Fünf junge Helferinnen und Helfer aus Österreich und Deutschland verbringen im Rahmen eines ÖAV-Projekts eine Woche auf der Göriacher Alpe. Fotos: ÖAV

Fünf junge Helferinnen und Helfer aus Österreich und Deutschland verbringen im Rahmen eines ÖAV-Projekts eine Woche auf der Göriacher Alpe. Fotos: ÖAV

Almflächen bewahren: „Keine verschwendete Zeit“

Junge Ehrenamtliche helfen auf einer Umweltbaustelle des Alpenvereins im Debanttal.

Fünf junge Helferinnen und Helfer aus Österreich und Deutschland packen derzeit, konkret von 5. bis 11. Juli, bei einer Umweltbaustelle der Alpenvereinsjugend auf der Göriacher Alpe mit an. Es werden größtenteils „Schwendarbeiten“ geleistet, also Sträucher und Jungbäume entfernt, um die Weideflächen für Kuh und Schaf zu erhalten. „Ohne den wesentlichen Beitrag der Freiwilligen wandert die Waldgrenze immer weiter nach oben und die Weidefläche verliert ihre Funktion“, betont Almobmann Martin Nußbaumer.

Die Arbeit findet in Absprache mit dem Nationalpark statt, wodurch einerseits bereits überwachsene Flächen wieder nutzbar und andere zeitweise der Natur überlassen werden. Dieses Zusammenspiel erhöht die Struktur- und Artenvielfalt und schützt die wertvollen, mageren Weiden. Die Flächen sind nicht nur Heimat für das Weidevieh, auch unzählige Pflanzenarten und Insekten finden dort einen Platz, den es laut ÖAV zu schützen gelte. Wichtig beim Schwenden seien Regelmäßigkeit und Gründlichkeit, weshalb diese Umweltbaustelle des Alpenvereins nach einer einjährigen Pause weiter an Bedeutung gewonnen habe.

Untergebracht sind die tatkräftigen Freiwilligen auf der oberen Göriacher Alpe auf 1.900 Metern. Dort kommen die Mädels und Jungs der Natur so nah, wie kaum an einem anderen Ort. „Ohne Elektrizität, warmes Wasser und Empfang ist es möglich, einfach abzuschalten und sich vom stressigen Alltag zu distanzieren. Es wird zusammen gekocht, gespielt und gelacht“, freuen sich die freiwilligen Helfer.

Der kleine Teich unterhalb der Almhütte biete eine willkommene Abkühlung am Ende eines anstrengenden Tages. Um den Spaß an der fordernden Arbeit nicht zu verlieren, wurde Mitte der Woche ein Wandertag zum Almsee und Gipfel des Straßkopfs eingelegt.

Teilnehmerin Ivana Sapina stellt am Ende fest: „Almflächen zu bewahren ist keine verschwendete Zeit!“

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