Claudia Wisiol: „Wenigstens den Himmel retten“

Die gebürtige Osttirolerin präsentiert ihr zweites Buch und eine neue Phonmiraus-CD.

Eigentlich hätten in diesen Tagen die ersten Buchvorstellungen stattfinden sollen. Unter anderem auch in Osttirol, denn Claudia Wisiol ist gebürtige Defereggerin und – wie sie sagt – im Herzen immer noch Osttirolerin, auch wenn sie schon lange im Zillertal lebt. Doch Corona machte eine Buchpräsentation vor Publikum unmöglich und Claudia Wisiol verlagerte somit die Vorstellung ihres zweiten Lyrikbandes „wenigstens den himmel retten“ ins Netz.

Obwohl sie bisher kein Fan von sozialen Online-Plattformen war, so war sie dann doch über die vielen Reaktionen zu ihrer Buchvorstellung auf Facebook überrascht und sehr erfreut. „Es ist fast unglaublich für mich, was da passiert ist. Ich bin absolut kein Facebooker, doch ich sah in dieser Plattform zurzeit die einzige Möglichkeit, mein Buch vorzustellen und von den vielen positiven Rückmeldungen war ich total überwältigt.“

die freude ist groß und kommt tief aus dem bauch. mein zweiter lyrikband ist da! es ist ein wundervolles buch zur welt gekommen. ehrlich. echt. lebendig.einige gedichte aus dem buch sind auf der neuen phonmiraus-cd "weiter geht's" verwoben. auch die "dunkelweich" ist noch zu haben.buch: 19€cd: 10€kontakt: facebook oder mail (c.wisiol@tsn.at)ich freu mich auf euch!

Gepostet von Claudia Wisiol am Mittwoch, 6. Mai 2020


Einige Gedichte aus dem Buch sind auf der neuen Phonmiraus-CD „weiter geht’s“ verwoben. Phonmiraus, ein musikalisch-literarisches Gemeinschaftsprojekt von Claudia Wisiol und Norbert Feldner, ist eine außergewöhnliche Verschmelzung von Musik und Text, Dialekt und Hochsprache, weiblicher und männlicher Stimme und Lebenswelten einer Frau und eines Mannes, die sich in dieser Kunstform treffen und wie von selbst ergänzen, auch wenn Lieder und Gedichte ursprünglich getrennt voneinander entstanden.

„Phonmiraus ist ein ganz besonderes künstlerisches Projekt. Dieses Tun, was einem ganz tief entspricht, die Freude am Spiel und am Ausprobieren, das Zusammenführen und Verweben von Texten, Geschichten und Liedern steht an vorderster Stelle und immer geht es dabei um das tiefe Bedürfnis, echt und ehrlich auszudrücken, was in uns drinnen ist und nach außen will.“

Diese Symbiose aus Text und Musik beeindruckte schon auf ihrer ersten gemeinsamen CD „dunkelweich“, in der die Gedichte vielfach aus ihrem ersten Lyrikband „im augenblick die ewigkeit“ stammten. Doch damit noch nicht genug. 2016 kreierte Claudia Wisiol auch noch eine Ausstellung zum Thema „im augenblick die ewigkeit“, bei der sie Fotografie und Texte zu einer Einheit verschmolz. Derzeit arbeitet sie an einer neuen zum Thema „wegbeschreibung/im vergehen/innenansicht/“, bei der sie Naturmaterialien und Texte mit dem ewigen Thema des Entstehens und Vergehens, des Werdens und des Sterbens in Verbindung setzt.

Die Texte und Bilder von Claudia Wisiol sind dabei vielfach nicht nur eine Hommage an das Leben, sondern vor allem an das Frausein. „Heute spüre ich, dass ich in meinem künstlerischen Tun bin, wer ich bin.“ Das spürt man – in Text, Bild und Musik.

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1 Posting bisher
Claudia Moser

"....sich selbst entgegenleben..." Wunderschön!