des Lienzer Rappers Rin99er natürlich nicht nehmen lassen, im Keller sein eigenes Musikstudio einzurichten. Hier treffen wir Patrick auch zum Interview, bei dem er uns erzählt, was hinter seiner neuen Single „Leere Stroßn“ steht:

Patrick produzierte damit erstmals einen Song und auch das dazugehörige Video vollkommen alleine. Das taugt ihm: „Alleine alle Entscheidungen treffen zu dürfen, war eine coole Erfahrung.“ Bis auf das Mischen und Mastern wurde alles im Keller in Amlach erledigt. Fehlte nur noch ein passendes Musikvideo. „Da hab‘ ich einen Aufruf auf Social Media gestartet und die Beteiligung der Leute war der Wahnsinn. Ich habe Videos von leeren Straßen aus ganz Österreich und sogar aus Barcelona bekommen“, erzählt Patrick.

Danach habe er selbst noch ein wenig gefilmt und anschließend ein Lyric-Video im Schwarzweiß-Stil produziert, das es seit einigen Tagen – gespickt mit vielen Szenen aus der Dolomitenstadt – auf YouTube zu sehen gibt:

Als Musiker trifft die aktuelle Coronakrise auch Patrick, doch der 34-Jährige lässt sich nicht unterkriegen: „Ich bin generell kein Jammerer. In den nächsten Monaten haben wir keine Konzerte, das ist natürlich schade. Aber mich freut es umso mehr, dass ich für das Jahr 2021 schon fast ausgebucht bin.“

Beim Verabschieden macht er uns Hoffnung auf Nachschub: „Ich habe bereits eine Idee und die ersten Takte für meinen nächsten Song.“

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

1 Posting bisher
atomsix

Ich muss dem Musiker absolut beipflichten - das passt 100 %ig.

Der bisher beste Corona-Song ist inkl. Video super gelungen.

👍👍