Viele Akteure und Professionisten, die am Projekt „Iseltrail“ mitgearbeitet haben, kamen am Donnerstag zur Eröffnung des Trails an die Iselmündung. Alle Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Viele Akteure und Professionisten, die am Projekt „Iseltrail“ mitgearbeitet haben, kamen am Donnerstag zur Eröffnung des Trails an die Iselmündung. Alle Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Video: Der Iseltrail ist offiziell eröffnet

Bilder vom Festakt am Zusammenfluss und ein erstes Resümee der Iselpioniere.

Am Donnerstagvormittag, 16. Juli, wurde nach rund drei Jahren der Iseltrail offiziell eröffnet. Politische Prominenz rund um Landesrätin Ingrid Felipe, Vertreter der Osttiroler Gemeinden und des Nationalparks Hohe Tauern, eine starke Abordnung des Osttiroler Tourismusverbandes und das Iseltaler Blechbläserensemble fanden sich an der Mündung von Isel und Drau ein – dem Ausgangspunkt für den 74,19 Kilometer langen Weitwanderweg zum Ursprung des Flusses am Umbalkees.

TVBO-Obmann Franz Theurl holt in seiner Ansprache einige Wegbegleiter bei diesem Projekt vor den Vorhang, Naturschützer Wolfgang Retter, den „Urvater der Iselschützer“, den Berater Matthias Schickhofer, der am Konzept mitgearbeitet hat, aber auch Walter Hopfgartner vom Wasserbauamt, einen weiteren wichtigen Partner. Wolfgang Retter sprach den anwesenden Umweltschützern aus der Seele, als er den Iseltrail als „letzten großen Stein in der Schutzmauer um die Isel“ bezeichnete.

„Die Isel hat auch ohne Kraftwerk viel Energie geliefert. Glücklicherweise haben sich so viele Menschen für den Schutz dieses Gletscherflusses eingesetzt“, so TVBO-Obmann Franz Theurl.

„Der Iseltrail ist nicht nur ein Weitwanderweg, sondern vor allem ein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und eine Liebeserklärung an den Herzfluss vieler Menschen“, betonte Theurl in seiner Rede. Seit Monaten verzeichne man ein „gewaltiges Interesse“ am Trail. Der Osttiroler Touristiker sieht in Angeboten wie diesem gerade in Corona-Zeiten eine perfekte Alternative zum Massentourismus.

Die für Naturschutz zuständige Landesrätin Ingrid Felipe betonte, wie wichtig es sei, dass die Isel unverbaut und unberührt bleibe: „Die letzten sieben Jahre waren hart im Kampf um die Isel und den Schutz des Gebietes. Vor allem um Natura 2000 wurde dabei viel diskutiert. Meine Lehre aus diesen sieben Jahren: Man muss nicht immer laut schreien, sondern einfach dranbleiben.“ Abschließend nahm Pater Martin die Segnung des Iseltrails vor und überreichte Franz Theurl eine Pilgermuschel.

Wie bereits mehrfach berichtet, ist bereits seit Montag Familie Altmayer-Girardi auf dem Weitwanderweg zum Umbalkees unterwegs. Dolomitenstadt-Videoreporter Peter Werlberger war nicht nur bei der Eröffnung dabei, er traf auch die „Iselpioniere“ und fragte nach ersten Eindrücken. Hier sein Bericht:

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17 Postings bisher
Anna Maria Kerber

Der Iseltrail ist eine wunderbare Sache und es ist für den Tourismus sehr zu wünschen, dass er viele Besucher anzieht, die auch gerne einen Abstecher in die anliegenden Gemeinden machen. Das Grundgerüst steht und Ausweitungen und Verbesserungen sollten ja noch folgen.

Wenn F. Theurl sein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit abgibt, kann man dem für den Iselweg nur zustimmen. Völlig unverständlich bleibt mir aber die Zustimmung des Obmannes für das Kraftwerk im Tauerntal (auch dort gibt es Zimmervermieter) und jenes am Lesachbach. Die Isel ist auf ihre lebendigen Zubringerbäche angewiesen und für ein Gewässernetz kann man den Naturschutz nicht einfach begrenzen.

Oschtadio

Seifenstein was hat der Iseltrail mit dem Hildenweg zu tun und um den Markt Matrei Ortskern Gastronomie wieder zu beleben würde man eher mehr einen Tauernbachtrail brauchen und das ist eine andere Geschichte. Wandern bis nach Innergschlöss über die schon lange gesperrte Prossegklamm ?

    Seifenstein

    Schön wenn die Weitwanderer mitn Jausensackerl vom Hofer sich aufn Weg machen.Man ist ja schliesslich in der Wildnis,da gibt es ja auch keine Gasthäuser wo man sein hart verdientes Geld ausgeben kann und mitn Zelt am Buckel kann man ja auch im Wald irgendwo campen! Spass beiseite die Dörfer entlang der Strecke mit ihrer Infrastruktur und ihren kulturellen Highlights sind und müssen genauso Teil dieses Trails sein Oschtadio!!!

      senf

      @seifenstein, deine meinung ist schlicht und einfach daneben, ich sehe darin nur miesmache des iseltrail und seiner besucher. schade!

      der hildenweg macht einen weiten bogen um die isel, es ist auf dieser strecke kein einziges gasthaus zu finden. ich kenne dort vom weg etwas abseits nur einen tankstelleshop, das lagerhaus, dann weiter oben den mpreis, spar, billa und noch so einen tempel, die die besucher genau mit der verpflegung abfangen würden, wie du oben beschreibst. deshalb mein vorschlag, die wegführung zur bichlerbrücke über den hochstein zu belassen, weil es in der dortigen umgebung mehrere gasthöfe gibt und der weg ins "marktles-zentrum" mit den tollen cafes kurz und unbeschwerlicher ist.

      du hast leider nicht mitbekommen, dass in der homepage auf die orte mit ihren versorgungsmöglichkeiten entlang der jeweiligen etappen hingewiesen wird. natürlich bedarf es einiger kleinen ergänzungen und korrekturen. ich denke, das wird auch nach und nach gemacht, das projekt wird wachsen und ausreifen und dann vielleicht zum sommerhit der destination osttirol. der anfang ist gemacht, die geschichte dazu ist lang!

      ein bisschen resserchieren, nachdenken und mehr optimismus würde dir nicht schaden.

Oschtadio

senf genau das Teilstück orographisch re. ist ein schönes Teilstück man könnte dabei bei Feld wo man die Isel orogr.li kommt bei der Feldbrücke queren dabei das wäre eine Gefahrenstelle die Felbertauern Landesstraße überwinden und mit dem Alten Zollhaus (Brühlhaus) mit einbinden links hinter dem Brühlhaus würde man auf das Biotop optimal bis zu dem Teilstück das man den Steig wieder aktivieren und sichern könnte machen. Das hätte was . An der Person die das Privatdurchgangsrecht vor Jahren schon beansprucht hat ist sowieso kein Annäherung (Politisch) machbar.Eigene Erfahrung 🤔

nikolaus

Frage an die Community: Weiß jemand, warum der Trail im Gemeindegebiet Matrei relativ unattraktiv durch Seblas und am nördlichen Rand des Gewerbegebiets entlang führt, wo doch ab der Brücke (zwischen Brühl und Seblas) wenigstens auf einer Seite des Ufers ein gut begehbaren Dammweg vorhanden wäre???

    Oschtadio

    Vielleicht haben die Erfinder des Trails einfach nicht die Gaben etwas reifen zu lassen und nicht das Auge und nur mit Gewalt etwas ins leben zu bringen.Sowie einige Personen die sich vielleicht in gewisse Gegenden gut auskennen und die mal gefragt worden wären.

      senf

      @oschtadio: der orografisch linke uferbegleitweg ab der brielbrücke führt zu beginn 81 lfm über ein landwirtschaftliche genutztes privatgrundstück einer grundeigentümerin, die den durchgang dort für freizeitaktivitäten (wandern, radfahren, jogging ...) leider bereits vor jahren gesperrt hat. erst danach, taleinwärts bis zum gewerbegebiet und weiter zur bichlerbrücke (2,2 km) kann der isel-uferbegleitweg öffentlich genutzt werden. deshalb die seltsame umgehung des gewebegebietes seblas.

      der ideale routenverlauf sollte eigentlich auf der orogr. rechten iselseite ab der brielbrücke hinein unter dem hochstein bis zur bichlerbrücke führen. in diesem bereich befindet sich ein schönes biotop und etwas weiter oben wurde die isel durch einen seitenarm aufgeweitet. infotafeln informieren dort über das revitalisierungsprojekt und die umgebung und bänke laden zur rast. es bleibt zu hoffen, dass auf dieser route der etwas verfallene, ehemalige steig durch wald auf kurzer distanz begehbarer und gesichert wird. dann wurde die derzeitige umgehung des gewerbeareal tratten/seblas gänzlich entfallen und er trail auch als naherholungsangebot stark aufgewertet werden. zudem sollte ein kleinesr abstecher zumnaheliegenden biotop brühllacke mit dem froschteich und der uferbegleitflora angeboten werden.

      @oschtadio, sie haben recht, vielleicht liegt es an der herangehensweise wie man mit grundeigentümern umgeht und letztlich wie ernst man es mit der attraktivität und ehrlichkeit dieses projektes nimmt.

      Seifenstein

      Lieber Senf!! Deine Variante ist eine wunderschöne aber leider nicht die Sinnvollste! Man umgeht geschickt alle Betriebe,Gasthäuser und Hotels im Zentrum von Matrei.Über den Hildenweg könnte man,sehr attraktiv, direkt ins Marktle gelangen. Der Trail hat das Potential auch die Dorfzentren zu beleben.Diese Chancen müssen gentzt werden.

      senf

      @seifenstein: es geht hier um den iseltrail, nicht um eine gasthausrunde, aber ich gehe davon aus, dass die/der verantwortliche im tvb-ortsbüro matrei mit orts-und regionskenntnis am projekt konstruktiv mitarbeitete, was zum jetzigen ergebnis geführt hat.

      "dem fluss folgen" heisst es. ich bleibe deshalb bei der variante brühl - hochstein - bichlerbrücke, denn von dieser brücke zu den betrieben ins "marktle" zu kommen ist interessanter und einfacher. die empfehlung sämtlicher kultuerellen besonderheiten entlang der gesamten route geht mir in der präsentation iseltrai.at etwas ab, ebenso die exakte darstellung der empfohlenen etappen mit ortszugängen und abstecher zu sehenswürdigkeiten der näheren umgebung.

senf

Iseltrail - ein tolles Angebot mit Alleinstellungsmerkmal, das die Urlaubsregion Osttirol auszeichnet und im Trend liegt. Wenn man durch die Homepage klickt und die tollen Wasserbilder auf sich wirklen läßt, bekommt man Lust für das Naturlebnis. Auch als Einheimischer, der ja gerne behauptet dass die Umgebung gewohnt ist und "eh schon genug kennt".

Die symbolische, und hier im Forum etwas eigenartig kritisierte Eröffnung des Trail ist Nebensache. Die Basis wurde geschaffen und an dieser haben doch einige verdienstvoll mitgewirkt. Der Erfolg oder vielleicht auch Misserfolg wird wohl davon abhängen, inwieweit wir uns hier in Osttirol mit dieser Idee identifizieren und sie ehrgeizig weiterentwickeln.

Eine Anregung hätt ich doch noch: einen zweiten, ebenbürtigen Ausgangspunkt in der Vermarktung und zwar:

Von Prägraten und dem dortigen Iselursprung am Umbalkees dem Wasser folgend talwärts nach Lienz. Für den einen oder anderen doch weniger anstrengender, die 80 km mit doch markanten Höhenunterschied zu schaffen.

Streckenweise könnten wir dann am Ufer unseren, von den Kindern selbstgebauten Papier- und Rindenschiffchen folgen 👍.

bergfex

So Stelle ich mir einen Mindestabstand vor (die wissen eben nicht wie Groß/lang ein Babyelefant ist)

osttirol20

Die grüne Felipe hat offensichtlich dieselben Erinnerungslücken wie ihre türkisen Koalitionspartner auf Bundesebene Blümel und Kurz von der Neuen Volkspartei und die zahlreichen, auf den Bildern vertretenen Anhänger der Alten Volkspartei die, wenn es darum geht sich medienwirksam in Szene zu setzen, immer auf den viel propagandierten türkisgrünen Babyelefanten mit den übergroßen Ohren vergessen und damit unser aller Sicherheit gefährden!!!

Felipe steht ihren türkis angestrichenen Freunden Platter, Tilg, Geisler oder Zoller-Frischauf in nichts nach - einfach nur rücktrittsreif!!!

Bergan

Das Projekt ist gut - die Bilder von der Eröffnung eine Katastrophe.

    Freigeist

    A bissl Begräbnis Stimmung. Ich hoffe das hat nur mit dem Wetter zu tun...

S-c-r-AT

Kann auf den Bilder keinen Mindestabstand erkennen. Ob auf Frau Fellipe nun der gleiche Shitstorm zurollt, wie bei Herrn Kurz im Kleinwalsertal?

    mirnixdirnix

    So viel IntelligenzbolzInnen und so a kurzes Bandl🤮