Bachmann-Preis im Internet ab 17. Juni

Fünf Autorinnen und Autoren aus Österreich nehmen am Wettlesen um den Hauptpreis teil.

Die 44. Tage der deutschsprachigen Literatur finden dieses Jahr im Internet statt. Der Wettbewerb beginnt am Mittwoch, 17. Juni, um 19.00 Uhr mit der Auslosung der Lesereihenfolge. Die Preisvergabe findet am 21. Juni statt. Fünf Autorinnen und Autoren aus Österreich nehmen am Wettlesen um den mit 25.000 Euro dotierten Hauptpreis teil. Das gab der ORF am Donnerstag bekannt.

„Die Eröffnung wird im Internet live übertragen, auf 3sat geht es an den Folgetagen live weiter“, wurde ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard zitiert. Lesungen und Diskussionen laufen am Donnerstag und Freitag von 10.00 Uhr bis 15.30 Uhr und am Samstag von 10.00 Uhr bis 14.30 Uhr. Die Preisverleihung startet am Sonntag um 11.00 Uhr. Der gesamte Bewerb wird zudem im Radio via Deutschlandfunk und auch auf der Homepage https://bachmannpreis.ORF.at gestreamt.

Sharon Dodua Otoo, Bachmann-Preisträgerin 2016, hält die Eröffnungsrede zum Wettbewerb 2020. Ihr Thema: „Können Schwarze Blumen Malen?“ Foto: APA

Radio Kärnten bringt als Zusatzangebot in den Abendstunden täglich um 19.00 Uhr eine Livesendung mit Zusammenfassungen und Reaktionen zur Veranstaltung. Bernhard: „Klagenfurt bleibt somit die Schaltzentrale der Tage der deutschsprachigen Literatur.“ Auch die traditionelle Klagenfurter Rede zur Literatur wird es am Eröffnungsabend geben. Gehalten wird sie von Sharon Dodua Otoo, Bachmann-Preisträgerin 2016. Der Titel der Rede lautet: „Können Schwarze Blumen Malen?“

Die Jury besteht dieses Jahr aus dem Vorsitzenden Hubert Winkels, dazu kommen Nora Gomringer, Klaus Kastberger, Brigitte Schwens-Harrant, Philipp Tingler, Michael Wiederstein und Insa Wilke. Diese Jury hat neben den fünf Österreichern sechs Deutsche und drei Schweizer eingeladen.

Aus Österreich liest etwa Laura Freudenthaler („Die Königin schweigt“, „Geistergeschichte“), 36 Jahre alt. Die gebürtige Salzburgerin lebt in Wien, ebenso wie Lydia Haider („Kongregation“ u.a.), die 35-Jährige stammt aus Steyr. Weiters dabei sind der 60-jährige Grazer Egon Christian Leitner, der 1974 geborene Wiener Musiker und Autor Jörg Piringer und die Innsbruckerin Carolina Schutti, die 1976 geboren wurde und 2015 den Literaturpreis der Europäischen Union erhielt. Aus Deutschland nehmen Hanna Herbst, Leonhard Hieronymi, Lisa Krusche, Jasmin Ramadan, Helga Schubert und Matthias Senkel teil, aus der Schweiz Meral Kureyshi, Katja Schönherr und Levin Westermann.

Die Jury wird nach jeder Lesung live diskutieren. Dafür wurden Kameraanlagen in den Arbeitszimmern der Jurymitglieder installiert. Die Lesungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind Aufzeichnungen, die eingespielt werden. Man betrete mit diesem Projekt Neuland, sagte der technische Leiter des Landesstudios, Klaus Wachschütz. Er sei aber zuversichtlich, dass man einen Bewerb „in gewohnter Qualität“ von Klagenfurt aus in die Welt schicken werde. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz unterstrich den Stellenwert dieses Bewerbes für den ORF. Unter Nutzung aller digitalen Möglichkeiten sei man nun aber so nahe wie möglich am gewohnten Verlauf der Veranstaltung.

Moderator Christian Ankowitsch wird sich im ORF-Theater in Klagenfurt befinden. Von dort aus werden die Schriftstellerin Julya Rabinowich und Kulturjournalist Heinz Sichrovsky das Geschehen kommentieren. Am Sonntag werden dann wie in den vergangenen Jahren fünf Preise vergeben: der mit 25.000 Euro dotierte Ingeborg-Bachmann-Preis der Landeshauptstadt Klagenfurt, der Deutschlandfunk-Preis mit 12.500 Euro, der Kelag-Preis mit 10.000 Euro sowie der 3sat-Preis mit 7.500 Euro und der BKS Bank-Publikumspreis mit 7.000 Euro, der mit einem Stadtschreiberstipendium in Klagenfurt verbunden ist. Das Voting für den Publikumspreis ist am Samstag von 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr möglich. Im Vorjahr gewann die Salzburgerin Birgit Birnbacher den Bachmann-Preis.

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