Coronakrise traf Tiroler Arbeitsmarkt besonders stark

Zum Stichtag 30. Juni betrug die Arbeitslosenquote in Tirol 8,0 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit in Tirol ist seit dem Höhepunkt Mitte April 2020 zurückgegangen, befindet sich aber nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Hauptgrund ist laut AMS Tirol der verhaltene Start der Sommersaison im Tourismus. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat kam es im Juni 2020 mit +15.541 oder +123,4 Prozent zu einem deutlichen Anstieg der in Tirol arbeitslos vorgemerkten Personen auf 28.130. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosigkeit in Österreich um 150.246 Personen oder 56,8 Prozent auf insgesamt 414.766.

Bei einem prognostizierten Stand von 324.000 unselbständig Beschäftigten in Tirol (ein Minus von 20.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 28.130 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 30. Juni 2020 die Arbeitslosenquote in Tirol 8,0 Prozent (Juni 2019: 3,5 Prozent).

Die stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Tirol, Sabine Platzer-Werlberger, rechnet im Sommer mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Sabine Platzer-Werlberger, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Tirol: „Die Betrachtung der beim AMS Tirol arbeitslos vorgemerkten Personen zeigt wirtschaftsbedingt Anstiege im Bau und Produktionsbereich. Am deutlichsten fällt der Anstieg jedoch in Tirol als Tourismusland mit +7.008 Personen im Wirtschaftsabschnitt Beherbergung und Gastronomie aus (im Vorjahresvergleich) sowie im Handel, speziell im tourismusnahen Handel. Die Arbeitslosigkeit befindet sich aktuell auf sehr hohem Niveau. Längerfristige Prognosen können derzeit nicht getroffen werden, wir rechnen aber im Sommer mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit.“

Derzeit befinden sich 57.480 Personen in Kurzarbeit. Mit Stichtag 30. Juni wurden 209 Millionen Euro ausbezahlt, sprich 84 Prozent aller eingelangten Abrechnungen wurden laut AMS bereits bearbeitet.

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