„Didi“ Müller bleibt mangels Alternativen für ein weiteres Jahr Obmann des SV Rapid Lienz und führt den Verein in die kommende Saison. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

„Didi“ Müller bleibt mangels Alternativen für ein weiteres Jahr Obmann des SV Rapid Lienz und führt den Verein in die kommende Saison. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Bei Rapid Lienz bleibt (vorerst) alles beim Alten

Nachdem keine Nachfolger gefunden wurden, bleibt der alte Vorstand noch ein Jahr im Amt.

Vor nicht ganz einem Jahr kündigte im September 2019 der gesamte Vorstand des SV Rapid Lienz seinen Rücktritt mit Ende der Saison 2019/20 an. Robert „Didi“ Müller, der seit zehn Jahren als Obmann an der Spitze des Vereins agiert, machte sich fortan auf die Suche nach geeigneten Nachfolgern – jedoch erfolglos. Bis heute wurde kein neuer Obmann gefunden, der den gesamten Apparat mit knapp 230 Spielerinnen und Spielern übernimmt. Im März stand dann auch die Stilllegung oder gar die Auflösung des Vereins im Raum – dolomitenstadt.at berichtete.

„Dann kam aber die Coronakrise und die gesamte Situation wurde noch schwieriger. Wir haben keine Nachfolger gefunden und für uns war es nicht denkbar, den Verein und vor allem den Nachwuchs in dieser Situation im Stich zu lassen“, erklärte Müller heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz. Der gesamte Vorstand, der eigentlich am 20. Mai aus dem Amt scheiden hätte sollen, wird also noch eine Saison dranhängen.

Zumindest für die kommende Saison geht es beim SV Rapid Lienz wie gewohnt weiter. Für die Kampfmannschaft um Trainer Martin Lovric beginnt am 2. August die neue Saison in der Unterliga West.

Die Zukunft des Vereins ist damit aber dennoch nicht langfristig geklärt, das weiß auch Müller: „Wir werden in einem Jahr wieder vor der selben Situation stehen. Ich hoffe daher wirklich, dass sich bis dahin Leute, denen etwas an unserem Verein liegt, Gedanken machen. Wir hätten – so ehrlich muss man sein – auch ohne Corona keine Nachfolger gefunden.“

Der aktuelle Vorstand um Müller, dessen Stellvertreterin Hilde Riepler, Harald Ortner (Kassier) und Elfriede Innig (Kassier-Stv.) wird daher bei der Jahreshauptversammlung  am 17. Juli für ein weiteres Jahr bestätigt werden. „Wir sind nach wie vor stolz auf unsere Arbeit, der Verein ist schuldenfrei“, hält Müller fest. Der Spielbetrieb des gesamten Vereins koste Rapid Lienz jährlich 230.000 Euro. Am Ende der kommenden Saison, die für die Rapidler am 2. August gegen Sirnitz beginnt, will Müller sein Team in den Top-5 der Unterliga West sehen.

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2 Postings bisher
Spanidiga

Muß man wirklich Danke sagen....generell schade um diesen Traditions-Verein...wenn man so zurück denkt....so an...gegen Lask-GAK..Rapid Wien...Innsbruck usw.

boarium

Danke für eure Zeit und Mühen!